24.08.2017
Frauen

Wölfinnen bestehen Härtetest

Der Double-Sieger bezwingt die Chelsea Ladies mit 3:1 (1:0).

Die VfL-Frauen haben ihren letzten Härtetest vor Saisonstart bravourös bestanden. Gegen den englischen Meister und Spitzenklub FC Chelsea siegten die Wölfinnen im Trainingslager am Walchsee verdient mit 3:1 (1:0). Caroline Hansen (24.), Zsanett Jakabfi (48.) und Ewa Pajor (79.) sorgten für die grün-weißen Treffer. Fran Kirby hatte den zwischenzeitlichen Anschluss der Engländerinnen markiert (68.).

Hochkarätiger Gegner

Zum letzten Test während des Trainingslagers und der Vorbereitung vor dem Ligaauftakt am kommenden Samstag gegen die TSG 1899 Hoffenheim wartete auf das Team von Stephan Lerch mit dem amtierenden englischen Meister und letztjährigem Sechzehntelfinale-Champions-League-Gegner FC Chelsea ein echter Hochkaräter. Und das lediglich zwei Tage nach dem 4:1-Erfolg gegen den österreichischen Meister SKN St. Pölten. Das Frauenteam aus London befindet sich im Gegensatz zu den Wölfinnen noch am Anfang seiner Vorbereitung.

Pajor nähert sich an

Die Chelsea Ladies erwischten den besseren Start in der Kaiserwinkl-Arena im österreichischen Kössen und kamen nach fünf Minuten zum ersten Torabschluss durch Mittelfeldakteurin Claire Rafferty, deren Schuss den Kasten von Almuth Schult aber deutlich verfehlte. Wenig später setzte dann aber auch Grün-Weiß sein erstes Ausrufezeichen, als sich Ewa Pajor nach langem Zuspiel gegen zwei Gegnerinnen durchsetzen konnte, ihr noch abgefälschter Schuss aber letztlich zu ungenau platziert war, um Chelseas Torfrau Hedvig Lindahl zu überwinden (9.). Auch der nächste Versuch der Polin im VfL-Dress verfehlte das Ziel (13.). Die Wolfsburgerinnen übernahmen nun mehr und mehr Spielanteile und erarbeiteten sich ein Chancenplus.

Hansen überwindet Lindahl

Somit sollte die Führung des Lerch-Teams nach 24 Minuten auch durchaus verdient sein: Nach einem durch mutiges Pressing erreichten Ballgewinn fackelte Caroline Hansen nicht lange und versenkte das Leder aus 19 Metern zum 1:0 im Kasten der Engländerinnen. Auch nach dem Treffer blieben die Wölfinnen am Drücker und kamen schnell zur nächsten guten Möglichkeit durch Lara Dickenmann, die bei ihrem zu zentral angesetzten Abschluss in Lindahl aber ihren Meister fand (29.). Insgesamt zeigten die VfL-Frauen das reifere Spiel, nach gutem Start der Londonerinnen hatte man diese die Partie immer mehr in den Griff bekommen und keine weiteren Chancen zugelassen. So ging es letztlich mit einer leistungsgerechten Führung in die Halbzeit.

Blitzstart durch Jakabfi

Zwei neue Kräfte brachte VfL-Coach Lerch zum zweiten Durchgang. Neben Torschützin Hansen, die durch Tessa Wullaert ersetzt wurde, kam auch Emily van Egmond für Nilla Fischer in die Partie. Lena Goeßling rückte für die Schwedin in die Innenverteidigung. Kaum war das neue Duo auf dem Rasen, stand es bereits 2:0 für Wolfsburg: Zsanett Jakabfi – die Ungarin ist torerfahren gegen die Chelsea Ladies – eroberte tief in Gegners Hälfte das Spielgerät und leitete ihren eigenen Treffer ein, indem sie auf Pajor durchsteckte, von der sie die Kugel wiedererhielt, um mühelos einzunetzen (48.). Gerade einmal vier Minuten später hätte Jakabfi fast erneut getroffen, doch dieses Mal blieb die glänzend reagierende Lindahl Siegerin.

Pajors Treffer entscheidet

In Minute 59 durfte dann auf der anderen Seite auch Schult erstmals ihr Können unter Beweis stellen, als sie gegen Erin Cuthbert per Fußabwehr klärte. Und die VfL-Keeperin sollte wenig später erneut im Mittelpunkt stehen, als sie der alleine auf sie zustürmenden Crystal Dunn das Leder in einer starken Aktion vom Fuß nahm (67.). In dieser Phase gerieten die Wölfinnen verstärkt unter Druck und mussten dann auch den Anschluss kassieren. Die inzwischen eingewechselte Fran Kirby hatte sich aus der zweiten Reihe ein Herz gefasst und Schult keine Chance gelassen (68.). Doch der VfL ließ sich nicht beirren und schlug seinerseits wieder zurück. Die auffällige Pajor belohnte sich mit dem 3:1 aus kurzer Distanz, nachdem Dickenmann sich einen langen Ball erlaufen und die polnische Stürmerin mustergültig in Szene gesetzt hatte (79.). Die Wölfinnen brachten ihre Zweitore-Führung letztlich ungefährdet über die Zeit und durften sich somit über eine gelungene Generalprobe vor dem Pflichtspielstart freuen.

VfL-Cheftrainer Stephan Lerch: „Für die heutigen extrem warmen Wetterbedingungen hat die Mannschaft das richtig gut gemacht. Wir sind ein sehr hohes Tempo gegangen. Chelsea hat uns immer wieder früh unter Druck gesetzt. Wie wir in diesen Situationen  Lösungen gegen diese kompakte Mannschaft gefunden haben, war schon ordentlich – auch wenn wir den guten Spielaufbau manchmal ein wenig konsequenter über Außen zu Ende hätten spielen können. Dadurch haben wir es versäumt noch klarer vor das gegnerische Tor zu kommen. Nach dem Gegentreffer haben wir noch ein wenig gebraucht, bis wir uns wieder gefangen haben. Der Druck wurde zu diesem Zeitpunkt von Chelsea sehr groß. Dennoch haben wir es geschafft einen weiteren Gegentreffern zu verhindern und gute Konter gesetzt. Sehr positiv war auch, dass die Einstellung bei allen Spielerinnen stimmte. Das ist momentan ein guter Ist-Zustand auf dem wir weiter aufbauen können und insgesamt ein sehr positives Spiel für uns heute gewesen.​"

VfL Wolfsburg:  Schult – Blässe (70. Kerschowski), Fischer (46. Van Egmond), Peter (80. Wedemeyer), Maritz (60. Baunach) – Hansen (46. Wullaert), Goeßling (82. Wensing), Gunnarsdottir, Dickenmann – Pajor, Jakabfi (60. Bernauer)

FC Chelsea (Startelf): Lindahl – Eriksson, Flaherty, Mjelde, Rafferty, Davison, Spence, Chapman, Ji, Cuthbert, Aluko

Tore: 1:0 Hansen (24.), 2:0 Jakabfi (48.). 2:1 Kirby (68.), 3:1 Pajor (79.).

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