Am 16. Spieltag der 2. Frauen-Bundesliga gab es für die U20-Frauen des VfL Wolfsburg eine bittere Niederlage. In einer umkämpften Partie unterlagen die Grün-Weißen dem FC Bayern München II am Ende mit 2:3 (1:1). Damit kletterten die Münchnerinnen auf Rang zehn, während die Jungwölfinnen mit 16 Punkten auf Rang elf abrutschten.
Doppelte Führung reicht nicht aus
Die Niedersächsinnen erwischten zunächst den besseren Start: Nach einem Steckpass von Freyja Landrö behielt Weronika Arasniewicz die Nerven, setzte sich im Eins-gegen-eins gegen Bayern-Keeperin Anna Klink durch und schob zur 1:0-Führung ein (19. Spielminute). Allerdings ließ die Antwort der Münchnerinnen nicht lange auf sich warten. Nach einer Ecke sorgte Elira Terakaj für den 1:1-Ausgleich (25.). Kurz vor der Pause hatte Anny-Kerim Lindland noch die Möglichkeit, den VfL erneut in Führung zu bringen, vergab jedoch knapp, sodass es beim 1:1-Halbzeitstand blieb.
Zu Beginn der zweiten Hälfte hatten die Gegnerinnen nach einem Schuss aus kurzer Distanz eine Riesenchance, wieder die Oberhand zu gewinnen. VfL-Torhüterin Nelly Smolarczyk parierte jedoch herausragend und hielt das 1:1 fest. In der 75. Minute gingen die U20-Frauen erneut in Führung, als Hitomi Yamaue eine Flanke von Anny-Kerim Lindland im Tor der Gegnerinnen unterbrachte. Die Jungwölfinnen schafften es allerdings nicht, das 2:1 über die Zeit zu bringen. Es folgte ein Doppelschlag der Münchnerinnen: Das zweite Tor von Elira Terakaj (78.) sowie ein Treffer von Laila Portella (84.) bedeuteten den 2:3-Endstand.
„Es ist sehr ärgerlich“
Co-Trainer Philipp Schumann sagte nach der Niederlage: „Wir haben uns gut in die Partie hineingearbeitet und erzielen dann in einem guten Umschaltmoment das Tor zur frühen Führung. Umso ärgerlicher ist es, dass wir im Anschluss direkt das Gegentor bekommen und in der zweiten Hälfte an Aggressivität sowie defensiver Zuordnung verlieren.“ Bereits gegen den SV Meppen und den SC Sand mussten sich die Niedersächsinnen zuletzt knapp geschlagen geben. „Es ist sehr ärgerlich, dass wir wieder ein Spiel haben, in dem wir führen und es am Ende noch aus der Hand geben. Schlussendlich bringen wir uns selbst um unseren Lohn, weil wir vom Kopf her nicht da sind“, betont Schumann.
Die Tabellensituation
„Natürlich ist uns die aktuelle Tabellensituation bewusst, und uns ist klar, dass wir die Partie nicht hätten abgeben dürfen. Trotzdem muss man bedenken, dass wir in der Rückrunde bereits gegen den Zweiten und Dritten der Tabelle gespielt haben“, so Schumann. „Mit Blick auf das Restprogramm ist es so, dass wir unsere Punkte holen müssen. Dennoch betrachten wir die Entwicklung des Nachwuchses unabhängig vom Ergebnis.“ Die nächste Chance auf Punkte haben die U20-Frauen am Sonntag, 15. Februar (Anstoß um 14 Uhr), wenn sie den VfL Bochum am Elsterweg empfangen.


