15.12.2019
Männer

Arnold lässt die Wölfe jubeln

Starker VfL belohnt sich mit spätem 2:1-Sieg gegen Borussia Mönchengladbach.

Am Sonntagnachmittag feierte der VfL Wolfsburg einen späten, aber verdienten 2:1 (1:1)-Heimsieg gegen den bisherigen Tabellenführer Borussia Mönchengladbach. Die Wölfe gingen nach einer starken Anfangsphase in Führung. Xaver Schlager netzte die Kugel in der 13. Spielminute links in den Winkel zum 1:0 – für den Österreicher war es seine Torpremiere im Dress der Grün-Weißen. Keine 86 Sekunden später antworteten die Fohlen postwendend. Breel Embolo traf aus kurzer Distanz zum 1:1-Ausgleich (15.). Mit diesem Ergebnis ging es in die Pause. Nach dem Seitenwechsel konterten die Niedersachen in einer umkämpften wie intensiven Partie und wirkten nach ihrem Einsatz im Europapokal am Donnerstag frischer als die Gäste. Zweimal trafen die Wolfsburger Aluminium. Nach Joao Victor in der ersten Halbzeit, setzte Kevin Mbabu nach einer Stunde einen Kopfball an den Pfosten – Glück für Gladbach (61.). Über die gesamte Spieldauer lieferten sich beide Teams einen offenen Schlagabtausch. In der ersten Minute der Nachspielzeit erzielte Maximilian Arnold schließlich das Siegtor! Der Mittelfeldakteur traf aus zehn Metern in die obere rechte Ecke und sicherte dem VfL drei Punkte (90.+1).

Das letzte von drei Heimspielen in sechs Tagen bestreiten die Grün-Weißen am Mittwoch, 18. Dezember. Um 20.30 Uhr ist der FC Schalke 04 zu Gast. (Tickets gibt es hier).

Casteels mit 100. Bundesliga-Einsatz für den VfL

Im Vergleich zum letzten Bundesliga-Spiel, als die Wölfe mit 0:1 in Freiburg unterlagen, setzt Cheftrainer Oliver Glasner auf vier Wechsel. Robin Knoche, Kevin Mbabu, Schlager und Renato Steffen ersetzten Jeffrey Bruma, William, Admir Mehmedi und Marcel Tisserand, der wegen einer Gelbsperre fehlte. Gegenüber dem Europa-League-Spiel beim 1:0-Erfolg gegen die AS St. Etienne waren es sogar sieben Veränderungen. Auch VfL-Keeper Koen Casteels rückte wieder in die Startelf. Für den Belgier, der erst in den vergangenen Tagen seinen Vertrag bis 2024 verlängert hat, war es der 100. Bundesliga-Einsatz im Trikot der Grün-Weißen.

Im Vergleich zum letzten Bundesligaauftritt gegen Bayern München nahm Gladbachs Coach Marco Rose zwei personelle Wechsel vor. Kapitän Lars Stindl saß auf der Bank, Denis Zakaria fehlte gelbgesperrt. Dafür begannen Tobias Strobl und Embolo.

Schlager mit erstem Saisontor

Die Wölfe zeigten sich in der Startphase sehr aktiv und rüttelten die Gäste bereits nach fünf Spielminuten ordentlich wach. Der VfL kombinierte sich auf schnellem Weg nach vorn. Victor schloss aus 17 Metern mit dem rechten Fuß ab – traf allerdings nur den linken Pfosten (5.). Die Niedersachen gingen aggressiv in die Zweikämpfe und marschierten immer wieder nach vorne. Die Belohnung folgte kurz darauf: Schlager leitete den Angriff selbst ein und verlagerte den Ball auf die linke Seite. Dort setzte sich Jerome Roussillon an der Grundlinie durch, passte zurück auf den Österreicher, der das Leder direkt abnahm und mit seinem linken Fuß zum 1:0 für die Wölfe traf (13.). Gerade noch jubelten die Hausherren, da schlug die Borussia eiskalt zurück. Beim Gegenangriff flankte Alassane Plea vom rechten Flügel an den zweiten Pfosten. Embolo vollendete aus spitzem Winkel direkt in die rechte Ecke zum 1:1-Ausgleich (15.). In einer intensiven Partie mit vielen Fouls kamen beide Teams zu ihren Abschlüssen. Josuha Guilavogui prüfte Gladbachs Keeper Yann Sommer mit einem wuchtigen Fernschuss, diesen konnte der Schweizer jedoch parieren (29.). Auch der Kopfball von Knoche sorgte für Gefahr im Strafraum der Fohlen (32.). Bis zur Pause ging der Spielfluss etwas verloren, die Möglichkeiten von Knoche (38., 40.) und Guilavogui kurz vor dem Pausenpfiff (44.) besaßen nicht genügend Durchschlagskraft für den zweiten VfL-Treffer, so dass es mit dem 1:1 in die Halbzeit ging.

Arnold trifft in der Nachspielzeit

Keine drei Minuten nach Wiederanpfiff setzte Wout Weghorst den ersten Torschuss in Durchgang zwei ab. Aus gut acht Metern rauschte die Kugel knapp über die kurze Ecke hinweg (48.). Die Wölfe starteten erneut mit viel Tempo in die Partie. Immer wieder drang Schlager in den gegnerischen Sechzehner ein. Die Hausherren ließen die Kugel gut durch die eigenen Reihen laufen, verlagerten das Spielgerät, während die Fohlenelf nur zu wenigen Ballgewinnen kam – sich dann aber eine Großchance erarbeitete. Laszlo Benes schickte Marcus Thuram steil. Der Franzose setzte sich durch, kam aber nicht an Casteels vorbei, der den Winkel verkürzte und mit dem Knie abwehren konnte (54.). Auf der anderen Seite fehlten Victor nur Zentimeter zur erneuten VfL-Führung. Der Brasilianer wurde halbrechts von Schlager bedient und feuerte das Leder aus gut 14 Metern knapp unten links vorbei (60.). Keine 60 Sekunden später nickte Mbabu einen Kopfball an den Pfosten. Überhaupt gewannen die Wölfe nahezu jedes Kopfballduell, verpassten aber daraus Kapital zu schlagen. In den verbleibenden Minuten wollten es die Grün-Weißen noch einmal wissen und kombinierten sich immer wieder in den Strafraum der Borussia. Der eingewechselte Brekalo verzog aus vollen Lauf (74.). Bei der letzten Wolfsburger Chance passte schließlich alles: Eine unzureichende Abwehraktion der Gäste fiel auf den Fuß von Arnold, der den Ball volley abnahm und aus zehn Metern die Pille im Netz zum umjubelten 2:1-Endstand versenkte (90.+1).

VfL Wolfsburg: Casteels – Mbabu, Knoche, Brooks, Roussillon – Arnold, Guilvagoui, Schlager (77. Gerhardt) – Steffen (58. Brekalo), Weghorst, Victor (87. Klaus)

Borussia Mönchengladbach: Sommer – Lainer (46. Beyer), Ginter, Elvedi, Bensebaini – Strobl, Hofmann – Plea, Benes (77. Stindl), Thuram (72. Herrmann) – Embolo

Tore: 1:0 Schlager (13.), 1:1 Embolo (15.), 2:1 Arnold (90.+1)

Gelbe Karten: Brooks, Roussillon, Schlager / Embolo, Strobl, Beyer

Zuschauer: 25.580 am Sonntagnachmittag in der Volkswagen Arena

Schiedsrichter: Dr. Felix Brych (München)

Matchcenter: Alle Infos zur Partie

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Wölfe TV: Stimmen nach dem Spiel


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