Frauen

Wölfinnen legen gegen Inter vor

Mit einem 2:0-Erfolg verschafft sich der VfL eine gute Ausgangslage für das Rückspiel.

Die Wölfinnen haben das Hinspiel der Qualifikation für die UEFA Women's Champions League gegen Inter Mailand mit 2:0 (1:0) gewonnen. Die Grün-Weißen waren im AOK Stadion von Beginn an spielbestimmend, mussten vor der Pause aber auch gefährliche Situationen der Gäste überstehen. Lara Prasnikar (42.) brachte den VfL kurz vor der Halbzeitpause in Führung, Camilla Küver (52.) erhöhte nach dem Seitenwechsel. Nach der Roten Karte gegen Chiara Robustellini spielten die Wölfinnen ihre Überzahl aus und hätten das Ergebnis noch höher gestalten können. Das Rückspiel steigt in einer Woche, am Mittwoch, 2. September, ab 18.30 Uhr im Mailänder Stadio Ernesto Breda.

Personal

VfL-Cheftrainer Stephan Lerch musste verletzungsbedingt auf Lena Lattwein, Cecilie Floe Nielsen und Giovanna Hoffmann verzichten. Alle anderen Spielerinnen waren fit. Bei Inter Mailand stand Ex-Wölfin Lina Magull überraschend nicht im Kader.

Spielverlauf

Die Wölfinnen erwischten einen schwungvollen Start: Cora Zicai sorgte früh für Gefahr (2.) und prüfte Cecilia Runarsdottir erneut (9.). Nach einer kurz ausgeführten Ecke zwang auch Ella Peddemors die Inter-Keeperin zum Eingreifen (14.). Die Gäste blieben allerdings gefährlich: Karolina Viljalmsdottir schoss knapp über das Tor (18.), Brittany Raphino vergab frei vor Stina Johannes eine Großchance (22.). Anschließend erhöhte der VfL wieder den Druck. Svenja Huth scheiterte nach einer Verlagerung an einer Rettungsaktion auf der Linie (28.), Smilla Vallotto zielte aus der Distanz zu hoch (31.). Kurz vor der Pause belohnten sich die Wölfinnen schließlich für ihren Auftritt: Prasnikar erzielte die verdiente Führung (42.).

Nach der Pause geriet Robustellini mit Vallotto aneinander und sah wegen einer Tätlichkeit Rot (49.). Wenig später nutzte der VfL die Überzahl und erhöhte durch Küver auf 2:0 (52.). Die Wölfinnen hatten die Partie von nun an im Griff. Die Mailänderinnen waren fast ausschließlich in der Defensive gefordert. Anny Kerim-Lindland kam für Prasnikar (63.), ehe Huth nach Vorlage von Zicai am dritten Treffer scheiterte (64.) und Vallotto direkt auf Runarsdottir schoss (66.). Mit Weronika Arasniewicz, Sophia Kleinherne und Mara Alber brachte Lerch weitere frische Kräfte (75.); für Alber war es das VfL-Debüt. Die Wölfinnen blieben brandgefährlich, aber erfolglos: Küver traf kurz darauf aus der Distanz die Latte (75.). Auch Peddemors sorgte per Freistoß noch einmal für Gefahr (89.), ein weiterer Treffer fiel jedoch nicht.

Tore

  • 1:0 Prasnikar (42.): Huth legt von der rechten Seite zur freistehenden Prasnikar ab, die aus dem Zentrum direkt abschließt und den Ball zur Führung in die Maschen setzt.
     
  • 2:0 Küver (52.): Peddemors bringt eine Ecke hoch in den Strafraum. Küver steigt am kurzen Pfosten am höchsten und köpft zum zweiten Wolfsburger Treffer ein.

Trainerstimme

Stephan Lerch: Wir sind grundsätzlich ganz gut ins Spiel reingekommen. Was uns ein bisschen gefehlt hat, war, schneller hinter die letzte Kette zu kommen. Bis auf wenige Situationen, in denen uns das konsequente Zweikampfverhalten gefehlt hat, haben wir das Spiel in der ersten Halbzeit gut kontrolliert. Deshalb finde ich, dass wir verdient in Führung gegangen sind. Nach dem Platzverweis ist das Spiel dann komplett in unsere Hände gegangen. Wir haben viel Druck erzeugt und hatten viele Abschlüsse. Leider haben wir aber das eine oder andere Tor liegen gelassen. Trotzdem haben wir uns eine wirklich gute Ausgangslage geschaffen, und darüber freuen wir uns.

Aufstellungen und Statistiken

VfL Wolfsburg: Johannes – Bjelde, Carleer (76. Kleinherne), Küver, Linder (84. Bogaert) – Vallotto (76. Arasniewicz), Minge, Peddemors – Huth, Prasnikar (63. Kerim-Lindland), Zicai (76. Alber)

Ersatz: Tufekovic (Tor), Schönwetter (Tor), Bussy, Landenberger, Wedemeyer, Piljic

Inter Mailand: Runarsdottir – Schough, van Diemen (87. Milinkovic), Ivana, Robustellini – Glionna (72. Payne), Tomasevic, Vilhjalmsdottir, Le Bihan (72. Detruyer) – Raphino (51. Bartoli), Polli (87. Bugeja)

Ersatz: Forcinella (Tor), Robbioni (Tor), Santi, Paz, Giudici, Consolini

Tore: 1:0 Prasnikar (42.), 2:0 Küver (52.)

Gelbe Karten: Huth / Bartoli

Rote Karte: Chiara Robustellini

Schiedsrichterin: Iuliana Elena Demetrescu (ROU)

Zuschauende: 2.317 Zuschauende im AOK Stadion

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