Spieler und Trainer von KAA Gent beim Abschlusstraining.
07.11.2019
Männer

„Wir glauben an uns“

KAA Gent rechnet sich auch fürs zweite Duell mit den Wölfen in der Europa League einiges aus.

Spieler und Trainer von KAA Gent beim Abschlusstraining.

Die vergangene Woche war ohne Frage eine gebrauchte für Grün-Weiß. Lange hatte sich überhaupt niemand gefunden, der dem VfL ein Bein stellen konnte. Und nun schafften es mit RB Leipzig im Pokal sowie Borussia Dortmund im Kerngeschäft gleich zwei (Spitzen-) Klubs hintereinander. Noch immer ungeschlagen aber ist der VfL Wolfsburg im Europapokal. Und auch wenn das Hinspiel bei der KAA Gent mit einer Enttäuschung endete, so habe die Leistung seiner Mannschaft in der vorvergangenen Woche in Belgien, betonte Oliver Glasner in der Medienrunde am Mittwoch, durchaus gestimmt. Später am Abend trat dann auch sein Genter Amtskollege aufs Podium – und zeigte sich für das vierte Spiel in der Europa-League-Gruppe I genauso optimistisch.

„Jeder kann jeden schlagen“

Wolfsburger Boden müsste ihm eigentlich sogar vertraut sein, schließlich hat Jess Thorup Mitte der 90er zweimal mit dem KFC Uerdingen gegen die Wölfe gespielt. „Daran kann ich mich aber wirklich nicht erinnern“, gab der immer noch gut Deutsch sprechende Däne lächelnd zu Protokoll, wechselte für alle das aktuelle Spiel betreffenden Aussagen dann aber doch ins Englische. Vor gut einem Dutzend Journalisten aus Belgien plus den Kollegen der regionalen Medien wusste er über den aktuellen VfL umso besser Bescheid und zollte ihm größten Respekt. „Trotz der zwei Wolfsburger Niederlagen, die gegen richtig gute Mannschaften zustande kamen, treffen wir auf einen sehr starken Gegner. Nach der Auslosung hätte wohl jeder gesagt: Wolfsburg wird alle Spiele gewinnen, und die anderen Teams müssen hart kämpfen, um Platz zwei zu erreichen“, so der 49-Jährige. „Nun aber ist alles eng beisammen. Alle sind ungefähr gleichwertig, und jeder kann jeden schlagen.“

Rückenwind aus der Liga

Eben das machte Thorup, der gemeinsam mit seinem Stürmer Laurent Depoitre vor den Pressevertretern saß, ebenfalls deutlich: dass die genau wie Grün-Weiß mit einem Sieg und zwei Remis in die Gruppe gestartete KAA, in der Liga zuletzt mit 3:1 über Spitzenteam Standard Lüttich erfolgreich, mit Ambitionen angereist ist. Sein Team verfüge über eine Kämpfermentalität, die man nicht kaufen, sondern sich nur über Monate aufbauen könne – exemplarisch zu sehen beim Hinspiel gegen die Wölfe. „Wir haben den festen Glauben, auch wenn wir im Rückstand liegen, dass wir nicht verlieren können. Dieses Selbstvertrauen brauchen wir auch gegen den VfL.“ Drei Mal in der Europapokalgeschichte des VfL Wolfsburg gab es bislang Duelle mit KAA Gent, keines dieser Spiele haben die Belgier gewonnen. Ginge es nach ihrem Trainer, dürfe diese Serie nun gerne enden. „Wenn wir aufs Feld gehen, dann wollen wir gewinnen. Wir glauben an uns. Aber auch ein Punkt kann in dieser Gruppe sehr wertvoll sein.“

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