Seit Sommer 2024 ist die in den Niederlanden geborene Carin Bakhuis als Assistenztrainerin bei den Frauen des VfL Wolfsburg tätig. Im Interview spricht die 36-Jährige über ihre Vertragsverlängerung, ihren Pro-Lizenz-Lehrgang sowie über die kommenden Herausforderungen mit den VfL-Frauen.
Carin Bakhuis, herzlichen Glückwunsch zu deiner Vertragsverlängerung! Was bedeutet es dir persönlich, weiterhin Teil des VfL Wolfsburg zu sein?
Carin Bakhuis: Vielen Dank! Für mich ist das eine große Wertschätzung. Meine Familie und ich fühlen uns hier sehr wohl, und es bedeutet uns viel, weiterhin Teil dieser besonderen Wolfsburg-Familie zu sein. Gleichzeitig ist es mir wichtig, die Entwicklung des Vereins weiter mitzugestalten und diesen Weg auch in den kommenden Jahren mitzugehen.
Was hat letztlich den Ausschlag dafür gegeben, deinen Vertrag um zwei weitere Jahre zu verlängern?
Carin: Die vergangenen beiden Jahre waren sehr unterschiedlich, daher war es mir zunächst wichtig zu sehen, wie sich alles entwickelt – vor allem mit dem neuen Trainerteam und dem Umbruch in der Mannschaft. Es hat sich aber schnell gezeigt, dass die Zusammenarbeit hervorragend funktioniert. Die Arbeitsmentalität im Team und im Verein überzeugt mich total, und auch meine Familie fühlt sich hier sehr wohl. Deshalb war für mich relativ früh klar, dass ich gerne bleiben möchte.
Wenn du auf deine bisherige Zeit beim VfL zurückblickst: Welche Momente oder Entwicklungen sind dir besonders in Erinnerung geblieben?
Carin: Wolfsburg ist ein Verein mit großer Geschichte, und ein Teil davon zu sein, ist etwas Besonderes. Besonders schätze ich, wie hart wir für unsere Ziele arbeiten müssen – gerade im Kampf um die Plätze in Europa. Diese Mentalität gefällt mir sehr. Prägende Moment waren für mich die Champions-League-Viertelfinalspiele gegen Barcelona und Lyon. Auch wenn wir am Ende ausgeschieden sind, war ich unglaublich stolz auf die Mannschaft. Ebenso ist es etwas Besonderes, jetzt erstmals mit dem VfL im Pokalfinale zu stehen.
Wie würdest du deine Rolle im aktuellen Trainerteam beschreiben – auf und neben dem Platz?
Carin: Ich sehe mich als verbindendes Element innerhalb des Teams. Ich arbeite eng mit den verschiedenen Bereichen zusammen, etwa mit der Athletik oder den Physios, und wir stimmen gemeinsam die Trainingsinhalte ab. Auf dem Platz bringe ich viel Energie ein, fordere die Spielerinnen sowohl technisch als auch mental und unterstütze die Struktur im Training. Neben dem Platz ist es mir wichtig, eine gewisse Lockerheit zu vermitteln, damit sich alle wohlfühlen – denn nur in einem guten Umfeld ist Entwicklung möglich.
Wie gestaltet sich die Zusammenarbeit im Trainerteam im täglichen Ablauf?
Carin: Wir sind sehr eng im Austausch und teilen uns die Aufgaben bewusst auf. Gerade in intensiven Phasen achten wir darauf, dass jeder auch mal abschalten kann, um anschließend wieder mit voller Energie da zu sein. Das hilft uns, über die gesamte Saison hinweg leistungsfähig zu bleiben.















