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„Steilpass für Vielfalt“

Gemeinsam für eine inklusive Zukunft im Fußball.

In den vergangenen zwei Tagen wurde bei der Abschlussveranstaltung des Projekts „Steilpass für Vielfalt“ in der Volkswagen Arena deutlich, wie viel Bewegung bereits im Thema Diversität und Inklusion im Profifußball steckt, und wie wichtig es ist, diese Entwicklung gemeinsam weiter voranzutreiben.

Schon früh im Projekt, das im Juli 2022 gestartet ist, wurde klar: Diversität und Inklusion sind längst keine Themen mehr, die nebenbei laufen. Sie sind zentral für die Zukunft des Fußballs.

Fußballjobs für alle

Der „Steilpass für Vielfalt“ ist Teil des Projekts „Steilpass – Fußballjobs für alle“, das seit vier Jahren daran arbeitet, den Fußball als Arbeitsumfeld inklusiver zu gestalten. Das Projekt wird gemeinsam vom VfL Wolfsburg, dem FC St. Pauli und dem SC Freiburg umgesetzt und von „KickIn!“, der Beratungsstelle für Inklusion im Fußball, gesteuert.

Dass sich bereits viel bewegt hat, zeigen neue Weiterbildungsformate, konkrete Veränderungen in den Klubs, mehr Austausch und eine deutlich gestiegene Sichtbarkeit für die Themen Diversität und Inklusion. Eine teilnehmende Person bringt es treffend auf den Punkt: „Durch Steilpass habe ich verstanden, wie echte Inklusion im Fußball aussehen kann und dass sie weit mehr ist als ein symbolisches ‚Nice-to-have‘, das nach außen gut wirkt.“

Miteinander ins Arbeiten kommen

In kleinen Gruppen wurde diskutiert, hinterfragt und vor allem ganz konkret gearbeitet: Wie kann Recruiting inklusiver gestaltet werden? Was braucht es, um Mitarbeitende besser einzubeziehen? Und wie schafft man Räume, in denen sich wirklich alle sicher fühlen?

Dabei ging es um ehrliche Einblicke, unterschiedliche Perspektiven und den Mut, Dinge neu zu denken. Ein besonderes Highlight war der Netzwerk-Salon am ersten Tag. Viele arbeiten bereits an ähnlichen Themen, oft jedoch noch nebeneinander. Der direkte Austausch hat neue Verbindungen geschaffen und gezeigt, wie viel Potenzial in einer stärkeren Vernetzung liegt.

Kultur verändert sich nicht von allein

Am zweiten Tag der Veranstaltung rückte ein Thema in den Fokus, das für nachhaltige Veränderung entscheidend ist: die Unternehmenskultur. Dr. Younis Kamil Abdulsalam (Vizepräsident von „ROOTS – Against Racism in Sports“) betonte, wie wichtig Wertschätzung und eine offene Fehlerkultur sind, damit Veränderungen wirklich greifen können. Denn strukturelle Maßnahmen allein reichen nicht. Es braucht ein Umfeld, in dem Menschen sich trauen, Dinge anzusprechen, Fehler zu machen und daraus zu lernen.

Im abschließenden World-Café richteten die Teilnehmenden den Blick nach vorne. Es geht darum, dranzubleiben, Strukturen weiterzuentwickeln, voneinander zu lernen und das Thema langfristig im Fußball zu verankern.