06.10.2021
Frauen

„Wir sind immer noch Wolfsburg“

Innenverteidigerin Dominique Janssen über den Klassiker gegen Chelsea Women FC.

Vor drei Jahren wechselte Dominique Janssen von Arsenal Women FC zu den Wölfinnen – am heutigen Mittwoch kehrt sie erstmals wieder beruflich in die englische Metropole zurück. Im ersten Gruppenspiel der UEFA Women’s Champions League gastiert der VfL Wolfsburg am heutigen Abend (Anstoß um 21 Uhr, live auf DAZN), beim Chelsea Women FC. Im Interview spricht die 25-Jährige darüber, was die Wölfinnen im Klassiker gegen den englischen Meister erwartet.

Dominique Janssen, wie habt ihr den Rückschlag in Freiburg verarbeitet?

Dominique Janssen: Natürlich war es nicht das, was wir wollten. Aber wir sind immer noch eine Gruppe, die so noch nicht lange zusammen spielt. Unsere Neuzugänge müssen solche Situation auch erst einmal erfahren. Ich hoffe, dass wir daraus unsere Schlüsse gezogen haben und gegen Chelsea zeigen, dass wir es auch anders können. Wir sind immer noch Wolfsburg! Wenn die Mannschaft hundert Prozent gibt, können wir sehr guten Fußball spielen und herausragende Leistungen abrufen – darauf vertrauen wir.

Welchen Eindruck macht die Mannschaft in der Vorbereitung auf dieses Prestigeduell auf dich? 

Dominique: Vielleicht kam der Rückschlag auch gerade zum richtigen Zeitpunkt. So können wir noch besser vorbereitet in so ein großes Spiel gehen. Wir haben darüber gesprochen und die Mentalität innerhalb der Mannschaft ist jetzt sogar noch ein Stückweit besser. Ich freue mich sehr auf den Vergleich – kann den Anpfiff kaum erwarten.

Die Erinnerungen an Chelsea sind nach dem letzten Jahr nicht die besten. Die Mannschaft aus dem Westen Londons ist beinahe komplett zusammengeblieben. Was erwartest du für einen Gegner?

Dominique: Wir wissen alle, was Chelsea für eine Truppe ist. Sie haben große individuelle Qualität, da muss man immer wachsam sein. Ist man einen Moment unachtsam, landet der Ball schnell im eigenen Tor. Um das zu verhindern, müssen wir zu jeder Zeit da sein und den Fokus aufrechterhalten, aber auch unsere eigenen Qualitäten zeigen – denn davon haben wir genug.

Als Defensivspielerin siehst du dich mit Ausnahmespielerinnen wie Harder und Kerr konfrontiert. Wie bereitet man sich darauf vor?

Dominique: Ich habe gegen sie natürlich schon ein paar Mal gespielt, ein bisschen Erfahrung habe ich also. In solchen Spielen muss man immer ein paar Prozentpunkte mehr geben. Passt man einmal nicht auf, sind sie an einem vorbei und machen vielleicht das Tor. Dennoch überwiegt bei mir die Vorfreude. Das sind die Spiele, für die man das ganze Jahr hart arbeitet und von denen ich schon als Kind geträumt habe.

Die UEFA Women’s Champions League präsentiert sich dieses Jahr im neuen Gewand. Wie nimmst du diese Änderungen wahr?

Dominique: Wir haben schon viele Schritte gemacht und die Weiterentwicklung der Champions League ist sicher der nächste. Daran sieht man, wie sehr der Frauenfußball mittlerweile gewachsen ist. Es ist nicht mehr selbstverständlich, dass Lyon oder Wolfsburg so weit kommen. Jede Mannschaft ist gut. Für jedes Team ist es schwierig, seine Leistungen zu wiederholen und das bringt den gesamten Sport weiter.

Du hast vier Jahre im roten Teil Londons gespielt. Wie ist deine Bilanz in Kingsmeadow?

Dominique: Ganz genau kann ich das gar nicht sagen. Im Gedächtnis geblieben ist mir aber ein Spiel, in dem wir hoch gegen Chelsea gewonnen haben – das war richtig cool. Es ist aber immer schwierig, in Kingsmeadow zu bestehen. Ich freue mich nun aber, zum ersten Mal mit dem VfL nach London zurückzukehren. 

Wölfe TV: VLOG - London calling

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