VfL-Wolfsburg-Spieler Renato Steffen im Zweikampf mit einem Gegenspieler.
06.03.2021
Männer

Serie gerissen

Der VfL unterliegt bei der TSG Hoffenheim mit 1:2.

VfL-Wolfsburg-Spieler Renato Steffen im Zweikampf mit einem Gegenspieler.

Die Wölfe mussten nach neun ungeschlagenen Ligaspielen am 24. Spieltag ihre erste Niederlage hinnehmen. Bei der TSG 1899 Hoffenheim unterlag Grün-Weiß unglücklich mit 1:2 (1:2). Die Treffer für die Kraichgauer erzielten Christoph Baumgartner (8.) und Andrej Kramaric (41.), den zwischenzeitlichen VfL-Ausgleich markierte Wout Weghorst (23.). Im zweiten Durchgang lief die Glasner-Elf erfolglos an und verlor am Ende nicht nur die Punkte, sondern auch Paulo Otavio per Platzverweis (90.+4). Am kommenden Samstag, 13. März, empfängt Grün-Weiß dann Königsblau, das Tabellenschlusslicht Schalke, in der Volkswagen Arena (Anstoß um 15.30 Uhr).

Keine VfL-Wechsel nach Leipzig

Auch nach dem 0:2-Pokalaus in Leipzig sah VfL-Cheftrainer Oliver Glasner keine Veranlassung, seine so erfolgreiche Stammelf der letzten Wochen zu verändern. Der im letzten Ligaspiel gegen Hertha (2:0)  noch startende Marin Pongracic fehlte aufgrund seiner dort kurz vor Schluss kassierten Ampelkarte. Im Vergleich zum jüngsten 1:1 bei Union Berlin brachte TSG-Chefcoach Sebastian Hoeneß einen Neuen: Kasim Adams rückte für Kevin Vogt (nicht im Kader) in die Dreierkette.

Baumgartner beendet Casteels Serie

Der VfL, bestes Rückrundenteam und in der Liga seit neun Spielen ungeschlagen und sieben Partien ohne Gegentreffer, musste bereits nach acht Minuten das Ende dieser außergewöhnlichen Serie hinnehmen. Gleich mit dem allerersten Torschuss gingen die Hausherren in Führung: Baumgartner konnte eine Hereingabe Pavel Kaderabeks von rechts am kurzen Pfosten unbedrängt mit der Brust annehmen und nagelte das Leder dann volley unter die Querlatte. Damit musste VfL-Keeper Koen Casteels nach 675 Ligaminuten erstmals wieder hinter sich greifen. Nun befanden sich die Wölfe in der zuletzt unbekannten Situation, einem Rückstand hinterherzulaufen. Der TSG hatte die frühe Führung sichtbar Selbstvertrauen gegeben, Casteels musste sich nach 17 Minuten bei Sebastian Rudys noch abgefälschtem Schuss von der Strafraumgrenze durchaus strecken. Die Grün-Weißen taten sich ihrerseits schwer, eigene offensive Akzente zu setzen und mussten den Kraichgauern zunächst die Initiative überlassen.

Goalgetter kontert Goalgetter

Dann aber nutzte Grün-Weiß eiskalt seine erste Großchance: Xaver Schlager spielte einen starken Schnittstellenpass auf den noch in eigener Hälfte startenden Weghorst, der alleine vor Oliver Baumann die Nerven behielt und die Kugel neben den linken Pfosten chippte - 1:1 nach 23 Minuten. Für den VfL-Goalgetter und Hoffenheim-Schreck bedeutete sein 15. Saisontreffer gleichzeitig das Ende einer persönlichen Serie von vier Spielen ohne eigenen Torerfolg. Wolfsburg war jetzt besser in der Partie und versuchte sofort nachzulegen. Maximilian Arnolds Fernschuss war etwas zu hoch angesetzt (28.), kurz darauf konnte Baumann den nächsten Versuch Weghorsts parieren (29.). Auch bei Arnolds nächstem abgefälschten Versuch tauchte der TSG-Keeper rechtzeitig ab (31.), Ridle Bakus Linksschuss strich dann wieder knapp drüber (33.). Die Wölfe hatten sich den Ausgleich inzwischen mehr als verdient, die Chance zur eigenen Führung aber liegen lassen. Das wurde prompt bestraft: Mitten in die VfL-Drangphase kam wieder Kaderabek am rechten Flügel zu einer scharfen Hereingabe, die Ihlas Bebou zunächst verpasste. Doch der am langen Pfosten lauernde Kramaric hatte wenig Mühe und verwandelte zur erneuten Führung der Gastgeber (41.), mit der es in die Kabinen ging.

VfL-Wolfsburg-Spieler Wout Weghorst erzielt den Treffer zum zwischenzeitlichen 1:1.

Weghorst verpasst Ausgleich

Zwei neue Wölfe starteten in Durchgang zwei: Admir Mehmedi und Joao Victor kamen für Yannick Gerhardt und Kevin Mbabu, Baku rückte auf dessen defensive rechte Außenbahn. Und der VfL zeigte gleich, in welche Richtung es nun gehen sollte. So musste Baumann kurz nach Wiederanpfiff einen scharfen Arnold-Schuss parieren (46.). Kurz darauf hatte der 1899-Keeper Glück, dass Weghorst das Spielgerät über die Querlatte spitzelte (53.). Auf der anderen Seite landete Baumgartners technisch starker, aber zu unplatzierter Seitfallzieher in den Armen von Casteels (55.). Den größten Hochkaräter ließ dann aber auf der anderen Seite wieder Weghorst liegen, als er nach Mehmedi-Rechtsflanke vollkommen frei am Fünfer zum Kopfball kam, jedoch zu hoch abschloss (61.) – normalerweise ein sicheres Ding für den Niederländer.

Otavio setzt negativen Schlusspunkt

So aber blieb die Hoeneß-Elf in Front und kam nach einer guten Stunde zu einer aussichtsreichen Freistoßgelegenheit. Doch Kramarics Versuch von der Strafraumkante verfehlte das VfL-Gehäuse (67.). Natürlich drängten die Niedersachsen immer verstärkter auf den Ausgleich, ohne wirklich zum Abschluss zu kommen. So wurde Schlagers Abschluss nach Ablage des inzwischen eingewechselten Daniel Ginczek gerade noch von Adams abgeblockt (76.). Kurz zuvor hatte der Österreicher seine fünfte Gelbe Karte gesehen, womit die VfL-Trainerbank nicht einverstanden war. Folge: Coach Glasner kassierte von Schiedsrichter Markus Schmidt ebenfalls Gelb, Sportdirektor Marcel Schäfer musste auf die Tribüne. Die Wölfe suchten weiter verzweifelt den verdienten Ausgleich, doch auch Joker Joao Victor fand letztlich im stark reagierenden Baumann seinen Meister (86.). Als auch der Kopfball von John Anthony Brooks in der Nachspielzeit nur zur Ecke abgeblockt wurde, stand die Niederlage der Wölfe fest, die kurz vor dem Abpfiff noch ein negatives Ausrufezeichen erhielt: Otavio verhinderte mit einer Notbremse gegen den alleine aufs Wolfsburger Gehäuse zulaufenden Munas Dabbur das sichere 3:1 Hoffenheims, nachdem Casteels bei einer letzten VfL-Ecke mit aufgerückt war. Der Platzverweis für den zuvor bereits verwarnten Brasilianer beendete eine rassige Partie, in der die Grün-Weißen am Ende mit leeren Händen dastanden.

TSG 1899 Hoffenheim: Baumann – Adams, Grillitsch, Richards – Kaderabek, Rudy (90. +2), Samassekou, John (53. Sessegnon), Baumgartner – Bebou (77. Skov), Kramaric (77. Dabbur)

VfL Wolfsburg: Casteels – Mbabu (46. Victor), Lacroix, Brooks, Otavio – Schlager (84. Bialek), Arnold, Baku, Gerhardt (46. Gerhardt), Steffen (71. Ginczek) – Weghorst

Tore: 1:0 Baumgartner (8.), 1:1 Weghorst (23.), 2:1 Kramaric (41.)

Gelbe Karten: Sessegnon, Dabbur / Steffen, Lacroix (5., gesperrt), Schlager (5., gesperrt)

Besonderes Vorkommnis: Otavio sieht Rot (90. +4)

Schiedsrichter: Markus Schmidt (Stuttgart)

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