Mit dem deutlichen 5:1 bei Bayer 04 Leverkusen haben die Wölfinnen vor der Länderspielpause ihren zweiten Tabellenplatz in der Google Pixel Frauen-Bundesliga gegenüber den ärgsten Verfolgerinnen aus Sinsheim, die ihrerseits mit 1:0 bei der SGS Essen gewannen, festigen können. Drei Punkte und acht Zähler trennen die Grün-Weißen vom ehemaligen Team des VfL-Cheftrainers Stephan Lerch, das inzwischen von Theodores Dedes gecoacht wird. Am morgigen Samstag, 1. November, treffen der VfL und die TSG im Rahmen des 8. Spieltags nun im direkten Duell aufeinander (Anstoß im AOK Stadion ist um 16 Uhr) – die Chance für Grün-Weiß, sich mit einem Heimdreier abzusetzen und den Druck auf den Spitzenreiter aus München hochzuhalten.
Cerci mit Torriecher
Die TSG spielt bislang eine überzeugende Saison, lediglich in Bremen und gegen Leverkusen musste man sich in der Liga geschlagen geben, auch im DFB-Pokal ist man noch im Topf. "Tabellarisch und punktemäßig sind wir zufrieden, auch mit dem Engagement, der Energie und Stimmung“, fasst TSG-Trainer Dedes den bisherigen Spielzeitverlauf zusammen. „Inhaltlich bin ich noch nicht zu 100 Prozent einverstanden mit der Entwicklung der Mannschaft, aber das liegt auch daran, dass wir nicht immer komplett trainieren konnten. Wir brauchen noch Zeit, um konstanter zu sein. Die Chancenverwertung, die Zielstrebigkeit da können wir noch besser werden.“ Erfolgreichste Torschützin der Hoffenheimerinnen ist Nationalstürmerin Selina Cerci mit sechs Saisontreffern, sie erzielte auch das goldene Tor beim Schlusslicht aus Essen.
Stephan Lerch über:
…sein Personal: Viele Spielerinnen sind nach der Länderspielpause erst seit Donnerstagabend wieder zurück. Ein Faktor nach solchen Reisen sind natürlich die Reisestrapazen und die Müdigkeit. Aktuell haben wir noch das eine oder andere Fragezeichen, was das Spiel am Wochenende angeht. Bei Camilla Küver hat im Spiel gegen Frankreich ein bisschen der Muskel zugemacht. Caitlin Dijkstra hatte mit Magenproblemen zu kämpfen. Lineth Beerensteyn hat die Achillessehne gemerkt. Da müssen wir bei allen abwarten. Das sind unsere drei Fragezeichen. Auch unsere Torhüterin Nelly Smolarczyk kam etwas angeschlagen vom U-Team zurück, sie ist auch gerade noch raus aus dem Training. Ansonsten sind alle anderen Spielerinnen wieder an Bord.
…möglichen Alternativen in der Innenverteidigung: Guru Bergsvand hat zuletzt ja auch schon auf dem Platz gestanden und ist nach ihrer Verletzung auf einem richtig guten Weg. Sie hat jetzt auch bei der Natio wieder Einsatzminuten sammeln können, das ist für ihren Rhythmus einfach gut. Auch Janina Minge hat jetzt wieder in der Innenverteidigung gespielt. Also haben wir wieder Optionen, auch wenn Joelle Wedemeyer noch gesperrt ist. Es gibt sicherlich noch den ein oder anderen Plan in der Hinterhand.
…die internationalen Debüts von Camilla Küver und Ella Peddemors: Wir haben uns alle natürlich sehr gefreut für die Spielerinnen, die jetzt ihr Debüt gegeben haben, Ella und Camilla. Aber eben auch über Stina Johannes, die zwei wichtige Spiele auf dem Niveau spielen konnte. Aber auch andere Spielerinnen haben wertvolle Minuten in den Nationalmannschaften gesammelt. Viele sind natürlich mit einem richtig guten Gefühl hierhergekommen, man hat in strahlende Gesichter geschaut und gemerkt, was für eine Energie herrscht, wenn alle wieder da sind. Somit ist die Gemütslage positiv, aber einige Spielerinnen sind eben eben auch ein Stück weit erschöpft, ganz klar.
…das Wiedersehen mit seinem Ex-Klub Hoffenheim: Besonders ist es deshalb, weil ich einfach auf viele bekannte Gesichter treffe. Darauf freue ich mich natürlich. Und auch darauf, mich kurz auszutauschen mit den Spielerinnen und dem Staff. Auch mit Theo verbindet mich ein bisschen mehr, die vielen Gesprächspartner am Samstag sind sicherlich etwas Besonders.
…Hoffenheim und die anstehenden Aufgaben: Auf uns warten wirklich intensive Wochen mit dem Beginn gegen Hoffenheim, was eine sehr große Herausforderung ist. Die TSG steht in der Tabelle gut da, im Vergleich zu unserer Situation im Sommer in Wolfsburg ist der Umbruch in Hoffenheim ein bisschen kleiner ausgefallen, aber nichtsdestotrotz muss sich eine Mannschaft immer finden - das gilt genauso für uns als auch für Hoffenheim. Und ich kenne ja auch viele Spielerinnen und deswegen überrascht es mich nicht, dass Hoffenheim immer wieder für Ausrufezeichen sorgen und auch gute Ergebnisse erzielen kann, weil einfach die Qualität auf den einzelnen Positionen da ist. Deswegen werden wir das Spiel natürlich entsprechend ernst angehen und gucken, dass wir gleich wieder in unseren Rhythmus reinkommen.











