25.01.2019
Frauen

„Viel mitgenommen und gelernt“

Wölfinnen-Talent Pia-Sophie Wolter im Interview.

Im vergangenen Sommer stieß Pia-Sophie Wolter zum Team der Wölfinnen. Die mittlerweile 21-Jährige wechselte von Werder Bremen zu den Double-Siegerinnen. Seither haben Fans der Wölfinnen schon so manches Mal ihr Talent in den Pflichtspielen bestaunen können. Mit Einsatz, Unbekümmertheit und viel Fleiß in der täglichen Trainingsarbeit hat sich die Offensiv-Allrounderin an das Stammpersonal herangepirscht und dabei so manche Spielminute eingeheimst. Im Interview lässt Wolter die zurückliegenden Monate bei Grün-Weiß Revue passieren und spricht über die Arbeit im Wintertrainingslager an der Algarve. 

Hallo Pia, die ersten zwei Tage des Trainingslagers mit intensiven Einheiten liegen nun hinter euch. Was sagt der Körper?

Pia-Sophie Wolter: Noch geht es – ich verkrafte es besser als die Sommervorbereitung (lacht). Es ist einfach schön, dass wir hier bei Sonnenschein und 20 Grad trainieren können, während es zu Hause schneit. 

Die Sommervorbereitung war dein erstes Trainingslager mit dem VfL. Wie hast du die Zeit seither erlebt?

Pia-Sophie: Ich sage immer, dass es besser lief als ich zunächst angenommen hatte, weil ich mich rasch an die neue Umgebung, das schnellere Tempo im Training und das höhere Niveau gewöhnt habe. Ich bin auch auf meine Spielzeit gekommen, was logischerweise vorher nicht abzusehen war. Seit dem vierten Spieltag konnte ich kontinuierlich Spielminuten sammeln. Dadurch habe ich viel mitgenommen und gelernt. 

548 Pflichtspielminuten hast du bisher sammeln können. Das ist für eine junge Spielerin mehr als ordentlich. Hättest du mit einer solchen Zahl gerechnet?

Pia-Sophie: Nein, gar nicht. Ich habe von Beginn an gemerkt, dass das Niveau sehr viel höher ist und es schwer wird, Einsatzzeiten zu sammeln. Ich habe dann auch von dem einen oder anderen Ausfall profitiert und dadurch mal zehn oder auch 15 Minuten Spielzeit bekommen. Ich versuche, diese Zeit im Spiel zu nutzen und mich immer im Training anzubieten. 

Ist das auch etwas Genugtuung gegenüber denen, die an deinem Wechsel von Werder zum VfL gezweifelt haben?

Pia-Sophie: Ich denke eigentlich nicht darüber nach, was andere Menschen davon halten, weil ich weiß, dass sie meine Entscheidung für den Wechsel ohnehin nicht völlig korrekt beurteilen können. Meine Intention war es hierherzukommen und mich weiterzuentwickeln und ich glaube, dass ich hier sehr gute Chancen dazu habe. Es war letztlich die größte Genugtuung zu sehen, dass ich auch beim VfL Wolfsburg mithalten kann und auf meine Einsätze komme. 

Wie kann man das Innenleben von Werder Bremen und dem VfL Wolfsburg vergleichen?

Pia-Sophie: In Bremen habe ich mit den meisten Spielerinnen fünf bis sechs Jahre zusammengespielt. Wir haben den Aufstieg geschafft, aber auch den Abstieg gemeinsam erlebt. Das ist etwas Besonderes und ich habe dabei Freundschaften fürs Leben geschlossen. Aber auch hier in Wolfsburg fühle ich mich innerhalb des Teams unglaublich wohl, weil jede meiner Mitspielerinnen mir immer Hilfe anbietet. Wir unternehmen auch privat viel gemeinsam und das Klima innerhalb des Teams ist genauso toll.       

Wo siehst du noch Potential, dich zu verbessern?

Pia-Sophie: Dadurch, dass sich hier immer etwas offensiver spiele, ist es wichtig, dass ich meine Technik unter Druck noch verbessere. Das ist natürlich schon besser geworden, aber da ist noch Luft nach oben. Und auch die Entscheidungsfindung muss noch schneller klappen, der letzte Pass und den Torabschluss noch mehr zu suchen, sind noch weitere Punkte, die ich gern verbessern möchte. 

Zum Profil von Pia-Sophie Wolter

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