03.06.2021
Frauen

Titelchance und Abschiede

Die VfL-Frauen treffen am letzten Bundesliga-Spieltag auf den SV Werder Bremen.

Nachdem sich die Frauen des VfL Wolfsburg mit dem Finalsieg gegen Eintracht Frankfurt zum achten Mal den DFB-Pokal gesichert haben, könnte nach dem 22. Spieltag der FLYERALARM Frauen-Bundesliga die siebte Deutsche Meisterschaft folgen. Zwingende Voraussetzung für dieses Szenario: Die Wölfinnen müssen am kommenden Sonntag, 6. Juni (Anstoß um 14 Uhr/live auf Magenta Sport), im AOK Stadion gegen den SV Werder Bremen gewinnen. Gleichzeitig ist ein Auswärtssieg von Eintracht Frankfurt gegen Tabellenführer FC Bayern München vonnöten, damit der alte auch wieder der neue Double-Gewinner wäre. Neben der Titelfrage stehen beim Saisonfinale zahlreiche Verabschiedungen im Blickpunkt.

Erfolgreiche Saison

Emotionen und Tränen im Lager der VfL-Frauen sind garantiert, wenn am Sonntag gegen 15.45 Uhr der letzte Abpfiff einer außergewöhnlichen Saison erfolgen wird. In Friederike Abt, Lara Dickenmann, Ingrid Engen, Lena Goeßling, Zsanett Jakabfi und Fridolina Rolfö werden sechs Spielerinnen Abschied von Grün-Weiß nehmen. Auch Cheftrainer Stephan Lerch, die Co-Trainerinnen Ariane Hingst und Theresa Merk sowie Analystin Donna Newberry und weitere langjährige Mitglieder aus dem Staff-Team werden die Wölfinnen verlassen. Für sie alle gilt: Auch ohne Meisterschale wäre es eine erfolgreiche Abschiedssaison. Sollte ein Sieg gegen Bremen gelingen, hätten die Wölfinnen 59 Zähler gesammelt – bei den ersten vier Titelgewinnen waren es jeweils weniger (53, 55, 54, 56). Und immerhin: Die grün-weiße Liga-Rekordmarke von 62 Punkten, aufgestellt in der Vorsaison, wird auf alle Fälle Bestand haben, da der FC Bayern nur noch auf 61 kommen kann.

Ehrung wird nachgeholt

Unabhängig vom Ausgang des letzten Liga-Spieltags wurden die VfL-Frauen einmal mehr eingeladen, sich ins Goldene Buch der Stadt Wolfsburg einzutragen. In Abstimmung mit der Stadt Wolfsburg wurde beschlossen, die für den achten DFB-Pokalsieg vorgesehene Ehrung nicht nach der Partie gegen den SV Werder Bremen, sondern zu einem späteren Zeitpunkt in der Saison 2021/2022 durchzuführen. Einige Spielerinnen der Wölfinnen reisen unmittelbar nach dem abschließenden Heimspiel zu ihren Nationalmannschaften, zudem sprechen die noch immer geltenden Corona-Vorgaben gegen einen Empfang in gewohntem Format. Oberbürgermeister Klaus Mohrs: „Sehr gerne hätte ich diese tolle Mannschaft zeitnah für diese herausragende Leistung gebührend geehrt. Die aktuellen Auflagen lassen dies aber leider nicht zu. Umso wichtiger ist es, dass wir den Empfang zu Beginn der neuen Saison nachholen und das Team, gemeinsam mit den Fans, noch mal hochleben lassen.“

„Es wird emotional“

Zum letzten Mal stellte sich Cheftrainer Stephan Lerch, der in der kommenden Saison die U17-Junioren der TSG 1899 Hoffenheim trainieren wird, vor einem Spiel den Fragen der Medienvertreter. Dabei sprach der Coach über…

…die Personalsituation: Klar ist ja, dass Joelle Wedemeyer fehlen wird. Dazu hat auch Fridolina Rolfö noch eine Blessur aus dem Pokalfinale und noch keine Trainingseinheit in dieser Woche absolviert. Selbst wenn sie beim Abschlusstraining dabei sein könnte, sieht es eher danach aus, dass sie nicht dabei sein kann.

…letzte Einsätze im VfL-Trikot: Bei Fridolina Rolfö klappt es wie erwähnt eher nicht, aber wir haben fest vor, dass die Spielerinnen, die uns verlassen werden, noch einmal für den VfL auflaufen. Ich glaube auch, dass wir Bremen – bei allem Respekt – schlagen sollten, egal wer auf dem Platz steht.

…die Ausgangsposition: Jede Spielerin weiß um die Konstellation, aber während des Spiels wird nicht groß darüber nachgedacht, wie es in München steht. Wir sind mit dem Fokus ganz bei uns, zumal es für viele ja das letzte Spiel im VfL-Trikot ist. Ich werde auch kein Handy auf der Trainerbank haben. Es gibt genug Personen im Umfeld, die mich sicherlich über alles informieren werden. Klar ist aber auch, dass wir das Resultat des Bayern-Spiels sicher nicht bis zur 92. Minute unter Verschluss halten können.

…die Hoffnung Eintracht Frankfurt: Wir hätten das Pokalfinale gerne in der regulären Spielzeit entschieden, damit die körperliche Belastung für die Frankfurterinnen nicht ganz so hoch ist. Aber letztendlich ist es ja auch wieder eine Woche her. Das Spiel in Köln war ein emotionales Highlight für die Eintracht und es ist sicher nicht leicht, jetzt wieder hochzufahren. Ich hoffe einfach darauf, dass sich Frankfurt noch einmal ins Zeug legt und nichts herschenkt.

…die Gefühlslage vor dem Abschied: Das Spiel steht im Vordergrund, zumal ja auch noch nicht alles entschieden ist. Und danach können wir so oder so auf eine erfolgreiche Saison zurückblicken. Keine Ahnung, was dann passiert. Es wird sicherlich emotional, aber nicht nur wegen meiner Person. Wir haben ja einige Spielerinnen oder auch Mitglieder aus dem Staff-Team zu verabschieden, die keine kurze Zeit beim VfL waren. Wir lassen einfach alles auf uns zukommen und versuchen, den Moment zu genießen.

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