Einige Spielerinnen der VfL Wolfsburg-Frauenmannschaft stehen beisammen und bejubeln einen Treffer.
22.04.2019
Frauen

Vier Punkte vorn

Die VfL-Frauen bauen die Tabellenführung mit einem 5:0 gegen den MSV Duisburg aus.

Einige Spielerinnen der VfL Wolfsburg-Frauenmannschaft stehen beisammen und bejubeln einen Treffer.

Auf dem Weg zur fünften Deutschen Meisterschaft haben die Frauen des VfL Wolfsburg am Ostermontag einen wichtigen Sieg eingefahren: Der aktuelle Double-Gewinner setzte sich vor 1.690 Zuschauern im AOK Stadion mit 5:0 (2:0) gegen den MSV Duisburg durch und liegt in der Tabelle der Allianz Frauen-Bundesliga nun vier Zähler vor dem FC Bayern München. Die Konkurrentinnen aus dem Süden waren im vorgezogenen Auswärtsspiel beim SC Sand nicht über ein 1:1 hinausgekommen. Ewa Pajor, Zsanett Jakabfi, Nilla Fischer, Pernille Harder und Alexandra Popp erzielten die Treffer für die in allen Belangen überlegenen Grün-Weißen. Am kommenden Sonntag, dem 28. April (Anstoß 14 Uhr), steht ein weiteres Heimspiel auf dem Programm: Mit einem Sieg gegen den SC Sand könnten sich die Wölfinnen bereits einen „Matchball“ erarbeiten – der Titelgewinn wäre dann am vorletzten Spieltag bei der TSG 1899 Hoffenheim (5. Mai, Anstoß 14 Uhr) realisierbar.

Drei Änderungen

Im Vergleich zum 5:0-Erfolg bei Bayer 04 Leverkusen am letzten Wochenende nahm VfL-Cheftrainer Stephan Lerch drei Änderungen in der Startformation vor: Für Noelle Maritz, Claudia Neto und die kurzfristig ausgefallene Kristine Minde spielten Babett Peter, Anna Blässe und Jakabfi.

Zwei Tore in drei Minuten

Die Gastgeberinnen nahmen das Heft gleicht von Beginn an in die Hand und setzten sich in der gegnerischen Hälfte fest: In der achten Minute bediente Pajor die mitgelaufene Caroline Hansen, doch deren Schuss wurde abgelockt. Nach knapp einer Viertelstunde war die Gegenwehr der „Zebra-Frauen“ dann gebrochen: Eine flache Hereingabe von Anna Blässe nutzte Pajor, um aus kurzer Distanz ihren 23. Saisontreffer zu erzielen – 1:0. Und einmal in Torlaune, legten die Grün-Weißen gleich nach: Jakabfi war es vorbehalten, nach einer Pajor-Vorlage zum 2:0 einzuschieben (17.). Zehn Minuten später musste dann Almuth Schult zum ersten Mal eingreifen: Die VfL-Torhüterin lenkte einen Schuss von Kathleen Radtke mit den Fingerspitzen über die Latte. Fünf Minuten später stand Duisburgs Geldona Morina ein wenig zu frei, doch ihr Schuss ging am zweiten Pfosten vorbei. Die Gäste aus dem Ruhrgebiet befreiten sich in dieser Phase ein wenig von dem Dauerdruck der Anfangsphase, während die VfL-Frauen in ihren Angriffen nun nicht mehr so konsequent wir zuvor wirkten. Glück hatte Claire O`Riordan kurz vor dem Halbzeitpfiff, als sie für ein Foul an Pajor nur die Gelbe Karte sah – die Torjägerin hätte „freie Bahn“ in Richtung MSV-Gehäuse gehabt. Kurz darauf verfehlte Hansen das Ziel bei einem 14-Meter-Schuss nur knapp.

Fischer eröffnet die zweite Hälfte

Die zweite Hälfte begann mit einem Tor der Kapitänin: Fischer stand nach einer Flanke von Alexandra Popp frei vorm Kasten und ließ sich nicht zwei Mal bitten – 3:0 (49.). Spätestens jetzt war der Oster-Dreier so gut wie im Nest – und auch danach blieben die Wölfinnen aktiv und beschränkten sich keineswegs nur darauf, das Ergebnis über die Zeit zu bringen. Allerdings blieb der MSV Duisburg ein unangenehmer Gegner: Das Team des Ex-Wolfsburgers Thomas Gerstner – der Gäste-Trainer spielte in der Saison 1993/94 in Grün-Weiß – stand weiter kompakt und verdichtete die Räume. Dies nützte in der 72. Minute allerdings nichts: Nach einer gut getimten Flanke von Blässe nickte Harder zum 4:0 ein. Sieben Minuten später zirkelte Popp den Ball zum 5:0 ins lange Eck – es war zugleich der Schlusspunkt unter einem erfolgreichen Osterfeiertag.

„Gelungener Ostermontag“

VfL-Cheftrainer Stephan Lerch: Wir sind gut reingekommen und haben sofort Kontrolle über das Spiel erlangt, allerdings hatten wir auch die eine oder andere brenzlige Situation zu überstehen. Dass wir dann zwei Tore kurz hintereinander geschossen haben, hat uns noch einmal Sicherheit gegeben. Gegen Ende der Hälfte hat uns ein wenig die Präzision im Passspiel gefehlt, das haben wir auch in der Pause angesprochen. In der zweiten Halbzeit sind wir dann sehr souverän aufgetreten und haben mit dem Ballbesitz einiges anfangen können. Entsprechend verdient waren die weiteren Treffer, so dass wir unter dem Strich von einem gelungenen Ostermontag sprechen können!

VfL Wolfsburg: Schult – Blässe (79. Maritz), Fischer, Goeßling, Peter – Hansen (62. Wolter), Gunnarsdottir, Popp, Jakabfi – Harder, Pajor (74. Doorsoun)  

MSV Duisburg: Kämper – Zielinski, O`Riordan (83. Gottschling), Harsanyova, Lange – Moore – Dunst, Morina (88. Angerer), Radtke, Makas (74. Halverkamps) – Hoppius

Tore: 1:0 Pajor (15.), 2:0 Jakabfi (17.), 3:0 Fischer (49.), 4:0 Harder (72.), 5:0 Popp (79.)

Gelbe Karten: O`Riordan, Harsanyova

Zuschauer: 1.690 am Ostermontag-Nachmittag im AOK Stadion

Schiedsrichterin: Christine Weigelt (Leipzig)

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