29.09.2021
Männer

Ärgerliches Remis

Wölfe bekommen trotz starker Vorstellung gegen Sevilla im ersten CL-Heimspiel nur ein 1:1 heraus.

Der VfL Wolfsburg hat auch im zweiten Gruppenspiel der Königsklasse die Punkte geteilt. Im Heimspiel gegen das spanische Spitzenteam FC Sevilla erreichte die Elf von Cheftrainer Mark van Bommel am Mittwochabend ein 1:1 (0:0). Renato Steffen brachte die Grün-Weißen vor 11.733 Zuschauenden in der Volkswagen Arena auf die vermeintliche Siegerstraße (48.), ehe den Spaniern durch einen umstrittenen von Ivan Rakitic verwandelten Foulelfmeter (87.) noch der späte Ausgleich gelang. In der Tabelle der Gruppe G blieb der VfL mit nun zwei Zählern Dritter. Sein nächstes Spiel bestreitet Grün-Weiß bereits am kommenden Samstag, 2. Oktober (Anstoß um 15.30 Uhr), wenn Borussia Mönchengladbach in der Volkswagen Arena gastiert.

Personal

Die Ausfallliste mit Paulo Otavio, William, Bartosz Bialek und Xaver Schlager hatte sich um einen Namen verlängert, da John Anthony Brooks wegen seines Platzverweises im ersten Gruppenspiel gesperrt war. Gegenüber dem jüngsten Ligaeinsatz in Hoffenheim stellte van Bommel auf zwei Positionen um. Für besagten Brooks begann Sebastiaan Bornauw, außerdem rückte Steffen für Maximilian Philipp ins Team. Sevillas Chefcoach ließ seine Mannschaft, die dreifach verändert war nach dem letzten Ligaspiel (2:0 gegen Espanyol Barcelona), komplett ohne ehemalige Bundesligaprofis beginnen: Rakitic und Thomas Delaney saßen wie Karim Rekik und Ludwig Augustinsson zunächst auf der Bank.

Spielverlauf

Im ersten Champions-League-Spiel in der Volkswagen Arena seit gut fünf Jahren biss sich die VfL-Offensive an der besten Abwehr Spaniens anfangs die Zähne aus. Nach 20 Minuten verschaffte sich Steffen einmal den Platz, um zum Fernschuss zu kommen, aber verzog. Als nächstes brachte erst wieder Maximilian Arnold das Gästetor in Gefahr, als er einen direkten Freistoßball über die Querstange schoss (45.+3). Die übrige Halbzeit verkam zum intensiven Abnutzungskampf. Bei ständig wechselndem Ballbesitz, aber dennoch hohem Tempo setzten sich beide Teams mit forschem Pressing unter Dauerstress. Die Folge war eine geringe Nettospielzeit, in der Sevilla, analog zu den Wölfen aktuell Dritter der Primera Division, dominierte und auch häufiger zu Torszenen kam. Die brenzligsten Situationen, jeweils gegen Rafa Mir, bereinigten Jerome Roussillon (22.) und Kevin Mbabu (30.). Ein ganz anderes Spiel ergab sich mit Wiederbeginn, da der VfL seinen bislang stärksten Angriff zum Führungstor nutzte (48.). Kämpfen, konzentrieren und möglichst klug kontern hieß fortan die Devise. Ein hochspannender Schlagabtausch kam in die Gänge. Da Weghorst zwei prächtige Chancen (55./72.) in Gegenstößen ausließ, blieben die Andalusier im Spiel und kamen durch eine sehr überraschende Strafstoßentscheidung plötzlich zum Ausgleich (87.). Fast wäre es für die Wölfe sogar noch dicker gekommen, da es in der Nachspielzeit noch einmal im VfL-Strafraum brannte (90.+1). Zumindest das 1:1 bekam Grün-Weiß in einer äußerst hektischen Schlussphase mit zehn Mann aber verteidigt.

Tore

  • 1:0 Steffen (48. Minute): Hammerstart in Durchgang zwei! Dodi Lukebakio wuselt sich auf dem rechten Flügel durch und flankt zum zweiten Pfosten, wo Wout Weghorst die Kugel per Flugkopfball weiter zu Steffen lenkt. Mit einem Drehschuss aus fünf Metern stellt der Schweizer auf 1:0.

  • 1:1 Rakitic (87. Minute): Nicht zu fassen: Per Videobeweis bekommt Sevilla einen Foulelfmeter zugesprochen, den Ivan Rakitic zum späten Ausgleich nutzt. Guilavogui, der seinen Gegenspieler am Schienbein getroffen haben soll, fliegt dafür auch noch runter. Das haben die Wölfe nach dieser Leistung nicht verdient.

Die Trainerstimme

Mark van Bommel: Die erste Halbzeit war sicherlich ausgeglichen. Wir haben ausgezeichnet verteidigt, waren nach vorne aber etwas zu unruhig. Mit Wiederbeginn sind wir dann sehr gut gestartet, haben ein tolles Tor gemacht und hätten das zweite nachlegen müssen. Sevilla hatte zwar viel Ballbesitz, trotzdem hätten wir den Deckel draufmachen müssen. Zu dem, was am Ende passiert ist, sage ich: Man kann es auch übertreiben mit dem Videobeweis. Jeder hat gesehen, dass es kein Elfmeter war. Wir hätten es verdient gehabt, zu gewinnen, deshalb bin ich nicht froh über diesen Punkt. Aber damit müssen wir jetzt umgehen und weitermachen, denn am Samstag steht schon Gladbach vor der Tür.
 

Aufstellungen und Statistiken

VfL Wolfsburg: Casteels – Mbabu (62. L. Nmecha), Lacroix, Bornauw, Roussillon – Guilavogui, Arnold,  Steffen (74. Waldschmidt), Lukebakio, Baku – Weghorst (90.+2 Gerhardt)

Ersatz: Klinger (Tor), Pervan (Tor), van de Ven, F. Nmecha, Philipp, Vranckx, Ginczek

FC Sevilla: Bono – Jesus Navas, Kounde, Diego Carlos, Acuna (46. Rekik) – Fernando, Jordan (70. Romero), Gomez – Suso (53. Lamela), Rafa Mir (53. Rakitic), Ocampos (74. Munir)

Ersatz: Alfonso (Tor), Dmitrovic (Tor), Augustinsson, Montiel, Delaney, Oliver, Oscar

Tore: 1:0 Steffen (48.), 1:1 Rakitic (87., Foulelfmeter)               

Gelbe Karten: Lacroix, Steffen, Mbabu, Guilavogui, Weghorst, Roussillon / Suso, Rafa Mir, Rekik

Gelb-Rote Karte: Guilavogui (85.)

Schiedsrichter: Georgi Kabakov (Bulgarien)

Zuschauende: 11.733 am Mittwochabend in der Volkswagen Arena  

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