Die U20-Frauen des VfL haben am sechsten Spieltag der 2. Frauen-Bundesliga ihren ersten Heimsieg einfahren können. Mit Unterstützung der Profis Luca Papp und Thea Bjelde gelang ihnen ein eindrucksvoller 5:0-Sieg gegen Borussia Mönchengladbach. Damit verlassen die Grün-Weißen die Abstiegsplätze, während die Borussia ihren Anschluss auf die Tabellenspitze verliert.
Rote Karte und Eigentor
Die entscheidende Szene der Partie spielte sich bereits in der 18. Minute ab. Nach einer Balleroberung im Mittelfeld schaltete Linnea Saelen schnell um und schickte Anny Kerim-Lindland mit einem herrlichen Steckpass auf die Reise. Diese lief frei auf das Tor der Gladbacherinnen zu, wo Elize Celissen sie kurz vor dem Abschluss von hinten zu Fall brachte und infolgedessen die frühe Rote Karte kassierte. Etwa zehn Minuten später setzte sich Anna Schitteck energisch über die linke Seite durch. Ihre anschließende Flanke wurde von der Borussia ins eigene Tor befördert, wodurch die Jungwölfinnen mit 1:0 in Führung gingen (28.). Kurz vor der Pause legte Maja Zielinska nach einem langen Ball aus der eigenen Hälfte auf Anny Kerim-Lindland quer, die zur 2:0-Halbzeitführung einschob (46.). In der zweiten Hälfte waren es weiterhin die Niedersächsinnen, die die Partie dominierten. Ähnlich wie bei der Roten Karte war es erneut ein Steckpass nach einer Balleroberung, der dazu führte, dass Linnea Saelen frei vor dem Tor auftauchte und auf 3:0 erhöhte (84.). Trotz Unterzahl sahen sich die Gladbacherinnen gezwungen, weit aufzurücken, wodurch sich viele Räume boten. Diese nutzten Maja Zielinska (85.) und Anny Kerim-Lindland (88.) zum 5:0-Endstand.
„Hätte auch anders ausgehen können“
Nach dem deutlichen Erfolg seiner U20-Frauen zeigte sich Cheftrainer Daniel Kraus glücklich, weiß aber gleichzeitig, dass die Rote Karte wegweisend für die Partie war: „Der Sieg an sich ist keinesfalls unverdient. Wir haben es wieder geschafft, unsere Qualitäten auf den Platz zu bringen und eine hohe Intensität an den Tag zu legen. Trotz alledem spiegelt das Endergebnis nicht die kompletten 90 Minuten wider.“ Dabei spielt er auch auf die letzten drei Tore an, die innerhalb von fünf Minuten gefallen sind.
Klarer Trendwechsel
Nach dem Sieg gegen die damaligen Spitzenreiterinnen aus Bochum und dem Punktgewinn gegen Viktoria Berlin ist der Erfolg gegen Borussia Mönchengladbach mittlerweile das dritte Spiel in Folge, in dem die Jungwölfinnen punkten konnten – ein klarer Trendwechsel im Vergleich zu den ersten Partien der Saison. „Mich freut, dass wir in der Liga angekommen sind und einen Weg gefunden haben, die Spiele anzugehen. Wir wissen aber auch, dass wir in jedem Spiel an unsere Leistungsgrenze gehen müssen, um punkten zu können“, betont Kraus. Die nächste Gelegenheit, wichtige Punkte einzufahren, haben die U20-Frauen des VfL am kommenden Sonntag, 12. Oktober, wenn sie auswärts auf den punktgleichen FC Ingolstadt 04 treffen.



