Yannick Gerhardt jubelt mit Paulo Otavio nach dem Tor zum 3:0.
23.02.2020
Männer

Viermal zugeschlagen

Der VfL schlägt den 1. FSV Mainz 05 mit 4:0.

Yannick Gerhardt jubelt mit Paulo Otavio nach dem Tor zum 3:0.

Die Wölfe haben sich am Sonntagabend mit einem souveränen 4:0 (2:0) – Erfolg gegen Mainz 05 wieder auf den siebten Tabellenplatz vorgeschoben. Die Treffer für das Team Oliver Glasners erzielten Josip Brekalo (21.), zweimal Renato Steffen (45., 68.) sowie Yannick Gerhardt (49.). Sein Bundesliga-Debüt feierte in der Schlussphase U23-Stürmer Mamoudou Karamoko. Nun warten zum Abschluss der Englischen Wochen noch zwei Auswärtsreisen auf die Wölfe. Mit dem Rückspiel in Malmö geht es am kommenden Donnerstag, 27. Februar, zunächst um den Einzug in das Achtelfinale der UEFA Europa League (Anstoß um 18.55 Uhr). Drei Tage später (Sonntag, 1. März) gastieren die Grün-Weißen dann im Ligabetrieb in Köpenick bei Union Berlin (Anstoß um 13.30 Uhr).

Drei Änderungen zum Malmö-Spiel

Nach dem 2:1-Hinspielerfolg am Donnerstag in der UEFA Europa League gegen Malmö FF war VfL-Cheftrainer Oliver Glasner gezwungen, seine Anfangsformation zu verändern. Paulo Otavio, Steffen und Daniel Ginczek rückten für Jerome Roussillon (Zerrung aus dem Malmö-Spiel), Maximilian Arnold (Gelbsperre) und Admir Mehmedi (Bank) in die erste Elf. Für Kapitän Josuha Guilavogui (Kniereizung) kam eine Rückkehr in den Kader noch zu früh. In diesem standen dafür mit Luca Horn, Iba May und Karamoko gleich drei U23-Nachwuchstalente. Im Vergleich zum torlosen Remis gegen Schalke 04 am vergangenen Wochenende veränderte FSV-Chefcoach Achim Beierlorzer seine Startelf auf lediglich einer Position: Ronael Pierre-Gabriel spielte für Jeremiah St. Juste (Oberschenkelverletzung), was auch eine Umstellung von Dreier- auf Viererkette zur Folge hatte.

Brekalo überrascht Zentner…

6:0-Ecken für die Gäste nach drei Minuten –  der Tabellen-15. aus der Karnevalshochburg begann in der Volkswagen Arena auffallend forsch. Wirkliche Gefahr konnten die Nullfünfer jedoch mit den ruhenden Bällen nicht heraufbeschwören. Im Anschluss übernahmen die Hausherren dann aber die Initiative, ohne jedoch ihrerseits wirklich in die entscheidende Zone zu kommen. So stand nach den ersten höhepunktarmen 20 Minuten lediglich ein missglückter Abschluss Gerhardts (15.) zu Buche. Das sollte sich in der 21. Minute schlagartig ändern: Wout Weghorst legte zurück auf Brekalo und der Kroate knallte das Leder aus 22 Metern mit links in den rechten Giebel, FSV-Keeper Robin Zentner war nur noch mit den Fingerspitzen dran, konnte den Einschlag letztlich aber nicht mehr verhindern – 1:0 für die Wölfe durch Brekalos dritten Saisontreffer.

… und Steffen nutzt Mainzer Slapstick-Abwehraktion

Der FSV kam nach 28 Minuten zu seiner ersten und einzigen Chance des ersten Durchgangs, doch Adam Szalais Kopfball, erneut nach einer Ecke, war zu hoch angesetzt. Auch der VfL glänzte insgesamt nicht mit Torgefahr, zeigte sich aber extrem effektiv und schlug kurz vor dem Seitenwechsel noch einmal kurios zu: Ginczek hatte sich am linken Flügel stark gegen Pierre-Gabriel durchgesetzt, seine Hereingabe wurde von Jeffrey Bruma so unglücklich abgefälscht, dass Zentner große Mühe hatte zu parieren. Moussa Niakhate wollte die Kugel rausschlagen, traf aber erneut nur Zentner. Nutznießer der Slapstick-Einlage war schließlich Steffen, der nur noch einnicken musste (45.). Fast hätte Ginczek sogar noch einmal nachlegen können, sein wuchtiger Abschluss strich aber knapp rechts vorbei (45. +1).

VfL Wolfsburg-Spieler Renato Steffen jubelt neben seinen Mitspielern über seinen Treffer.

Gerhardt macht den Deckel drauf

Und Grün-Weiß sollte diese Effizienz auch mit aus der Pause nehmen. Gerade einmal vier Minuten waren gespielt, da stand es 3:0: Erneut war es Ginczek, der sich nach starkem Steffen-Pass resolut gegen Bruma durchsetzte und von der rechten Grundlinie mustergültig flach ins Zentrum spielte, wo Gerhardt nur noch zur Vorentscheidung eindrücken musste (49.). Nun konnten die Wölfe befreit aufspielen, Steffens Direktabnahme nach genialer Otavio-Vorlage strich aber über die Querlatte (59.). Kurz danach scheiterte dann der durchgebrochene Brekalo an Zentner (64.), dann knallte Weghorst das Spielgerät über den Kasten (65.).

Steffen zaubert den Doppelpack

In Minute 68 folgte dann ein genialer Auftritt Steffens: Der Schweizer tankte sich in einem sehenswerten Sololauf inklusive Zidane-Marseillaise durch die indisponierte Mainzer Abwehrreihe, um dann mit der Pike in die lange linke Ecke zum 4:0 abzuschließen. Das vierte Saisontor war dann auch die letzte Aktion des zweifachen Torschützen, Joao Victor ersetzte ihn. Die Gäste aus Rheinhessen wollten sich aber nicht aufgeben und kamen fast zu ihrem Ehrentreffer, doch der Kopfball des eingewechselten Jean-Philippe Mateta klatschte an den linken Pfosten (75.). Die Partie war aber längst entschieden, Xaver Schlager auf der einen (79.) und Karim Onisiwo auf der anderen Seite verpassten weitere Gelegenheiten (80.). Trotzdem brandete noch einmal Jubel im Rund auf, als U23-Goalgetter Karamoko acht Minuten vor Spielende für Brekalo eingewechselt wurde und somit erstmals die Luft der Eliteliga schnuppern durfte.

VfL Wolfsburg: Casteels – Mbabu, Knoche, Brooks, Otavio – Gerhardt, Brekalo (82. Karamoko), Schlager, Steffen (71. Victor) – Weghorst, Ginczek (73. Mehmedi)

1.FSV Mainz 05: Zentner – Pierre-Gabriel, Bruma, Niakhate, Brosinski (62. Onisiwo) – Baku, Barreiro (46. Boetius), Latza – Öztunali (66. Mateta), Quaison, Szalai

Tore: 1:0 Brekalo (21.), 2:0 Steffen (45.), 3:0 Gerhardt (49.), 4:0 Steffen (68.)

Gelbe Karten: - / Barreiro, Pierre-Gabriel

Zuschauer: 21.058 am Sonntagabend in der Volkswagen Arena

Schiedsrichter: Benjamin Cortus (Röthenbach)

Matchcenter: Alle Infos zur Partie

Wölfe TV: Stimmen nach dem Spiel

Stimmen der Trainer zur Partie


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