Die Spieler des VfL Wolfsburg umarmen sich und bejubeln ihren Treffer.
21.08.2021
Männer

Joker Lukas Nmecha zum späten Dreier

Die Wölfe gewinnen bei der Berliner Hertha mit 2:1.

Die Spieler des VfL Wolfsburg umarmen sich und bejubeln ihren Treffer.

Der VfL Wolfsburg reist aufgrund einer Energieleistung mit drei Zählern im Gepäck zurück aus der Hauptstadt. Dabei gelang es den Wölfen, einen zwischenzeitlichen Rückstand zum späten 2:1 (0:0)-Sieg zu drehen. Dodi Lukebakio hatte die Hausherren nach einer Stunde per Foulelfmeter in Front gebracht, mit Ridle Baku (74.) und dem eingewechselten Lukas Nmecha (88.) sorgten zwei U21-Europameister für den wichtigen grün-weißen Auswärtserfolg. Am kommenden Sonntag erwarten die Wölfe die Bullen aus Leipzig zur Partie des 3. Spieltags (Anstoß um 17.30 Uhr). 

Personal

Keinen Grund, sein Personal zu wechseln, sah VfL-Cheftrainer Mark van Bommel nach dem 1:0-Auftakterfolg gegen den VfL Bochum und schickte dieselbe Startelf auf den Rasen. Sein Gegenüber Pal Dardai wechselte nach dem 1:3-Auftakt in Köln auf vier Positionen: Dedryck Boyata rückte für den verletzten Trainer-Sprössling Marton Dardai ins Abwehrzentrum, Javairo Dilrosun und Lukebakio übernahmen für Lucas Tousard und Stevan Jovetic (beide Bank) die offensiven Flügel. Als Sturmspitze begann Davie Selke für Matheus Cunha (nicht im Kader).

Spielverlauf

Vor lautstarker Kulisse im Berliner Olympiastadion begannen beide Kontrahenten munter. Die besten Gelegenheiten der Anfangsphase hatte dabei Grün-Weiß durch zwei Kopfbälle. Zunächst gewann Maxence Lacroix nach Arnold-Freistoß sein Luftduell, das Leder touchierte noch den linken Außenpfosten (6.). Nach einer guten Viertelstunde musste dann Hertha-Keeper Alexander Schwolow all seine Klasse zeigen, um den schönen Flugkopfball Wout Weghorsts aus dem Winkel zu kratzen (17.). Bei den Vorstößen der „Alten Dame“ (4., 12.) zeigte sich VfL-Kapitän Koen Casteels hellwach. Die Wölfe übernahmen in der Folge immer mehr die Spielkontrolle und hielten die Gastgeber weit weg von der eigenen Gefahrenzone, ohne sich jedoch ihrerseits bis zur Pause noch weitere Abschlüsse erarbeiten zu können. Das sollte sich direkt nach Wiederanpfiff ändern, Weghorst hätte sofort das inzwischen verdiente 1:0 erzielen können, zielte aus vollem Lauf aber zu hoch (46.). Dann bekam auch Hertha ihren Hochkaräter, als der eingewechselte Jovetic am glänzend reagierenden Casteels scheiterte (49.). Nach einer Stunde änderte sich dann die Statik der Partie, als Lukebakio per diskutablen Foulelfmeter die durchaus glückliche 1:0-Führung der Hausherren markierte. Nun mussten die Wölfe mehr Risiko gehen und ihren Druck nochmals erhöhen. Die Belohnung folgte schnell durch das toll herausgespielte Ausgleichstor Bakus (74.). Doch der VfL wollte mehr – und holte sich doch noch den späten und nicht unverdienten Siegtreffer durch Joker Lukas Nmecha (88.). So entführt die Elf Mark van Bommels drei wichtige Zähler aus der Hauptstadt und bleibt ohne Punktverlust.

VfL-Wolfsburg-Spieler Lukas Nmecha schießt den Ball ins Tor der Hertha.

Tore

1:0 Lukebakio (60. Minute, Foulelfmeter): Der ist durchaus diskutabel. Nach Eingreifen des VAR entscheidet Schiedsrichter Matthias Jöllenbeck auf Strafstoß. Es gab im VfL-Strafraum eine Berührung zwischen Jay Brooks und Lukebakio. Ob diese wirklich elfmeterwürdig war? Eine zumindest harte Entscheidung! Dem Gefoulten ist es egal, Lukebakio verlädt Casteels und verwandelt souverän.

1:1 Baku (74. Minute): Da ist der verdiente Ausgleich, stark eingeleitet durch einen schnellen Konter. Xaver Schlager schickt Baku rechts auf die Reise, der U21-Europameister dringt in den Sechzehner ein und der satte Flachschuss überwindet Schwolow im kurzen Eck.

1:2 L. Nmecha (88. Minute): Der späte Lucky Punch für Grün-Weiß!! Im Anschluss an einen weiten Einwurf landet die Kugel bei Josip Brekalo, der geschickt auf den ebenfalls eingewechselten Lukas Nmecha abtropfen lässt. Und der bleibt eiskalt und schießt das Spielgerät halbhoch in die Maschen!

Trainerstimmen

Mark van Bommel: Zuallererst bin ich sehr froh, dass wir gewonnen haben. In der ersten Halbzeit waren wir dominant und viel am Ball, haben aber leider keine richtige gute Chance herausgespielt. Aber die Idee war da, das hat mir sehr gefallen. Das, was ich zur Halbzeit sage, hört sich komisch an: Aber ein Einwurf hat das Spiel gedreht und gerettet. Das Publikum war da, die Hertha war zu diesem Zeitpunkt spielbestimmend und hat auch noch einen Elfmeter gekriegt. Dann war es schwierig, wieder ins Spiel zurückzukommen und ich bin sehr stolz auf die Spieler, dass sie es trotzdem geschafft haben und auf die Art und Weise, wie wir spielen wollen, zurückgekommen sind.

Pal Dardai: In der ersten Halbzeit gab es keine großartige Torchance auf beiden Seiten. Alle haben waren im Kampfmodus und haben gut gearbeitet. Dann sind wir gut rausgekommen. Wir haben viel investiert und waren mutiger und sind eigentlich auch verdient in Führung gegangen. In dieser Druckphase hat der letzte Pass wieder gefehlt, um das 2:0 zu machen. Ein Konter geht durch… Wolfsburg macht das Tor … 1:1. Und danach war Wolfsburg wieder besser, da haben wir ein bisschen die Linie verloren. Und zum Schluss: Einwurf in Überzahl für uns, eine Unkonzentriertheit… und der Ball ist drin. Somit dann auch ein verdienter Sieg für den Gegner. Wir haben es versäumt, im richtigen Moment nachzuhaken.

VfL-Wolfsburg-Trainer Mark van Bommel und Hertha-Trainer Pal Dardai stehen beisammen und lachen.

Aufstellungen und Statistiken

Hertha BSC: Schwolow – Pekarik, Stark, Boyata (85. Torunarigha), Plattenhardt – K.P. Boateng (43. Jovetic), Ascacibar, Serdar (85. Zeefuik) - Lukebakio, Selke (85. Tousard), Dilrosun (67. Richter)

Ersatz: Körber (Tor), Klünter, Mittelstädt, Darida

VfL Wolfsburg: Casteels – Mbabu, Lacroix, Brooks, Roussillon (89. Gerhardt) – Schlager (90. Guilavogui), Arnold – Baku, Philipp (70. L. Nmecha), Steffen (70. Brekalo) – Weghorst

Ersatz: Pervan (Tor), Bornauw, Mehmedi, Ginczek, Marmoush

Tore: 1:0 Lukebakio (60., FEM), 1:1 Baku (74.), 1:2 L. Nmecha (88.)

Gelbe Karten: Boateng / Mbabu, Roussillon

Schiedsrichter: Matthias Jöllenbeck (Freiburg)

Zuschauende: 18.600 am Samstagnachmittag im Berliner Olympiastadion

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