Die VfL Wolfsburg-Spielerinnen umarmen sich und jubeln.
04.11.2018
Frauen I

Weiter auf Erfolgskurs

VfL-Frauen bauen ihre beeindruckende Serie aus: 2:1-Auswärtssieg in Duisburg.

Die VfL Wolfsburg-Spielerinnen umarmen sich und jubeln.

Auch am Ende von drei intensiven englischen Wochen ließ der VfL Wolfsburg in der Allianz Frauen-Bundesliga nichts anbrennen: Der Tabellenführer baute seine Erfolgsserie mit einem 2:1-Auswärtssieg gegen den MSV Duisburg aus, musste dabei lediglich das erste Gegentor in der laufenden Spielzeit hinnehmen. Beim achten Liga-Sieg im achten Saisonspiel trafen Noelle Maritz (61. Spielminute) und Pernille Harder (69.) für die Grün-Weißen, die in der Schlussphase noch hochkarätige Möglichkeiten ungenutzt ließen. In der Tabelle konnten die Wölfinnen damit ihren Vorsprung auf den ersten Verfolger FC Bayern München, der nur unentschieden spielte, auf sieben Zähler ausbauen. Das nächste Pflichtspiel findet erst nach der Länderspiel-Pause statt: Am Sonntag, 18. November (Anstoß um 14 Uhr), gastiert der Titelverteidiger im DFB-Pokal-Achtelfinale bei Süd-Regionalligist FC Forstern.

Vier Änderungen in der Startformation

Im siebten Pflichtspiel binnen 22 Tagen musste VfL-Trainer Stephan Lerch – wie schon beim 6:0-Rückspiel-Erfolg bei Atlético Madrid im Achtelfinale der UEFA Women’s Champions League – auf die angeschlagene Mittelfeldakteurin Sara Gunnarsdottir verzichten. Auch die verletzten Katharina Baunach, Jana Burmeister, Lara Dickenmann und Lena Goeßling standen im Duisburger Stadtteil Homberg nicht zur Verfügung. Im Vergleich zum erfolgreichen Champions-League-Auftritt in der spanischen Hauptstadt rückten Anna Blässe, Kristine Minde, Ella Masar und Pia-Sophie Wolter für Babett Peter, Caroline Hansen, Ewa Pajor und Alexandra Popp in die Startformation.

Ereignisarme erste Hälfte mit Nachschlag

Die mitgereisten Fans der Wölfinnen erlebten eine Anfangsphase mit Sorgenfalten auf der Stirn: Kaum zwei Minuten waren gespielt, als Almuth Schult eine längere Behandlung in Anspruch nehmen musste, zunächst aber weiterspielen konnte. Gegen wie erwartet defensiv eingestellte Duisburgerinnen agierten die Grün-Weißen geduldig: Wie von Lerch gefordert, ließen die Gäste den Ball laufen und suchten die Lücke im Zebra-Bollwerk. Nennenswerte Tormöglichkeiten blieben jedoch die Ausnahme. In der 37. Minute ging es dann für die am Fuß verletzte Schult doch nicht weiter: Mary Earps ersetzte die deutsche Nationaltorhüterin und realisierte damit ihr Bundesliga-Debüt. Wenig später versuchte es Harder mit einem 18-Meter-Freistoß, der sein Ziel knapp verfehlte. Es war einer der wenigen Abschlüsse in einer insgesamt ereignisarmen ersten Hälfte, die auf Grund diverser Unterbrechungen um stolze sieben Minuten verlängert wurde und in der es beinahe doch noch „geklingelt“ hätte: Eine Hereingabe von Wolter segelte knapp vor der Torlinie an Freund und Feind vorbei.

Schnelle Antwort auf ersten Gegentreffer

Für die zweite Hälfte hatten sich die Wölfinnen einiges vorgenommen – und schon nach 90 Sekunden hatte Harder per Kopfball die beste Chance der gesamten Partie. In der 55. Minute stieg Europas Fußballerin des Jahres erneut zu einem Kopfball hoch, diesmal nach einem Freistoß der kurz zuvor eingewechselten Hansen, die für Belebung im Offensivspiel sorgte. Der Druck des Tabellenführers nahm nun zu, die Führung lag in der Luft. Und sie fiel: Nach einem abgeblockten Schuss von Harder platzierte Maritz das Leder gefühlvoll im rechten Eck (61.). Das 1:0 war auf Grund des Spielverlaufs mehr als verdient, doch der Zwischenstand hatte nur fünf Minuten Bestand: Meikayla Moore überwand Earps nach einem Freistoß per Kopf – 1:1 (66.). Es war der erste Gegentreffer der Wölfinnen in der gesamten Saison. Ein Schock für Grün-Weiß? Denkste! Nur 180 Sekunden später hatte der VfL Wolfsburg die passende Antwort parat: Nach einer gut getimten Flanke von Hansen war Harder diesmal mit dem Kopf erfolgreich – 2:1 (69.). In der 83. Minute brannte es erneut lichterloh im Strafraum der Zebras, doch Harder und Hansen brachten den Ball nach starker Vorarbeit von Popp nicht im Tor unter. Vier Minuten später war es Hansen, die von der linken Seite nach innen zog und mit rechts abschloss – knapp drüber. In der Nachspielzeit scheiterte die Norwegerin aus kurzer Distanz an MSV-Torhüterin Meike Kämper. Der Tabellenführer verpasste es in diesen Minuten, das Resultat deutlicher zu gestalten. Auf der anderen Seite: Auch für ein 2:1 werden drei Punkte in der Tabelle gutgeschrieben. Und nichts Anderes war am Ende von drei englischen Wochen in Folge die Zielsetzung.

VfL Wolfsburg-Spielerin Pernille Harder breitet im Laufen die Arme aus und jubelt über ihren Treffer.

„Hartes Stück Arbeit“

Stephan Lerch: Wir sind glücklich und erleichtert über diese drei Punkte. Duisburg hat uns über weite Strecken früh attackiert. Oft waren wir einen Schritt zu spät oder gedanklich nicht auf der Höhe. Man hat gesehen, dass wir in den letzten Wochen Kraft gelassen hatten. In der Pause haben wir angesprochen, dass wir über den Kampf kommen und unsere Chance verstärkt über Standards suchen müssen. Dieser Plan ist aufgegangen. Kompliment an die Mannschaft, dass sie dieses Spiel dann so angenommen hat. Hinter uns liegt eine sehr intensive und erfolgreiche Phase, die wir mit diesem Erfolg noch einmal abrunden konnten.

MSV Duisburg: Kämper – Angerer (81. Ciesielska), Zielinski, O’Riordan, Moore, Radtke – Morina (68. Rybacki), Stoller, Dunst, Richter – Hoppius (74. Härling)

VfL Wolfsburg: Schult (37. Earps) – Blässe, Fischer, Doorsoun, Maritz – Neto – Wolter (71. Popp), Masar (54. Hansen), Harder, Minde – Jakabfi

Gelbe Karten: Geldona, O‘Riordan / Neto, Hansen

Tore: 0:1 Maritz (61.), 1:1 Moore (66.), 1:2 Harder (69.)

Zuschauer: 572 am Sonntagnachmittag im PCC-Stadion

Schiedsrichterin: Christine Weigelt (Leipzig)

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