Die A-Junioren des VfL Wolfsburg haben sich in der ersten Runde des DFB-Pokals klar mit 3:0 (0:0) gegen den MSV Duisburg durchgesetzt. Vor allem Angreifer Trevor Benedict spielte sich vor heimischen Publikum mit einem Hattrick in den Vordergrund und wurde zum Mann des Tages.
Geduldsspiel und vergebener Elfmeter
Von Beginn an versuchte der VfL, das Spielgeschehen zu kontrollieren. Duisburg stand tief, lauerte auf Umschaltmomente, während die Grün-Weißen den Ball zirkulieren ließen und geduldig nach Lücken suchten. Die beste Möglichkeit zur Führung ergab sich kurz vor der Pause: Nach einer Hereingabe von Jan Bürger blockte ein MSV-Verteidiger den Ball mit der Hand – der Schiedsrichter entschied folgerichtig auf Strafstoß (43.). Darwin Soylu übernahm die Verantwortung, scheiterte jedoch am stark reagierenden Duisburger Schlussmann Laurenz Jennissen. Damit blieb es beim 0:0 zur Halbzeit. Direkt nach Wiederanpfiff brachte VfL-Coach Daniel Bauer mit Trevor Hint frische Kräfte ins Spiel. Die Wölfe erhöhten nun deutlich den Druck und belohnten sich in der 59. Minute: Ein langer Ball von Boog erreichte Benedict, der sich gegen seinen Gegenspieler durchsetzte und eiskalt zur Führung einschob. Nur sieben Minuten später war es erneut der VfL-Stürmer, der die Duisburger Defensive überrumpelte. Nach aggressivem Nachsetzen spitzelte Benedict den Ball aus spitzem Winkel ins lange Eck und erhöhte auf 2:0 (66.).
Wechsel auf beiden Seiten, Wolfsburg weiter überlegen
In der Folgezeit wechselten beide Trainer mehrfach durch. Auf Wolfsburger Seite kamen unter anderem Sticherling, Dittrich, Seretis und Balde ins Spiel, während Duisburg gleich mehrere frische Kräfte brachte. Am Spielverlauf änderte sich jedoch wenig: Der VfL dominierte das Geschehen, hielt das Tempo hoch und ließ die Gäste kaum noch zur Entfaltung kommen. Kurz vor dem Abpfiff krönten die Wölfe ihre starke Vorstellung mit dem dritten Treffer. Über die linke Seite kombinierte sich die Mannschaft sehenswert nach vorne: Sticherling brachte die Flanke, Seretis und Balde legten clever ab – und erneut stand Benedict goldrichtig. Mit seinem dritten Tor des Tages stellte er in der Nachspielzeit den 3:0-Endstand her (90.+1).
Daniel Bauer: Für uns war das Weiterkommen wichtig. Und wir freuen uns sehr, dass wir weiterhin in diesem Wettbewerb vertreten sind. Ich glaube, da haben wir letztes Jahr schon sehr, sehr gut performt. Heute haben die Jungs nahtlos daran angeknüpft. Duisburg war, wie erwartet, ein sehr unangenehmer Gegner. Sie standen sehr tief, haben uns wenig Räume geboten. Die Jungs haben eine reife Leistung gezeigt – gerade zu dem Zeitpunkt der Saison. Im Prinzip war gerade erst Saisonbeginn. Wir sind sehr jung. Und da war das einfach ein sehr gutes Lehrbeispiel, wie man einen tiefen Gegner bespielt. Mit genügend Ruhe, mit der nötigen Geduld und trotzdem mit hohem Spieltempo. Im Prinzip lief die erste Halbzeit nach Plan – bis auf den verschossenen Elfmeter. In der zweiten Halbzeit haben wir noch einmal das Spieltempo erhöht und dann letztendlich auch verdient in der Höhe gewonnen.
VfL Wolfsburg U19: Zielinski – Bürger (75. Dittrich), Boog, Till Neininger, Chebil – Hensel, Tim Neininger (46. Hint) – Soylu (88. Seretis) – Benedict, Simic (69. Sticherling), Katz (88. Balde)
Tore: 1:0 Benedict (59.), 2:0 Benedict (66.), 3:0 Benedict (90.+1)


