Er war der älteste noch lebende Ex-Spieler des VfL Wolfsburg und in dessen erster großen Erstliga-Ära eines der bekanntesten Gesichter: Günter Leich. Am vergangenen Samstag ist der langjährige Außenstürmer der Wölfe im Alter von 98 Jahren gestorben. Leich spielte von 1952 an für die Grün-Weißen. Gebürtig aus Merseburg, war er aus der Sowjet-Besatzungszone 1947 in den Westen geflohen, um über den VfV Hildesheim den Weg nach Wolfsburg zu finden. Als pfeilschneller Rechtsaußen prägte Leich die erfolgreichen 50er Jahre am Elsterweg maßgeblich mit und zählte zu den Topstars der vom legendären „Pipin“ Lachner trainierten Truppe, die nach zuvor drei erfolglosen Aufstiegsrunden 1954 in die Oberliga Nord einzog.
Über 30 Jahre für die Wölfe am Ball
Dort, in der damals höchstmöglichen Spielklasse, stürmte Leich bis 1957 weiter, blieb aber auch anschließend noch lange Jahre in anderen VfL-Mannschaften aktiv. Erst mit 57 Jahren, nach geschätzt über 1.500 Partien für die Wölfe, hängte er die Schuhe an den Nagel. Der VfL Wolfsburg trauert um einen sehr liebenswerten Menschen, der dem Verein nicht nur bis zuletzt eng verbunden blieb und ihn bei Recherchen zur eigenen Geschichte über lange Jahre tatkräftig unterstützt hat. Bei den Grün-Weißen hatte sich zu ihm und seiner Familie auch ein besonders herzliches und vertrauensvolles Verhältnis entwickelt. Günter Leichs Verlust hinterlässt eine große Lücke im Verein. Seiner Ehefrau Margret sowie allen Angehörigen, Freunden und Bekannten gilt unser Mitgefühl.

















