Männer

Svanberg kontert Antonetti

Wölfe trennen sich im Testspiel mit 1:1 von Estrela Amadora.

Im ersten und einzigen Testspiel des Trainingslagers in Lissabon trennten sich die Wölfe am Dienstagmittag mit 1:1 (1:1) vom portugiesischen Erstligisten CF Estrela Amadora. Auf den frühen Rückstand antwortete Mattias Svanberg mit dem verdienten Ausgleich. Nach der Pause übernahm Amadora mehr Spielanteile, während mehrere Nachwuchsspieler beim VfL Einsatzminuten sammelten. In der Schlussphase verhinderte das Gestänge auf beiden Seiten den potenziell entscheidenden Treffer.

Spielverlauf

Nach der Schrecksekunde im Training am Montag hatte ein Fragezeichen hinter dem Einsatz von Kamil Grabara gestanden – doch der polnische Keeper konnte gegen Estrela Amadora starten. Zunächst war er nicht gefordert, da die Wölfe das Spiel nach kurzer Anlaufzeit in die gegnerische Hälfte verlagerten. Amadora, das nach dem 3:3 gegen Braga auf allen Positionen wechselte, lauerte auf Konter – und nutzte in der 14. Minute einen davon zur Führung: Leandro Antonetti traf flach ins lange Eck, nachdem es im Strafraum nach einem Zusammenprall unübersichtlich wurde.

Sechs Minuten später jubelte der VfL über den vermeintlichen Ausgleich: Max Arnold brachte einen Freistoß in den Strafraum, Konstantinos Koulierakis traf per Kopf – stand dabei aber im Abseits. Es folgte eine Phase mit weiterhin viel Ballbesitz für den VfL. In der 25. Minute fasste sich Arnold aus der zweiten Reihe ein Herz, wenig später fiel der Ausgleich. Über die linke Seite kombinierten sich die Wölfe in den Strafraum, Svanberg vollendete aus dem Rückraum zum verdienten 1:1 (31.). Vor der Pause kratzten die Grün-Weißen an der Führung: Patrick Wimmer scheiterte aus spitzem Winkel (39.), Dzenan Pejcinovic verpasste aus zentraler Position (41.).

Cheftrainer Daniel Bauer wechselte zur zweiten Hälfte komplett durch. Insgesamt standen nun – Jakub Zielinski und Mathys Angely inbegriffen – fünf U19-Spieler auf dem Platz. Estrela Amadora übernahm in der Folge etwas größere Spielanteile, doch auf beiden Seiten blieben nennenswerte Torchancen lange Zeit aus. Nach einer Ecke versuchte es Ianis Stoica daher aus recht abgelegener Position und zirkelte den Ball rechts am Wolfsburger Tor vorbei (72.). Drei Minuten später nahm der VfL einen Doppelwechsel vor. Unter anderem feierte Kevin Paredes nach langer Verletzungspause sein Comeback. In der 81. Minute zimmerte Jovane den Ball nach einer sehenswerten Passstafette an die Latte – Glück für die Wölfe. Kurz nach Anbruch der Nachspielzeit zitterte auch auf der anderen Seite das Gestänge: Pharell Hensel bewies Übersicht und bediente den freistehenden Paredes, der beinahe ein perfektes Comeback gefeiert hätte (90.+1). Nur wenige Augenblicke später leisteten sich die Grün-Weißen einen Ballverlust in der eigenen Hälfte, doch Zielinski verhinderte mit einer starken Aktion gegen Jovane den Gegentreffer. So blieb es am Ende beim 1:1.

Trainerstimme

Daniel Bauer: Alle sind gesund geblieben, haben Gas gegeben und sich angeboten – das war uns besonders wichtig. Gleichzeitig hat man gemerkt, wie intensiv die vergangenen Tage waren, da fehlte stellenweise die letzte Spritzigkeit. Ab der 20. Minute hatten wir eine gute Spielkontrolle. Wir haben den Gegner zeitweise eingeschnürt, uns dabei aber zu wenige klare Chancen erspielt. Nach der Pause haben wir in Sachen Aggressivität und Intensität zugelegt. Die jungen Spieler waren extrem hungrig und haben sich reingehauen. Unterm Strich hätte das Ergebnis auch anders ausfallen können – vielleicht sogar müssen.

Aufstellungen und Statistiken

VfL Wolfsburg (1. Halbzeit): Grabara – Kumbedi, Jenz, Koulierakis, Fischer – Svanberg, Arnold – Eriksen, Majer, Wimmer – Pejcinovic

VfL Wolfsburg (2. Halbzeit): Zielinski – Bürger, Vavro, Angely, Zehnter – Gerhardt, Souza – Soylu (75. Paredes), Hensel, Skov Olsen (75. Benedict) – Daghim

Tore: 0:1 Antonetti (14.), 1:1 Svanberg (31.) 

Schiedsrichter: Bruno Viera