Frauen

„Stolz darauf, in so einem Verein zu spielen“

VfL-Neuzugang Martina Tufekovic über die große Veränderung, die im Sommer für sie ansteht.

Im Sommer wechselt Torhüterin Martina Tufekovic von der TSG 1899 Hoffenheim nach Wolfsburg. Aktuell muss sie eine verletzungsbedingte Pause einlegen. Diese hat die 30-Jährige genutzt, um ihrer neuen Heimat einen ersten kurzen Besuch abzustatten. Im Kurz-Interview spricht sie über ihren im Sommer anstehenden Wechsel zu den Wölfinnen.

Martina Tufekovic, die wichtigste Frage zuerst: Wie geht es dir aktuell?

Martina Tufekovic: Ich habe gemischte Gefühle. So habe ich mir meine letzten Wochen bei der TSG nicht vorgestellt. Ich hätte im Pokal-Halbfinale gerne bis zum Ende gespielt. Aber solche Dinge passieren, da steckt man nicht drin. Ich muss es so akzeptieren, wie es ist. Das Wichtigste ist, dass es keine langfristige Verletzung ist, sondern die Ausfallzeit überschaubar ist. Von daher bin ich trotzdem positiv gestimmt.

Der VfL ist eines der Vorbilder im Frauenfußball, was die Ziele und die Erfolge angeht. Da kommen momentan nicht viele Mannschaften dran. Von daher bin ich sehr froh, dass der VfL auf mich zugekommen ist und mir die Möglichkeit gibt, zu so einem Verein zu kommen.
Martina Tufekovic

Im Sommer steht für dich eine große Veränderung an. Warum hast du dich für den VfL entschieden?

Martina: Ich denke, wenn man den VfL Wolfsburg erwähnt, weiß jeder, was das für ein Verein ist. Der VfL ist eines der Vorbilder im Frauenfußball, was die Ziele und die Erfolge angeht. Da kommen momentan nicht viele Mannschaften dran. Von daher bin ich sehr froh, dass der VfL auf mich zugekommen ist und mir die Möglichkeit gibt, zu so einem Verein zu kommen. Und ich glaube, ich kann sehr stolz darauf sein, in so einem Verein zu spielen.

Wie hast du den VfL von außen wahrgenommen?

Martina: Man hat ein bisschen zum „großen VfL Wolfsburg“ aufgeschaut und hatte ein Stück weit Respekt davor, gegen den VfL zu spielen. Es geht und ging immer darum, Punkte zu klauen. Dass ich bald selbst als Spielerin ein Teil des Klubs bin, ist schon mega cool. 

Du bist schon seit der Jugend in Hoffenheim. Noch ist dein Abschied einige Wochen hin, wie blickst du aber schon jetzt darauf?

Martina: (Atmet tief ein) Wie du hörst, muss ich an der Stelle ein bisschen durchatmen. 16 Jahre sind eine lange Zeit. Ich hätte auch vorher schon zu großen Vereinen wechseln können, habe es aber nie getan, weil ich mich in Hoffenheim so heimisch gefühlt habe. Jetzt ist es für mich aber an der Zeit, den nächsten Schritt zu gehen und der führt mich glücklicherweise zu einem großen Verein. Das ist eine Möglichkeit, über die ich mich sehr freue. Ich gehe in diese neue Aufgabe mit einem guten Gefühl rein und freue mich auf die Herausforderung und eine hoffentlich erfolgreiche Zeit beim VfL.

Worauf freust du dich hier beim VfL am meisten und was erhoffst du dir von der Zeit hier?

Martina: Ich freue mich auf die neue Herausforderung, den neuen Alltag und tatsächlich auch darauf, ein bisschen von zu Hause wegzukommen. Ich glaube, dass das wichtig ist, um im Leben weiter dazuzulernen. Worauf ich mich auch sehr freue, ist die Nähe zu Hamburg, wo ein Teil meiner Familie wohnt.

Und worauf können sich die VfL-Fans freuen, wenn du dann hier bist?

Martina: Ich nenne dafür jetzt mal meinen Spitznamen, nämlich „Tuffi“. Den habe ich bei der TSG bekommen. Ich denke, die Fans können sich auf eine offene, zielstrebige Tuffi freuen, die in wirklich jedem Training Vollgas gibt und sehr diszipliniert bei ihren Aufgaben ist.