VfL Wolfsburg-Trainer Stephan Lerch rollt den Ball.
29.10.2020
Frauen

„Wieder in den Rhythmus kommen“

Nach der Länderspielpause gastieren die VfL-Frauen im DFB-Pokal beim VfL Bochum.

VfL Wolfsburg-Trainer Stephan Lerch rollt den Ball.

Bevor in der FLYERALARM Frauen-Bundesliga die Top-Spiele gegen den 1. FFC Turbine Potsdam, den FC Bayern München sowie gegen Eintracht Frankfurt auf dem Spielplan stehen, wartet nach Rückkehr der Nationalspielerinnen erst einmal der DFB-Pokal auf die Wölfinnen: Nach dem üblichen Freilos in der 1. Hauptrunde ist der Titelverteidiger am kommenden Samstag, 31. Oktober (Anstoß um 14 Uhr/live auf Wölfe TV), bei den Frauen des VfL Bochum gefordert. Der West-Regionalligist hatte sich dank eines 3:0-Erfolgs gegen den FC Viktoria Berlin für die Runde der besten 32 qualifiziert. Die Partie wird im Ruhrstadion ausgetragen, Zuschauer sind nicht zugelassen.

Wieder ins Ruhrgebiet

Bereits die letzte Pokal-Saison, die Anfang Juli mit dem siebten Titelgewinn endete, begann für die VfL-Frauen im Ruhrgebiet: Beim 2:0-Erfolg gegen den Dortmunder Stadtteil-Klub SV Berghofen taten sich die Grün-Weißen schwerer als erwartet. Nun geht es also 25 Kilometer weiter westlich um den Einzug ins Achtelfinale. Das Aufeinandertreffen zwischen dem VfL Bochum und dem VfL Wolfsburg ist das erste dieser beiden „Vereine für Leibesübungen“ überhaupt. Allerdings: Am 18. August 1991 gab es – ebenfalls im DFB-Pokal – einen 5:0-Auswärtssieg des VfR Eintracht Wolfsburg gegen die SG Wattenscheid 09. Aus diesen Klubs sind später die Frauen-Abteilungen des VfL Bochum und des VfL Wolfsburg hervorgegangen. Zurück in die Aktualität: Die Bochumerinnen haben bislang alle Liga-Spiele gewonnen und in fünf Partien erst drei Gegentreffer hinnehmen müssen. Ein Aufstieg wäre zugleich auch eine Rückkehr, zwischen 2013 und 2015 spielten Bochums Frauen bereits zweitklassig. Der Rückzug in die Regionalliga erfolgte damals freiwillig.

Kurze Vorbereitung

Bei den VfL-Frauen wurde die Trainingsgruppe in dieser Woche schrittweise größer: Nach der Absage des Test-Länderspiels gegen England sind die deutschen Nationalspielerinnen bereits am gestrigen Mittwoch wieder ins Teamtraining eingestiegen. Weitere Wölfinnen, die international im Einsatz waren, folgten am heutigen Donnerstag. Viel Zeit bis zum Gastspiel in Bochum bleibt also nicht, schließlich reist der VfL-Tross wie üblich bereits einen Tag vorm Spiel an. Dass die Partie im Ruhrgebiet aufgrund des Feiertags Allerheiligen (1. November), an dem in Nordrhein-Westfalen keine Spiele stattfinden, bereits am Samstag ausgetragen wird, kommt den Grün-Weißen durchaus entgegen. Schließlich wird auch die kommende Trainingswoche eine kurze sein, das Auswärtsspiel beim 1. FFC Turbine Potsdam findet bereits am Freitag, 6. November (Anstoß um 19.15 Uhr/live auf Eurosport und Magenta Sport), statt. Im wöchentlichen Pressegespräch ging es aber erst einmal um die anstehende Aufgabe beim VfL Bochum. VfL-Cheftrainer Stephan Lerch sprach mit den Journalisten über…

…die Personalsituation: Wir trainieren heute Nachmittag erstmals wieder mit allen abgestellten Nationalspielerinnen, erst dann kann ich mir einen abschließenden Überblick verschaffen. Allerdings sind alle Spielerinnen gesund und verletzungsfrei zurückgekehrt. Shanice van de Sanden wird am Samstag aus privaten Gründen fehlen. Katarzyna Kiedrzynek ist vorzeitig von der polnischen Nationalmannschaft abgereist, da es einige positive Corona-Tests gab. Sie ist nicht betroffen, befindet sich als Vorsichtsmaßnahme allerdings im isolierten Training und ist somit keine Option für Samstag. Alex Popp hat leider noch immer mit ihrer Fußverletzung zu kämpfen, sie klagt weiter über Schmerzen. Für sie kommt diese Partie zu früh. Dafür hat Fridolina Rolfö die Zeit genutzt und steht wieder zur Verfügung. Dass die langzeitverletzten Sara Doorsoun und Ewa Pajor noch ausfallen, ist ohnehin klar.

…den Stellenwert dieses Pokalspiels: Es ist eine gute Aufgabe, um nach einer Abstellungsphase wieder reinzukommen. Man braucht schließlich immer einige Tage, um die Automatismen zu verinnerlichen. Natürlich erhoffe ich mir, dass wir mit einem deutlichen Sieg auch Selbstvertrauen für die dann kommenden schweren Aufgaben tanken werden.

…eine mögliche Rotation: Auf der einen Seite gilt es natürlich, die Belastungssteuerung im Blick zu haben. So haben Ingrid Engen und Karina Saevik noch am Dienstagabend mit Norwegen ein intensives Spiel gehabt. Es wird aber keine großen Experimente geben, schließlich wollen wir schnell wieder in den Rhythmus kommen.

…den VfL Bochum: Es war nicht möglich, an Videomaterial über den VfL Bochum zu kommen, aber natürlich haben wir auch auf anderen Wegen Informationen eingesammelt. Die Bochumerinnen haben in der Regionalliga bislang alles gewonnen, aber das muss man richtig einordnen. Es ist nicht zu erwarten, dass sie mit ihrer gewohnten Ausrichtung gegen uns agieren werden. Sie werden sicher darauf aus sein, kompakt zu stehen und Nadelstiche zu setzen. Wir müssen daher – wie immer –  in erster Linie auf uns schauen und das Tempo hochhalten. 

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