Männer

Wölfe unterliegen Leverkusen

VfL verliert das Werksduell gegen Bayer 04 mit 1:3.

Der VfL Wolfsburg hat den Auftakt unter Cheftrainer Daniel Bauer verloren. Am Samstagnachmittag mussten sich die Grün-Weißen mit 1:3 (0:3) gegen den aktuellen Vizemeister geschlagen geben. Für die Werkself trafen Jonas Hofmann (9. Spielminute), Edmond Tapsoba (24.) und Malik Tillman (33.). Den Treffer für die Niedersachsen erzielte Rückkehrer Denis Vavro (57.). Damit rutscht der VfL, vorbehaltlich des Ausgangs der Partie des FC St. Pauli gegen den 1. FC Union Berlin, auf den 15. Tabellenplatz ab. Für die Wölfe steht als Nächstes eine Auswärtspartie an: Am Sonntag, 30. November, treffen die Grün-Weißen im Deutsche Bank Park auf Eintracht Frankfurt (Anstoß um 17.30 Uhr).

Personal

Mit Bauer als Cheftrainer gab es insgesamt im Vergleich zur 1:2-Niederlage gegen Werder Bremen fünf Veränderungen in der Startaufstellung. Der wieder fitte Vavro ersetzte den verletzten Moritz Jenz. Yannick Gerhardt rückte für Vinicius Souza ins Mittelfeld. In der Offensive starteten Patrick Wimmer, Lovro Majer und Dzenan Pejcinovic für Christian Eriksen, Mattias Svanberg sowie den verletzten Adam Daghim. 

Spielverlauf

Zu Anfang der Partie tasteten sich beide Mannschaften zunächst ab, doch schon nach acht Minuten drehte Leverkusen auf. Ernest Poku flankte von der linken Seite, doch im Strafraum fand sich kein Abnehmer. Das Glück für die Wölfe währte jedoch nicht lange: Nach einem Querpass von Alejandro Grimaldo beförderte Hofmann das Leder in den Kasten von Kamil Grabara – 0:1 (9. Minute). Die Hausherren waren vom Rückstand erst etwas geschockt, zeigten sich dann aber angriffsbereit. Erst hielt Flekken einen Distanzschuss von Majer aus etwa 20 Metern (14.), dann verfehlte ein Kopfball von Pejcinovic knapp das Tor (22.). Der Elf von Kasper Hjulmand gelang es nicht nur, die Druckphase der Niedersachsen zu stören, sondern auch ein weiteres Mal zu treffen: Edmond Tapsoba erhöhte per Kopfball zum 0:2 (24.). Malik Tillman bestrafte die unaufmerksamen Wölfe anschließend nach einem Konter mit dem 0:3 (33.). Während die Rheinländer sich mit dem dritten Tor nach dem dritten Torschuss höchst effizient zeigten, konnte Grün-Weiß auch die folgenden Chancen durch Majer (43., 45.) in der ersten Hälfte nicht verwerten.

Nach dem Seitenwechsel kam der VfL motiviert aus der Kabine. Der eingewechselte Konstantinos Koulierakis probierte es aus 20 Metern mit einem Distanzschuss, den Flekken abwehrte. Pejcinovic versuchte es im Nachschuss aus einem spitzen Winkel, blieb aber erfolglos (48.). Die Wölfe hatten nun mehr von der Partie und verkürzten durch einen Kopfball von Vavro nach einer Ecke von Arnold auf 1:3 (57.). Nur fünf Minuten später legte der zuvor eingewechselte Jonas Wind mit dem vermeintlichen 2:3 nach – der Videoschiedsrichter schaltete sich jedoch ein und erkannte den Treffer aufgrund einer äußerst knappen Abseitsposition ab (62.). Chancen durch Svanberg (67.), Arnold (73.) und Wind (82.) setzten offensive Ausrufezeichen, waren jedoch insgesamt zu ungefährlich. Kurz vor Schluss kam Jan Bürger für Sael Kumbedi in die Partie (85.) – und gab damit sein Debüt in der Bundesliga. Weil darauf in den Schlussminuten nichts mehr passierte, blieb es am Ende beim 1:3.

Tore

  • 0:1 Hofmann (9.): Poku schickt Grimaldo zunächst in die Tiefe, der über die linke Seite in den Strafraum passt. Tillman schlägt ein Luftloch, aber Hofmann befindet sich freistehend dahinter und nutzt die Gelegenheit zur Leverkusener Führung.
     
  • 0:2 Tapsoba (24.): Garcia schlägt eine lange Flanke direkt in den Strafraum. Dort ist Tapsoba zur Stelle, der den Ball ins rechte Eck köpft.
     
  • 0:3 Tillman (33.): Tillman ist nach einem Zuspiel von Schick durch und kann ungestört zum 0:3 abschließen.
     
  • 1:3 Vavro (57.): Arnold führt eine Ecke aus, bei der Vavro in der Box am höchsten steigt. Er netzt ein und verkürzt auf 1:3.

Trainerstimmen

Daniel Bauer: In der ersten Halbzeit mussten wir extrem leiden. Wir wussten, dass Leverkusen im Ballbesitz und im Spielaufbau vielleicht sogar die beste Mannschaft ist. Weil sie so variabel und kaum zu pressen sind, haben wir uns schwergetan. Wir kamen nicht in die Abläufe, die wir uns vorgenommen haben. Wir hatten ein paar Momente, die wir nicht in Torerfolge ummünzen konnten. Leverkusen war im Stile einer Spitzenmannschaft brutal effektiv: drei Chancen, drei Tore. Das haben wir heute leider vermissen lassen. Ich bin trotzdem sehr zufrieden mit der zweiten Halbzeit, weil die Mannschaft eine unglaubliche Moral gezeigt und leidenschaftlich agiert hat. Wir hatten das Momentum mit dem vermeintlichen 2:3 auf unserer Seite – und dann gibt es den VAR, der uns heute ein Stück weit wehgetan hat. Die Niederlage tut weh, aber auf der Leistung können wir aufbauen. Gegen eine Spitzenmannschaft stehen am Ende 20 zu sieben Schüsse und ein Expected-Goals-Wert, den wir so lange nicht mehr hatten. Es gibt viel, worauf wir aufbauen können, aber heute überwiegt die Enttäuschung über die Niederlage. 

Kasper Hjulmand: Wir sind sehr zufrieden mit den drei Punkten. Es ist nicht einfach hier zu spielen. In der ersten Halbzeit haben wir es ganz gut gemacht. Wir haben sehr flexibel und mit viel Ballbesitz nach vorne gespielt und uns das 3:0 herausgespielt. Mit der zweiten Halbzeit bin ich nicht ganz zufrieden. Wir waren im Ballbesitz zu passiv und hatten Glück mit der 3:2-Situation – dann kann alles passieren. Wir hatten auch die Chance, das 4:1 zu machen. Insgesamt können wir in der zweiten Halbzeit besser spielen. Ein 3:1-Auswärtssieg in Wolfsburg ist natürlich gut und deswegen sind wir sehr zufrieden mit den drei Punkten. Es war kein einfaches Spiel.

Aufstellungen und Statistiken

VfL Wolfsburg: Grabara – Kumbedi (85. Bürger), Vavro, Seelt (46. Koulierakis), Zehnter – Arnold, Gerhardt (60. Eriksen) – Wimmer (60. Svanberg), Majer, Amoura – Pejcinovic (60. Wind)

Ersatz: Müller (Tor), Hensel, Souza, Skov Olsen

Bayer 04 Leverkusen: Flekken – Andrich, Bade, Tapsoba – Poku (86. Tella), Garcia, Maza (46. Quansah), Grimaldo (75. Belocian) – Hofmann, Tillman (64. Terrier) – Schick (75. Kofane)

Ersatz: Blaswich (Tor), Ben Saghir, Echeverri, Sarco

Gelbe Karten: Amoura / Andrich

Schiedsrichter: Robert Hartmann (Krugzell im Allgäu)

Zuschauende: 25.036 am Samstagnachmittag in der Volkswagen Arena

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