Frauen

VfL-Frauen überzeugen gegen Bremen

Wölfinnen besiegen die Werder-Frauen zuhause mit 4:2.

Dank einer überzeugenden Leistung haben die VfL-Frauen am Mittwochabend den SV Werder Bremen mit 4:2 (1:0) besiegt. Die 2.715 Zuschauenden im AOK Stadion sahen am vierten Spieltag der Google Pixel Frauen-Bundesliga eine Partie, in der die Wölfinnen über weite Strecken überlegen auftraten und spielerisch überzeugten. Für die Grün-Weißen trafen Ella Peddemors (30.), Janou Levels (52.), Svenja Huth (84.) und Alexandra Popp (90.+4). Für letztere war es das insgesamt 150. Bundesligator.

Nun haben die Wölfinnen zwei Tage Zeit, um zu regenerieren und sich auf das DFB-Pokalspiel beim ATS Buntentor vorzubereiten. Dort sind sie am Samstag, 27. September, ab 13 Uhr gefragt. Wölfe TV überträgt die Partie live.

Personal

Alexandra Popp war trotz ihrer Unterschenkel-Prellung einsatzbereit. Lineth Beerensteyn fehlte aufgrund ihrer Sehnenverletzung, außerdem musste VfL-Cheftrainer Stephan Lerch nach wie vor auf Lena Lattwein (Muskelverletzung), Luca Papp (Knieprobleme), Guro Bergsvand und Sophia Kleinherne (beide Aufbautraining) verzichten. Dafür waren mit Linnea Saelen und Anny Kerim-Lindland zwei Spielerinnen aus der U20 dabei.

Spielverlauf

Die Bremerinnen erwischten den etwas besseren Start und forderten in der Anfangsphase die Defensive der Grün-Weißen. Einen ersten Abschluss der Gäste konnte Stina Johannes allerdings sicher halten (5.). Die Wölfinnen kamen unterdessen in der neunten Minute erstmals vor das Tor der Werder-Frauen. Nach einer schönen Flanke von Svenja Huth, traf Cora Zicai den Ball allerdings nicht richtig. Eine Minute später flog ein Abschluss von Janina Minge nur knapp links am Kasten der Bremerinnen vorbei (10.). Die Grün-Weißen waren nun spürbar besser in der Partie und traten zunehmend selbstbewusst auf. In der 16. Minute prüfte Minge Bremens Keeperin Mariella El Sherif. Kurz darauf flankte Zicai von der Grundlinie auf Popp, deren Kopfball allerdings knapp sein Ziel verfehlte (20.). Sekunden später traf Joelle Wedemeyer das Außennetz (21.). Nun hatten die Wölfinnen die Kontrolle über das Spiel übernommen und Werder in der eigenen Hälfte festgesetzt. Lediglich die Chancenverwertung ließ noch etwas zu wünschen übrig. Eine halbe Stunde war gespielt, als Peddemors nach einem schönen Angriff der VfL-Frauen schließlich das überfällige 1:0 (30.) gelang. Die Wölfinnen waren jetzt richtig gut im Spiel, so prüfte in der 36. Minute Wedemeyer abermals Werders Keeperin El Sherif. Von den Werder-Frauen war währenddessen bis zur Pause kaum noch etwas zu sehen.

Nach dem Wiederanpfiff benötigten die VfL-Frauen einige Minuten, um zurück in ihr Spiel zu finden. In der 52. Minute gelang es der stark aufspielenden linken Seite der Grün-Weißen dann aber dennoch, die Führung auszubauen: Levels machte nach einem Abwehrfehler der Bremerinnen das 2:0. Kurz darauf vergab Wedemeyer eine weitere Möglichkeit mit dem Kopf (54.). Nun bäumte sich auch Bremen kurzzeitig gegen die Wölfinnen auf. In der 74. Minute entwischte die eingewechselte Maja Sternad der VfL-Abwehr, Johannes fing ihren Abschlussversuch jedoch ab. Nachdem die Wölfinnen eigentlich wieder alles im Griff hatten, bekam Werder nach einem Foul von Levels schließlich einen Elfmeter zugesprochen. Mühlhaus verwandelte zum 2:1-Anschlusstreffer (82.). Die Wölfinnen reagierten prompt. Huth nutzte den Platz in der Hälfte der Bremerinnen, um den alten Abstand praktisch im Alleingang wieder herzustellen (84.). Nachdem sie kurz zuvor noch eine Großchance vergeben hatte, erhöhte Popp in der 89. Spielminute schließlich auf 4:1 (90.). In der Schlussphase wurde das Spiel dann nochmals wild und Werder tauchte zweimal vor dem Wolfsburger Kasten auf. Während Johannes den ersten Angriff noch abwehren konnte, trafen die Gäste in der vierten Minute der Nachspielzeit über Emöke Papai schließlich zum 2:4 (90.+4). Am verdienten Endergebnis änderte das aber nichts mehr.

Tore

  • 1:0 Peddemors (30.):  Nachdem die VfL-Frauen sich gut in der Hälfte der Bremerinnen festgesetzt haben, flankt Huth von der rechten Seite in die Mitte. Dort legt Janou Levels stark ab auf Peddemors. Die Niederländerin kann die Gegenspielerin mit einer Körpertäuschung überwinden und flach zum hochverdienten 1:0 einschieben.
     
  • 2:0 Levels (52.): Die Wölfinnen zünden über die linke Seite den Turbo. Zicai bringt den Ball in Richtung Strafraum. Dort kann sich Levels das Leder schnappen kann. Sie schließt in Richtung des langen Ecks ab. Bremens Chiara D’Angelo fälscht die Kugel noch unhaltbar ab, ehe sie in den Maschen zappelt. Es ist das erste Pflichtspieltor der Niederländerin für die Grün-Weißen!
     
  • 2:1 Mühlhaus (FE/82.): Nach einem Foul im Strafraum bekommen die Gäste zurecht einen Elfmeter. Bremens Mülhaus schnappt sich das Leder und jagt die Kugel zum Anschlusstreffer ins Tor.
     
  • 3:1 Huth (84.): Die Wölfinnen finden die passende Antwort auf das Tor der Bremerinnen! Huth kurvt sich im Alleingang durch den Abwehrreihen der Gäste und schließt dann selbst ab. Das macht unsere Kapitänin ganz cool!
     
  • 4:1 Popp (89.): Huth bringt eine Flanke von der rechten Seit hoch in den 16er. Ein Kopfball von Popp fliegt zunächst gegen den Innenpfosten. Die Wölfin setzt selbst nach und drückt die Pille aus kurzer Distanz über die Linie. Es ist das 150. Bundesligator der VfL-Kapitänin.
     
  • 4:2 Papai (90.+4): Kurz vor Schluss wird das Spiel noch einmal wild. Papai kann der Wolfsburger Abwehr enteilen und auf 2:4 verkürzen.

Trainerstimmen

Stephan Lerch: Ich bin sehr glücklich darüber, wie das Spiel gelaufen ist – einerseits vom Ergebnis her, andererseits auch mit der Art und Weise, mit der wir gewonnen haben. Nach den ersten zehn Minuten sind wir immer besser reingekommen und haben in der ersten Halbzeit unsere bislang beste Saisonleistung gezeigt. Wir hatten einige tolle Spielzüge, Kombinationen und Torchancen. In der zweiten Hälfte war anfangs nicht mehr so die Klarheit da. Nichtsdestotrotz haben wir das Spiel wieder kontrolliert. Wir haben es geschafft, bis zum Schluss die Konzentration hochzuhalten. Deshalb haben wir einen weiteren Schritt in die richtige Richtung gemacht.

Friederike Kromp: Unterm Strich kann man sagen, dass der VfL heute verdient gewonnen hat. Dennoch glaube ich, dass wir mit unserer Leistung zufrieden sein können. Wir wollten mutig auftreten und ein aggressives Angriffspressing zeigen. Das ist uns in den ersten zehn Minuten gut gelungen und dann haben wir ein bisschen den Zugriff aufs Spiel verloren. Nach der Halbzeitpause hatten wir dann wieder mehr Zugriff. Insofern bin ich stolz auf unsere Mannschaft, auch weil sie nach dem 2:0 und dem dritten Tor immer mutig weitergespielt hat.

Aufstellungen und Statistiken

VfL Wolfsburg: Johannes – Wedemeyer, Dijkstra, Küver, Levels (90. Pujols) – Kielland (73. Vallotto), Minge – Huth (90. Endemann), Peddemors, Zicai (65. Bussy) – Popp (90. Kerim-Lindland)

Ersatz: Tufekovic (Tor), Linder, Saelen

SV Werder Bremen: El Sherif – Weiß (86. Ronan), Ulbrich, H. Nemeth, D'Angelo – Arfaoui (65. Sternad), Wirtz, Hausicke, Beck (74. Papai)  – Mühlhaus, Desic (74. Walkling)

Ersatz: Fischer (Tor), Schmidt, Dieckmann

Tore: 1:0 Peddemors (30.), 2:0 Levels (52.), 2:1 Mühlhaus (FE/82.), 3:1 Huth (84.), 4:1 Popp (89.), 4:2 Papai (90.+4)

Gelbe Karten: Bussy / -

Schiedsrichterin: Anna-Lena Heidenreich (Oldenburg in Holstein)

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