Spielerinnen der VfL Wolfsburg Frauenmannschaft freuen sich über einen Treffer.
29.09.2019
Frauen

Weiter ohne Punktverlust

Die VfL-Frauen gewinnen mit 8:1 gegen FF USV Jena und bleiben Spitzenreiter.

Spielerinnen der VfL Wolfsburg Frauenmannschaft freuen sich über einen Treffer.

Die Wölfinnen haben sich am fünften Spieltag der FLYERALARM Frauen-Bundesliga im heimischen AOK Stadion mit 8:1 (3:0) gegen den FF USV Jena souverän durchgesetzt und bleiben damit weiterhin ohne Punktverlust Tabellenführer. Die Treffer für die Elf Stephan Lerchs erzielten zweimal Alexandra Popp (8., 14.), Noelle Maritz (41.), Pernille Harder per lupenreinem Hattrick (54. FE, 57., 71.), Dominique Janssen (74.) sowie Felicitas Rauch (90.). Den Ehrentreffer für Jena markierte Karla Görlitz. Nach der nun folgenden Länderspielpause geht es für die Grün-Weißen am Freitag, 11. Oktober, in der Liga weiter. Dann gastieren die Wölfinnen zum sechsten Spieltag beim 1. FC Köln (Anstoß um 19.15 Uhr im Franz-Kremer-Stadion).

Ein halbes Dutzend Neue

Verglichen mit dem deutlichen 5:0-Rückspielerfolg unter der Woche in der UEFA Women`s Champions League gegen KFF Mitrovica warf VfL-Cheftrainer Stephan Lerch erneut die Rotationsmaschine an und brachte sechs neue Startspielerinnen. Hedvig Lindahl hütete wieder für Friederike Abt das Tor, zudem standen Lena Goeßling, Ingrid Engen, Rauch, Maritz und Popp in der Anfangsformation.  Ihren Platz räumten dafür Lara Dickenmann, Anna Blässe, Claudia Neto, Zsanett Jakabfi (alle Bank) sowie die in Mitrovica angeschlagen ausgewechselte Kristina Minde (Muskelverletzung). Die Jenaerinnen reisten mit einer 2:2-Punkteteilung gegen Köln und damit ihrem ersten Saison-Punktgewinn nach Wolfsburg.  Jenas Cheftrainer Christopher Heck brachte demgegenüber Nelly Juckel und Julie Karn für Jitka Chlastakova und Vanessa Fudalla.

Popps Doppelschlag als früher Türöffner

Von Beginn an zeigten die VfL-Frauen, gegen den Tabellenvorletzten keinen Zweifel an ihrer Favoritenstellung aufkommen lassen zu wollen. Bereits nach drei Minuten wurde es erstmals brandgefährlich für die Gäste, als Popp einen direkten Freistoß an die Unterkante der Querstange setzte, von wo das Leder wieder ins Spielfeld zurücksprang, ohne größeren Schaden anzurichten. Fünf Zeigerumdrehungen weiter hatte die VfL-Kapitänin ihr Visier dann aber noch einen Tick besser eingestellt, als sie eine Linksecke Goeßlings per Kopf zur 1:0-Führung in die Maschen beförderte. Und Popp sollte ihren zweiten Treffer bereits kurz darauf nachlegen – erneut per stark platziertem Kopfball. Dieses Mal profitierte sie von einer maßgenauen Linksflanke Rauchs. Während Wölfinnen-Keeperin Lindahl eine beschäftigungslose Halbzeit erlebte, brannte es im Strafraum von USV-Torfrau Sarah Hornschuh auch in der Folge immer mal wieder. Nachdem Pernille Harder (24., Doppelchance) und Dominique Janssen (34., Kopfball ans Lattenkreuz) ein Torerfolg noch nicht vergönnt sein sollte, sorgte schließlich Maritz per herrlichem Volley-Drehschuss von der Strafraumgrenze kurz vor der Pause für den ungefährdeten 3:0-Halbzeitstand. 

VfL Wolfsburg-Spielerin Felicitas Rauch in Schussposition.

Harder freut sich über Hattrick

Auch Durchgang zwei begann mit einem ersten grün-weißen Hochkaräter, doch der Schlenzer Joelle Wedemeyers aus der Distanz verfehlte den linken Pfosten haarscharf (46.). Drei Minuten später stand es dann aber plötzlich nur noch 3:1, die Gäste konnten mit ihrer allerersten und am Ende einzigen Torchance verkürzen – und das durchaus sehenswert: Die gerade eingewechselte Görlitz traf per Kopfball-Bogenlampe genau in den rechten Winkel (49.). Erneute 180 Sekunden später war dann aber der alte Abstand bereits wiederhergestellt, nach einem Foul an Maritz verwandelte Harder den fälligen Strafstoß souverän (52.). Nun rollte der VfL-Express wieder. Nachdem Popp in der 57. Minute zunächst noch per Kopf am Pfosten gescheitert war, war es erneut die inzwischen für diese als Sturmspitze agierende Harder, welche noch in derselben Minute per herrlichem Heber auf 5:1 stellte. Die Partie war längst entschieden, die Wölfinnen aber blieben durchaus angriffslustig. So touchierte ein Distanzversuch Goeßlings noch die Querlatte (63.). Nach 71 Minuten durfte dann noch einmal besonders gejubelt werden, Goalgetterin Harder gelang mit dem 6:1 ein lupenreiner Hattrick. Doch es war immer noch nicht Schluss mit dem grün-weißen Torreigen: Dominique Janssen sollte per Kopfball-Heber sogar noch der siebte Streich gelingen (74.), dem quasi mit dem Schlusspfiff der achte und damit letzte Treffer durch Rauch folgte.

„Souverän gelöst“

VfL-Cheftrainer Stephan Lerch: Die frühen Tore taten unserem Spiel gut, weil wir einfach wussten, dass es – wie so häufig in der Saison – gegen eine tiefstehende Mannschaft schwer werden kann. Wir hatten uns schon auf eine Fünferkette eingestellt, auf die wir treffen würden. Wir hatten angesprochen, dass wir bei Standards gefährlich werden und generell über außen agieren müssen. Deswegen war auch Alex Popp in der Spitze, um mit ihrer Kopfballstärke für Gefahr zu sorgen. So ist dann ja auch das zweite Tor gefallen. Auch in der zweiten Halbzeit haben wir es souverän gelöst, waren dominant, auch wenn wir es nicht immer so klar ausgespielt haben. Dennoch waren noch ein paar gute Chancen inklusive Aluminiumtreffern dabei. Wir dürfen uns darüber freuen, am Ende einer Englischen Woche mit einigen Verletzungen in letzter Zeit noch einmal solch ein Ergebnis hinzulegen. Jetzt können wir mal kurz durchatmen und uns sehen, dass wir unser Lazarett vielleicht wieder ein wenig verkleinern. Um dann wieder da weiterzumachen, wo wir heute aufgehört haben.

VfL Wolfsburg: Lindahl – Wedemeyer, Janssen, Goeßling, Rauch –Gunnarsdottir (74. Neto), Engen – Wolter (62. Jakabfi), Harder (74. Dickenmann), Maritz – Popp 

FF USV Jena:  Hornschuh – Weiß, Tellenbröker, Arnold, Sedlackova, Seiler – Juckel (46. Görlitz), Karn (89. Kremlitschka), Julevic, Graser – Meyer (83., Kreil) 

Tore: 1:0 Popp (8.), 2:0 Popp (14.), 3:0 Maritz (41.), 3:1 Görlitz (49.), 4:1 Harder (54., FE), 5:1 Harder (57.), 6:1 Harder (71.), 7:1 Janssen (74.), 8:1 Rauch (90.)

Schiedsrichterin: Sandra Stolz (Pritzwalk)

Zuschauer: 1.473 am Sonntagmittag im AOK Stadion


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