Frauen

Torfestival in Essen

Starke Wölfinnen feiern am 5. Spieltag einen 8:0-Kantersieg bei der SGS.

Die VfL-Frauen haben am Samstagmittag beim Tabellenschlusslicht SGS Essen 19/68 in beeindruckender Manier mit 8:0 (2:0) gewonnen, bleiben damit in dieser Spielzeit ungeschlagen und haben zudem viel für ihr Torverhältnis getan. Die Treffer für die Grün-Weißen erzielten Ella Peddemors (4.), zweimal Kessya Bussy (14., 52.), Janina Minge (50.), zweimal Vivien Endemann (72., 73.), Lineth Beerensteyn (78., FE) und Cora Zicai (86.)

Bevor es kommenden Samstag, 11. Oktober (Anstoß um15 Uhr) in der Volkswagen Arena zum großen Liga-Gipfeltreffen gegen den amtierenden Deutschen Meister FC Bayern München kommt (hier Tickets buchen), wartet auf die Lerch-Elf aber am Mittwoch zum Auftakt der UWCL-Gruppenphase zunächst einmal mit dem FC Paris St. Germain eine internationale Herausforderung (Anstoß im AOK Stadion um 21 Uhr, hier UWCL-Tickets buchen).

Personal

Im Vergleich zum 4:2 im letzten Ligaspiel gegen Werder Bremen veränderte VfL-Chefcoach Stephan Lerch seine Startformation auf zwei Positionen: Für Zicai und Svenja Huth rückten Bussy und Endemann in die erste Elf. Bei den Gastgeberinnen wechselte Cheftrainer Robert Augustin gegenüber dem jüngsten 7:0-Pokalerfolg bei Kickers Offenbach ebenfalls doppelt: Leonie Köpp und Laura Pucks ersetzten Maike Berentzen und Julia Debitzki (beide Bank).

Spielverlauf

Die Grün-Weißen kamen im Stadion an der Hafenstraße perfekt in die Partie und nutzten bereits ihren ersten Torschuss durch Peddemors zur frühen VfL-Führung (4.). Die Niederländerin war es auch, die wenig später erneut zum allerdings zu zentralem Abschluss kam (11.). Weiterhin blieben die Gastgeberinnen fehlerhaft in ihrer Defensive, Bussy nutzte das schnell zum 2:0 (14.). Wenn die SGS gefährlich wurde, dann über Köpp. Zunächst prüfte sie VfL-Keeperin Stina Johannes nach einem Eckball aus der Distanz (24.), dann zielte sie über den Querbalken (28.). Zwischenzeitlich hatten die Wölfinnen bereits über ihren vermeintlichen dritten Treffer gejubelt, doch die Unparteiische sah bei Bussys Kopfball aus kürzester Distanz die Kugel nicht mit vollem Umfang über der Torlinie, ehe SGS-Keeperin Kim Sindermann sie rauskratzte (26.) – eine durchaus strittige Entscheidung. Trotz der bereits beruhigenden Zwei-Tore-Führung hatte der VfL dann einen Schreckmoment zu überstehen, als Johannes plötzlich auf dem Feld am Knie behandelt werden musste – zum Glück ging es aber weiter für die VfL-Schlussfrau. Die Grün-Weißen dominierten auch in der Folge weiterhin die Partie, Janou Levels (31.) und Camilla Küver (38.) kamen zu weiteren Halbchancen. In der Nachspielzeit des ersten Durchgangs rettete dann noch einmal die Latte für die Weiß-Violetten, als Alex Popp sich im Luftkampf robust gegen Sindermann behauptete (45.+1). Somit war das 2:0 zur Pause letztlich hochverdient für den VfL.

Für die auffällige Köpp, die sich Ende der ersten Hälfte bei einem Levels-Foulspiel unglücklich verletzt hatte, brachten die Essenerinnen die frühere Wölfin Natasha Kowalski. Der VfL kam mit zwei frischen Außenverteidigerinnen aus der Kabine. Mit Judit Pujols war es dann auch prompt eine der beiden, die Sindermann erstmals im Hälfte zwei prüfte (48.). Wenige Minuten später musste die SGS-Schlussfrau dann bereits den Ball nach einem Doppelschlag durch Minge (50.) und erneut Bussy (53.) wieder zweimal aus ihrem Netz holen – mit 4:0 war die Partie endgültig gelaufen. Die größte Gelegenheit für ein eigenes Erfolgserlebnis hatten die Hausherrinnen nach 51 Minuten durch Shari van Belle, doch Johannes zeigte bei deren scharfen Schuss aus spitzem Winkel all ihre Klasse. Doch in der Folge brach essen dann komplett auseinander. Innerhalb weniger Minuten erhöhten die Wölfinnen durch einen Doppelschlag Endemanns (72., 73.), einen von der eingewechselten Beerensteyn verwandelten Foulelfmeter (78.) und einem Kopfball der eingewechselten Zicai (86.) auf den Endstand von 8:0!

Tore

  • 0:1 Peddemors (4.): Jawoll! Die frühe Führung für die Wölfinnen! Essen steht sehr offen und Endemann treibt das Leder nach vorne. Dann im richtigen Moment der Pass auf Ella Peddemors – und die Niederländerin netzt aus acht Metern unhaltbar für Sindermann ein.
  • 0:2 Bussy (14.): Was für ein kurioser Treffer! Über einige Umwege findet das Spielgerät schließlich den Weg über die Torlinie. Justine Kielland versucht es nach Minge-Zuspiel vor Sindermann mit einem Lupfer, bleibt damit hängen, jongliert dann den Ball auf dem Kopf, ehe sie ihn noch einmal Richtung SGS-Tor befördert. Kurz vor der Linie ist dann Bussy da und drückt zu ihrem ersten Ligatreffer ein.
  • 0:3 Minge (50.): Der dritte Saisontreffer von Minge entscheidet die Partie. Nach Pujols-Freistoß setzt sich Popp mal wieder in der Luft durch und köpft zu Minge, die sich aus kurzer Distanz bedankt.
  • 0:4 Bussy (52.): Jetzt geht es Schlag auf Schlag! Wieder bereitet Popp vor, dieses Mal mit klugem Zuspiel auf Bussy, die überhaupt keine Mühe hat, den Ball zu ihrem zweiten Tagestreffer über die Linie zu drücken – 0:4!
  • 0:5 Endemann (72.): Es wird noch deutlicher: Minge auf Endemann, die rechts in den Strafraum eindringt und sicher in die lange linke Ecke einschießt.
  • 0:6 Endemann (73.): Doppelschlag Vivien Endemann – und die SGS bricht auseinander. Dieses Mal kommt das Zuspiel von Pujols auf die dieses Mal links startende Endemann. Wieder Abschluss aufs lange Eck, vom rechten Innenpfosten springt der rein.
  • 0:7 Beerensteyn (78, FE.): Wahnsinn! Nummer sieben! Beerensteyn gerät im Duell im Sechzehner ins Straucheln, erhält den Elfmeterpfiff – und verwandelt dann links in die Maschen.
  • 0:8 Zicai (86.): Und auch der Joker darf nochmal! Zicai erhält am langen linken Pfosten eine Endemann-Flanke auf den Kopf und überwindet Sindermann im kurzen Eck.

Trainerstimme:

Stefan Lerch: Ich bin sehr zufrieden, wir haben ein richtig gutes Spiel gemacht. Wir haben auch die nötige Konsequenz an den Tag gelegt, um dann auch so ein Ergebnis herauszuspielen. Ich bin von der Art und Weise, wie wir das Spiel angegangen sind, sehr zufrieden. Wir haben das Tempo hochgehalten und uns phasenweise ein bisschen in einen Rausch gespielt. Wir hatten auch Momente, wo wir ein bisschen lockergelassen haben und wo Essen uns ein bisschen gestresst hat. Ansonsten haben wir aber das Spiel sehr souverän zu Ende gespielt. Ich bin sehr glücklich, dass wir mit einem solchen Spiel in die englische Woche starten.

Aufstellungen und Statistiken

SGS Essen 19/68: Sindermann – Ostermeier, Meißner, Fürst, Flach (57. Berentzen) – Pucks (79. Debitzki), van Belle (79. Potsi), Köpp (46. Kowalski), Feldkamp, Elmazi – Maier

Ersatz: Palmen (Tor), Bäcker, Platner

VfL Wolfsburg: Johannes – Wedemeyer (46. Linder), Dijkstra, Küver, Levels (46. Pujols) – Peddemors, Minge, Endemann, Popp (62. Beerensteyn), Bussy (79. Zicai) – Kielland

Ersatz: Tufekovic (Tor), Bjelde, Bergsvand, Huth, Papp

Tore: 0:1 Peddemors (4.), 0:2 Bussy (14.), 0:3 Minge (50.), 0:4 Bussy (52.), 0:5 Endemann (72.), 0:6 Endemann (73.), 0:7 Beerensteyn (78., FE), 0:8 Zicai (86.)

Gelbe Karten: Kowalski / -

Schiedsrichterin: Franziska Wildfeuer (Lützen)

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