Im Heimspiel am 18. Spieltag der 2. Frauen-Bundesliga mussten sich die U20-Frauen des VfL Wolfsburg gegen den FC Viktoria Berlin mit 1:3 geschlagen geben. Die Jungwölfinnen bleiben somit in der Rückrunde weiterhin punktlos und verweilen auf dem zwölften Tabellenplatz.
Drei Gegentore durch Standards
Bereits in der dritten Spielminute kamen die Gäste zu ihrem ersten Abschluss, der allerdings am Tor vorbei ging. Auch in den folgenden Minuten waren die Grün-Weißen vor allem in der Defensive gefragt. Speziell bei Standards wurde Viktoria gefährlich. Nachdem zwei vorherige Eckbälle noch verteidigt werden konnten, sorgte ein dritter für die Führung der Berlinerinnen (18.). Dabei war es VfL-Spielerin Anastasia Harting, die den Ball ins eigene Tor abfälschte. Ebenfalls im Zuge einer Ecke kamen die Jungwölfinnen zu ihrer ersten Möglichkeit, der deutlich zu hohe Nachschuss aus zweiter Reihe sorgte jedoch für nicht allzu viel Gefahr. Die Gäste kamen durch einen von Sarah Klotz herausgeholten Elfmeter in der 31. Minute zu einer Riesenchance, die Sarah-Vanessa Stöckmann allerdings liegen ließ. Ebenso ungenutzt blieb ein Freistoß von Viktoria, den Christina Schönwetter im Tor der Jungwölfinnen sicher parierte. Kurz vor Ende der ersten Halbzeit konnten die Grün-Weißen eine Schusschance und einen Freistoß nicht verwerten.. Die zweite Hälfte startete erneut mit Chancen für die Berlinerinnen, die sich infolge des zweiten Strafstoßes des Spiels belohnen konnten. Schönwetter konnte den von Anna Höfker geschossenen Elfmeter noch parieren, beim Nachschuss von Nina Ehegötz zum war sie allerdings chancenlos (55.). Auch den dritten Gegentreffer aus VfL-Sicht konnten die Gäste durch einen Standard erzielen. Erneut war es ein Eigentor, diesmal durch Jasmin Zimmermann, das Viktoria die 3:0-Führung bescherte (80.). Die Jungwölfinnen fanden durch ein Tor von Weronika Arasniewicz die direkte Antwort (81.), konnten ihre Chancen in den Schlussminuten allerdings nicht mehr nutzen.
Zwischenbilanz der Rückrunde
Nach nun fünf Spielen konnten die U20-Frauen des VfL in der Rückrunde bislang noch keine Punkte erzielen. „Wir hatten jetzt häufig das Problem, dass wir uns durch einfache Gegentore um den Lohn der Arbeit gebracht haben. Das zieht sich so ein bisschen durch diese Rückrunde. Da müssen wir den Bock wieder umstoßen, das geht nur durch noch mehr eigenen Input, Intensität und Glauben an die eigene Qualität“, so die Einschätzung von Cheftrainer Daniel Kraus.
„Brauchen den Fokus auf uns selbst“
Im Kampf um den Klassenerhalt zeigt sich Kraus weiterhin zuversichtlich: „Wir sind ein sehr junges Team und wussten von Anfang an, dass es superschwierig wird, in dieser Liga zu bleiben. Wir haben immer noch eine vernünftige Ausgangsposition, und das sollte uns die Kraft geben, in Spiele zu gehen und alles reinzuwerfen. Wir brauchen Fokus und ein Stück weit Spielglück, aber wir müssen auch vermeintlich einfache Fehler reduzieren. Dann können wir auch wieder Erfolgserlebnisse haben und Spiele gewinnen.“


