Frauen

U20-Frauen unterliegen erfahrenen Meppenerinnen

Jungwölfinnen müssen sich am ersten Spieltag mit 0:5 geschlagen geben.

Es war die erwartet schwere Aufgabe: Die U20-Frauen des VfL Wolfsburg haben am ersten Spieltag der Saison 2025/2026 in der 2. Frauen-Bundesliga zuhause mit 0:5 gegen die Favoritinnen des SV Meppen verloren. Trotzdem zieht VfL-Cheftrainer Daniel Kraus auch positive Erkenntnisse aus dem Duell am Sonntag.

Dominante Meppenerinnen

Im Stadion am Elsterweg traten die Gäste aus Meppen, die in der vergangenen Saison mit um den Aufstieg in die 1. Liga spielten, von Beginn an dominant auf. Nach rund einer halben Stunde ging der SVM schließlich durch Bente Bode in Führung (28.). Die erst zu dieser Saison aufgestiegenen Wolfsburgerinnen hatten in der 32. Minute über eine Flanke von Maja Zielinska eine erste große Gelegenheit, die darauffolgende Ecke lenkte die SVM-Torhüterin außerdem an den rechten Pfosten. Kurz vor der Pause waren es dann wieder die Meppenerinnen, die über Laura Bröring auf 2:0 erhöhen konnten (40.). In der zweiten Hälfte schnürte Bröring schließlich nach einem langen Ball der Meppenerinnen den Doppelpack (59.). Die Jungwölfinnen hatten unterdessen noch eine gute Möglichkeit über Anna Schitteck, Meppens Keeperin parierte allerdings sicher (63.). Die U20-Frauen hielten im Folgenden weiter dagegen, mussten aber dennoch zwei weitere Gegentore in Kauf nehmen. Erst erhöhte Sarah Preuss auf 4:0 aus Meppener Sicht (73.), wenige Minuten später konnte Anouk Blaschka einen Foulelfmeter zum 5:0-Endstand verwerten (76.).

U20-Team muss sich finden

„Man hat gerade am Anfang deutlich gesehen, was unsere Themen sind. Mit dem jungen Team müssen wir uns in der neuen Liga erstmal an das Spieltempo und die Physis gewöhnen“, sagt Cheftrainer Kraus. Seine Mannschaft ist mit einem Durchschnittsalter von gerade einmal 18,1 Jahren die jüngste der Liga. Hinzu kommt, dass mit Weronika Arasniewicz, Anny-Kerim Lindland und Linnea Saelen drei international erfahrene Neuzugänge bislang nur wenig Zeit mit dem Team verbracht haben, da sie zuletzt an den Einheiten der Profi-Mannschaft der Grün-Weißen teilnahmen. Sie zu integrieren wird eine Aufgabe für die kommenden Wochen. Insgesamt muss sich das Team, das 14 Neuzugänge in seinen Reihen zählt, erst noch finden.

Gute Pressing-Momente

Gegen Meppen hat Kraus Verbesserungspotenzial, aber auch gute Ansätze gesehen: „Ich glaube, dass man viele Tore verteidigen kann, wenn wir im Kopf noch schneller mit den Situationen rechnen. Gleichzeitig finde ich aber auch, dass wir uns im Spiel gesteigert haben.“ Der Cheftrainer betont: „Wir hatten ein paar gute Pressing-Momente, in denen uns die Anschlussaktionen gefehlt haben, die zu mehr Torchancen hätten führen können. In der zweiten Halbzeit hatten wir auf der letzten Linie ein paar gute Ballgewinne. Wir haben dann aber zu lange gebraucht, um den Ball in die Tiefe reinzuspielen.“ Bereits am kommenden Wochenende erwartet die U20-Frauen die nächste große Aufgabe in der 2. Frauen-Bundesliga: Am Sonntag, 31. August, sind sie ab 14 Uhr beim SC Sand zu Gast, einer Mannschaft, die die Nachwuchswölfinnen vor eine ähnlich schwere Aufgabe stellen wird wie der SV Meppen.