Die nächste Aufgabe in der Google Pixel Frauen-Bundesliga führt die VfL-Frauen in die Domstadt: Am Sonntag, 21. September, spielen sie ab 18.30 Uhr im Franz-Kremer-Stadion beim bislang punktlosen 1. FC Köln. Magenta Sport und DAZN übertragen die Partie des 3. Spieltags live.
Wiedersehen mit Ex-Wölfinnen
Das Duell gegen die FC-Frauen ist für die Wölfinnen auch ein Wiedersehen mit vielen alten Bekannten: Lisa Schmitz, Marina Hegering, Sara Agrez, Anna-Lena Stolze und Pauline Bremer haben alle in der Vergangenheit im grün-weißen Trikot gespielt. Kölns Cheftrainerin Britta Carlson stand darüber hinaus nicht nur für die Wölfinnen auf dem Platz, sondern war zwischen 2008 und 2018 mit einer Unterbrechung auch als Co-Trainerin für die Grün-Weißen tätig. Sie kennt daher unter anderem VfL-Cheftrainer Stephan Lerch bestens. Sportlich lief es für die Kölnerinnen in dieser Saison bislang noch nicht rund: Am 1. Spieltag unterlagen sie zuhause RB Leipzig mit 0:2, eine Woche später folgte eine 0:1-Niederlage beim SC Freiburg. Cheftrainerin Carlson war nach der zweiten Partie dennoch nicht unzufrieden: „Wir waren gegen Freiburg die deutlich bessere Mannschaft, insofern können wir auch trotz Niederlage viel Positives aus dem vergangenen Spiel ziehen.“ Mit Blick auf das Match gegen die Wölfinnen betont sie: „Wolfsburg ist der klare Favorit, aber die befinden sich auch in einem Umbruch und sind nicht voll im Rhythmus. Wir wollen in unserem Stadion wieder mutig auftreten und uns nicht hinten reinstellen, sondern unsere Momente kreieren und häufig zum Torabschluss kommen.“
Offene Rechnung
Die VfL-Frauen feierten am vergangenen Wochenende zuhause einen 3:1-Sieg gegen den FC Carl Zeiss Jena. Dabei taten sich die Wolfsburgerinnen gegen die tief stehenden Gegnerinnen zwar lange Zeit schwer, schlussendlich siegten sie dennoch sehr verdient gegen die Thüringerinnen. Mit den Kölnerinnen haben die Grün-Weißen noch eine Rechnung offen: In der Rückrunde der Saison kamen die Wölfinnen im Franz-Kremer-Stadion nicht über ein 0:0-Unentschieden hinaus.
Vor dem Spiel gegen den 1. FC Köln sprach VfL-Cheftrainer Stephan Lerch über…
…die Personallage: Thea Bjelde hat im Training eine leichte muskuläre Verletzung erlitten und fällt deshalb für das Spiel gegen Köln aus. Dafür ist Sarai Linder zurück im Kader. Sie hat die ganze Woche über mit der Mannschaft trainiert. Ansonsten stehen uns dieselben Spielerinnen zur Verfügung wie gegen Jena.
…die Gegnerinnen: Von den Ergebnissen her ist es für Köln bislang sicherlich nicht so gelaufen, wie sie sich das vorgestellt haben. Gerade das letzte Spiel gegen Freiburg hätte in meinen Augen aber auch mit einem besseren Ergebnis für Köln enden können. Insofern gehen wir davon aus, dass sie gerade durch das Heimspiel sehr motiviert sein werden und immer wieder versuchen werden, uns zu stressen. Sie werden versuchen, uns den Spaß zu nehmen. Sie haben gegen uns wenig zu verlieren und in den ersten Partien gute Ansätze in ihrem Spiel gezeigt.
…die eigene Herangehensweise: Wir haben mittlerweile schon Erfahrung gegen tiefstehende Gegner gesammelt. Insofern stellen wir uns darauf ein, höher zu pressen und wollen daraus immer wieder Momente kreieren. Gleichzeitig schauen wir auf uns, weil wir auch einige Themen haben, die wir besser machen wollen und bei denen wir weiterwachsen wollen.
…das Selbstvertrauen nach dem Jena-Sieg: Dass Siege in so einer Situation helfen, ist ganz klar. Sie tun allen gut. Positiv war außerdem, dass die Mannschaft nach dem Gegentor Ruhe bewahrt hat und die Führungsspielerinnen in der Situation sehr präsent waren. Das haben wir im Nachgang nochmal herausgestellt. Wir wollen den Spielerinnen das Selbstvertrauen mitgeben und sagen: Glaubt an eure individuellen Stärken und eure Stärken als Mannschaft. Genau die sollen in den nächsten Wochen immer dominanter werden.
…Fortschritte im Training: Als Trainer sehe ich die gesamte Woche über, dass die Mannschaft viel investiert und wir sie aber auch sehr fordern. Gerade jetzt in dieser ersten Phase der Saison, in der wir noch keine englischen Wochen haben, fordern wir die Mannschaft sehr mit taktischem Input, aber auch im fußballspezifischen Ausdauerbereich. Die Spielerinnen ziehen unheimlich gut mit. Ich sehe tagtäglich die Fortschritte, wie zum Beispiel, dass wir Laufwege wiedererkennen. Bestimmte Verhaltensmuster greifen besser ineinander und die Spielerinnen verstehen sich auf dem Platz besser. Trotzdem sind wir noch nicht da, wo wir sein wollen.









