19.05.2019
Frauen

Vizemeister trotz Niederlage

Die U20-Frauen des VfL Wolfsburg unterliegen dem 1. FFC Frankfurt II mit 0:1.

Mit einem eigenen Sieg und ein wenig Schützenhilfe der TSG 1899 Hoffenheim II gegen den Konkurrenten FC Bayern München II hätten sich die U20-Frauen des VfL Wolfsburg zum ersten Meister der eingleisigen 2. Frauen-Bundesliga küren können. Dieser Plan sollte allerdings nicht aufgehen: Nach engen 90 Minuten beim abstiegsbedrohten 1. FFC Frankfurt II stand für die Jungwölfinnen die Vizemeisterschaft, die Grün-Weißen verabschiedeten sich mit einer knappen 0:1-Auswärtsniederlage im Stadion am Brentanobad in die Sommerpause.

Zwei Neue in der Startelf

Im Vergleich zur 1:3-Heimniederlage gegen den SV Meppen stellte VfL-Trainer Saban Uzun auf zwei Positionen um, unter anderem zwischen den Pfosten: Melina Loeck, die am vergangenen Wochenende mit der ersten Mannschaft den Meistertitel feierte, nahm den Platz von Julia Kassen ein. Für Michaela Brandenburg stand Leonie Stenzel in der Startformation.

VfL gerät in Rückstand

Die Anfangsphase des Duells zweier Zweitvertretungen verlief auf Augenhöhe: VfL-Stürmerin Stenzel versuchte sich als Erste (7.), auf der Gegenseite verpasste Frankfurts Margarita Gidion knapp (13.). Nach einer Viertelstunde folgte dann die erste Hiobsbotschaft aus Sicht der Grün-Weißen: Meisterkonkurrent FC Bayern München II ging im Auswärtsspiel bei der TSG in Führung. Und auch in der Mainmetropole sprach das Ergebnis in dieser Phase gegen das Team aus der Autostadt: Nach 23 Minuten setzte sich Frankfurts Stürmerin Chiara Hahn gegen VfL-Innenverteidigerin Meret Wittje durch, lief alleine aufs Tor zu und versenkte den Ball zur Führung im rechten Eck. Die gut aufspielenden Gastgeberinnen machten es dem Favoriten auch in der Folge schwer. Die Versuche von Lotta Cordes per Kopfball und Lea Krüger per Fernschuss brachten keinen Erfolg, sodass es für den VfL mit einem 0:1-Rückstand in die Kabine ging.

Spannend bis zum Schluss

Zur Pause stellte VfL-Trainer Uzun taktisch um, brachte zudem Brandenburg für Stenzel in die Partie. Während die Grün-Weißen auch nach einer Stunde dem Rückstand hinterherliefen, erhöhte der Titelkonkurrent aus Bayern im Parallelspiel auf 2:0 – der Kampf um die Meisterschaft schien entschieden. Zurück zum Duell der Jungwölfinnen: Die eingewechselte Rita Schumacher hatte die Chance zum Ausgleich auf dem Fuß, scheiterte jedoch an FFC-Torfrau Erichsen (68.). Nun folgten erfreuliche Nachrichten aus dem Kraichgau: Die TSG glich gegen den Konkurrenten Bayern II aus – kurz darauf ging der Spitzenreiter aus Süddeutschland aber schon wieder in Führung. Der Spielstand bei den Jungwölfinnen war weiterhin unverändert. An diesem Tag wollte der Ball gegen Frankfurt II, das den Klassenerhalt perfekt machte, einfach nicht ins Tor. Am Ende verabschiedeten sich die U20-Frauen des VfL mit einem 0:1 in die Sommerpause. Trotz dieser Niederlage beendet das Team von Trainer Uzun die erste Saison in der eingleisigen 2. Frauen-Bundesliga auf einem sehr guten zweiten Platz.

„Stolz auf die Mädels“

VfL-Trainer Saban Uzun: Uns hat in der ersten Hälfte der Dampf gefehlt, das Gegentor hat uns das Genick gebrochen. Man hat den Mädels die Enttäuschung in der Pause angemerkt. Da mussten wir viel Überzeugungsarbeit leisten. Schade, dass es trotz der Steigerung in der zweiten Halbzeit am Ende nicht gereicht hat. Direkt nach dem Abpfiff ist die Enttäuschung natürlich sehr groß. Aber ich habe den Mädels sofort im Kreis nach dem Spiel gesagt, dass ich sehr stolz auf sie bin. Wir haben es uns über die gesamte Saison gesehen ermöglicht, am letzten Spieltag Meister werden zu können. Die Freude darüber wird sicherlich in ein oder zwei Tagen kommen.

1. FFC Frankfurt II: Erichsen – Biermann (69. Linke), Ostermeier, Trepohl, von Drigalski – Hirata, Scharly, Krawczyk, Limani (65. Berg/90. Brandt) – Hahn, Gidion

VfL Wolfsburg: Loeck – Jubel (65. Daikeler), Wittje (65. Schumacher), Räcke, Krüger – Baaß, Cordes, Runge, Memeti – Stenzel (46. Brandenburg), Lange

Tor: 1:0 Hahn (23.)

Gelbe Karten: Hirata, Hahn

Zuschauer: 235 am Sonntagnachmittag im Stadion am Brentanobad

Schiedsrichterin: Marina Bachmann (Sulzbach am Main)

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