Trainerin Britta Carlson.
26.04.2018
Frauen I

Wechsel zum DFB

Britta Carlson wird neue Co-Trainerin der deutschen Frauen-Nationalmannschaft.

Trainerin Britta Carlson.

Nach insgesamt neun Jahren Grün-Weiß nimmt Britta Carlson am Saisonende auf eigenen Wunsch Abschied von Wolfsburg. Die Co-Trainerin des VfL Wolfsburg kündigte ihren Vertrag beim Frauenfußball-Bundesligisten zum Saisonende und wechselt zum Deutschen Fußball-Bund, wo sie in gleicher Funktion im Trainerstab der neuen Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg für die deutsche Frauen-Nationalmannschaft tätig sein wird. Aufgrund ihrer Verdienste für den VfL Wolfsburg kam der Verein dem Anliegen des DFB nach, dass Britta Carlson bereits beim Testspiel des Nationalteams am 10. Juni im kanadischen Hamilton mit dabei sein kann. Somit tritt die 40-Jährige ihre neue Stelle bei den DFB-Frauen unmittelbar nach dem letzten Pflichtspiel der Wölfinnen an, dem finalen Bundesligaspiel gegen den 1. FC Köln am 3. Juni. Wer die vakante Co-Trainerposition bei den VfL-Frauen besetzen wird, steht noch nicht fest, eine Entscheidung in dieser Personalie wird aber zeitnah fallen.

„Mein großer Traum“

„Ich gehe mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Wolfsburg ist längst zu meiner zweiten Heimat geworden. Ralf Kellermann und ich haben uns über die Jahre perfekt ergänzt und unzählige unvergessliche Momente und Titelgewinne gemeinsam erleben dürfen. Zum Abschluss darf ich auch jetzt mit einem tollen Trainerteam und einer absolut überragenden Mannschaft hoffentlich noch einige Erfolge feiern. Es war immer mein großer Traum, einmal für die deutsche Nationalmannschaft arbeiten zu dürfen. Dass dieser Wunsch nun in Erfüllung geht, ist fantastisch. Mein Dank gilt all den Menschen, die ich in den vergangenen Jahren kennenlernen und mit denen ich so gut und erfolgreich zusammenarbeiten durfte und natürlich auch den Verantwortlichen des VfL Wolfsburg, die es mir ermöglicht haben, schon beim Kanada-Spiel mit dabei zu sein. Bis dahin gilt meine volle Konzentration aber einzig und allein dem VfL, mit dem wir den maximalen Erfolg in dieser Saison schaffen wollen“, sagt Britta Carlson, die 2007 als Spielerin von Turbine Potsdam zum VfL Wolfsburg gekommen war und nach einem Jahr in den Trainerstab des damaligen Cheftrainers und heutigen Sportlichen Leiters Ralf Kellermann wechselte, dem sie mit einer zweijährigen Unterbrechung bis heute angehört. Gemeinsam formten sie aus den Wölfinnen ein Spitzenteam und Aushängeschild des VfL und konnten mit zwei Deutschen Meistertitel, drei DFB-Pokalsiegen und einem Erfolg in der UEFA Women´s Champions League bislang sechs Titelgewinne feiern. Eine beeindruckende Bilanz, die nach dieser Saison im Optimalfall sogar auf neun Titel ausgebaut werden kann.

„Eine Top-Trainerin, die alles für den Erfolg gibt“

Auch für Ralf Kellermann heißt es daher Abschied nehmen von einer Weggefährtin, mit der er, bei einer Unterbrechung von zwei Jahren, viele Jahre eng und vertrauensvoll zusammengearbeitet hat. „Natürlich endet damit auch für mich eine langjährige gemeinsame Geschichte. Brittas Weggang ist ein großer sportlicher und menschlicher Verlust. Dennoch überwiegt die Freude, dass sie für diese anspruchsvolle Aufgabe ausgewählt wurde und sie auch bereit war, diesen großen Schritt zu gehen. Der DFB erhält eine Top-Trainerin, die alles für den gemeinsamen Erfolg gibt und viele wichtige neue Impulse einbringen wird. Wir wünschen Britta alles erdenklich Gute und freuen uns, wenn sie das eine oder andere Mal bei unseren Spielen im AOK Stadion vorbeischauen wird. Sie ist jederzeit willkommen, denn sie hat großen Anteil an der Erfolgsgeschichte der vergangenen Jahre“, so der Sportliche Leiter des VfL.

„Um den VfL verdient gemacht“

Für VfL-Geschäftsführer Dr. Tim Schumacher war schnell klar, dass die Wolfsburger der Bitte des DFB, Britta Carlson schon vor dem offiziellen Vertragsende zur Nationalmannschaft ziehen zu lassen, nachkommen werden. „Britta Carlson hat sich um den Frauenfußball in Wolfsburg und damit auch besonders den VfL sehr verdient gemacht, daher wollten wir dem DFB auch keine Steine in den Weg legen und auf das Erfüllen des Vertrages bis Ende Juni bestehen. Wir wissen, dass sie bis zum letzten Saisonspiel alles für den VfL geben wird und das allein ist, was zählt. Natürlich hätten wir sie gerne weiterhin bei unseren Wölfinnen gesehen, aber wir haben auch volles Verständnis, dass sie die Chance nutzen will, ihren Traum zu verwirklichen. Auch wenn wir mit ihr eine absolute Fachfrau verlieren, werden wir alles daran setzen, diese wichtige Co-Trainerposition so schnell wie möglich wieder ebenso stark neu zu besetzen. Das ist von uns ein deutliches Signal, dass der Frauenfußball in Wolfsburg auch weiterhin eine besonders herausragende Stellung einnimmt und wir in diesem Bereich auch in den kommenden Jahren so erfolgreich wie möglich auf höchstem professionellem Niveau arbeiten werden.“

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