19.09.2021
Männer

Diesmal remis

Wölfe erarbeiten sich gegen Eintracht Frankfurt nach Pausenrückstand ein 1:1.

Der VfL Wolfsburg hat erstmals in der laufenden Spielzeit die Punkte geteilt. Im Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt erreichte die Elf von Cheftrainer Mark van Bommel am Sonntagabend ein 1:1 (0:1). Wout Weghorst markierte vor 9.266 Zuschauenden in der Volkswagen Arena den grün-weißen Treffer (70.) und korrigierte damit das Frankfurter Führungstor durch Sam Lammers (38.). In der Tabelle fiel der VfL weich um einen Platz auf Rang zwei. Das nächste Mal im Einsatz sind die Wölfe am kommenden Samstag, 25. September, wenn sie ab 15.30 Uhr bei der TSG Hoffenheim gastieren.

Personal

Paulo Otavio, William, Bartosz Bialek und Xaver Schlager fehlten auch weiterhin, ansonsten stand dem Cheftrainer der komplette Kader zur Verfügung. Gegenüber der Partie beim OSC Lille mischte van Bommel die Mannschaft trotzdem etwas durch und nominierte mit Sebastiaan Bornauw, Yannick Gerhardt, Luca Waldschmidt und Dodi Lukebakio, der damit sein VfL-Startelfdebüt feierte, vier frische Kräfte. Frankfurt, ebenfalls unter der Woche europäisch aktiv, begann unverändert.

Spielverlauf

Den Rückenwind der letzten Wochen wussten die Wölfe zu nutzen und stellten die Frankfurter Defensive gleich gehäuft vor Probleme. Nachdem schon Josuha Guilavogui gescheitert war (4.), brachte sich Kevin Mbabu per Doppelpass mit Waldschmidt in Position, aber verzog (12.). Vier Minuten später bewahrte nur die Querstange die Gäste vor einem Rückstand: Nach einer Maximilian-Arnold-Ecke war es Weghorst, der zu genau zielte. Die Dominanz hielt der VfL bis zur Pause grundsätzlich aufrecht, weitere Abschlüsse durch Weghorst inklusive (36./42.). Effizienter aber spielte die Eintracht, die mit ihrer ersten Gelegenheit durch Lammers noch an Koen Casteels gescheitert war (24.) und einen weiteren Gegenstoß dann zur überraschenden Pausenführung nutzte (38.). Wieder kam der VfL mit Dampf aus der Kabine. Mbabu fädelte gleich zwei dicke Chancen ein, denn erst drosch Weghorst aus sechs Metern drüber (54.), dann zwang Lukebakio SGE-Schlussmann Kevin Trapp zu einer Glanztat (56.). Frankfurt zog sich lauernd zurück, kam aber kaum mehr zur Entlastung, so dass der Ausgleich durch Weghorst nur folgerichtig war (70.). Fast hätte Guilavogui mit einem Flachschuss, den Trapp aus dem Eck fischte, das Spiel noch komplett gedreht (74.). Da Frankfurt nun wieder schärfer konterte, ergab sich zum Ende hin plötzlich noch ein wildes Hin und Her, in dem Weghorst gar das vermeintliche Siegtor gelang. Weil der Unparteiische auf Abseits entschied, blieb es allerdings beim Remis.

Tore

0:1 Lammers (38. Minute): Das lag nicht gerade in der Luft: Über die linke Seite setzt sich Filip Kostic durch und passt flach in die Mitte, wo Lammers nicht lang fackelt und vom Elfmeterpunkt ins linke Eck trifft. Das erste Gegentor aus dem Spiel heraus für Grün-Weiß in dieser Saison.

1:1 Weghorst (70. Minute): Schon wieder ist es Mbabu, der die Chance auf den Weg bringt. Waldschmidts Abnahme kann Trapp noch parieren. Aber am langen Pfosten steht Weghorst goldrichtig und staubt ab zum Ausgleich. War das überfällig!

Trainerstimmen

Mark van Bommel: Ich denke, wir hätten die drei Punkte verdient gehabt. Gleich in der ersten Viertelstunde hatten wir zwei Riesenchancen, einmal stand Kevin allein vorm Tor. Wir haben das Spiel klar bestimmt. Als wir uns einmal in der Drucksituation nicht gut verhalten haben, konnte Frankfurt durchspielen und hat durch Lammers ein super Tor erzielt. Nach der Pause haben wir aber weitergemacht, wo wir in der ersten Halbzeit aufgehört hatten, haben uns viele Chancen kreiert und 20 Minuten vor dem Ende den Ausgleich geschafft. Danach haben wir überzeugend weitergemacht und versucht, das 2:1 zu erzielen. Auch bei den Frankfurter Kontern war noch einiges möglich, aber wir haben alles gut geklärt bekommen. Eigentlich bin ich enttäuscht, aber zugleich auch stolz auf die Art und Weise, wie wir gespielt haben.

Oliver Glasner: Wir hatten anfangs Probleme bei Standardsituationen, da hätte Wolfsburg in Führung gehen können. Dann haben wir es besser in den Griff bekommen und ein sehr schön herausgespieltes Tor erzielt. Unser Pressing war gut, wir haben den VfL zu langen Bällen gezwungen und gut weggehalten von unserem Tor. Eigentlich wollten wir dann weiter nach vorn spielen und das 1:0 nicht verwalten. Aber man muss auch sagen, dass Wolfsburg sehr viel Druck entwickelt hat, der Ausgleich war deshalb folgerichtig. Am Ende wurde es wild. Wir haben gehofft, kein Tor mehr zu bekommen, haben unsere eigenen Konter aber nicht gut ausgespielt. Insgesamt geht das 1:1 deswegen in Ordnung.

Aufstellungen und Statistiken

VfL Wolfsburg: Casteels – Mbabu, Lacroix, Bornauw, Gerhardt (86. Roussillon) – Guilavogui, Arnold – Lukebakio, Waldschmidt (72. Baku), Steffen (46. L. Nmecha) – Weghorst

Ersatz: Pervan (Tor), Brooks, Roussillon, F. Nmecha, Philipp, Vranckx, Ginczek

Eintracht Frankfurt: Trapp – da Costa, Ndicka, Hinteregger, Durm – Jakic, Sow (82. Hrustic) – Borre, Kamada (83. Ilsanker), Kostic (72. Lindström) – Lammers (72. Hauge)

Ersatz: Ramaj (Tor), Chandler, Hasebe, Paciencia

Tore: 0:1 Lammers (38.), 1:1 Weghorst (70.)            

Gelbe Karten: Waldschmidt, Guilavogui / da Costa, Sow, Jakic, Durm, Hinteregger, Ndicka

Schiedsrichter: Felix Zwayer (Berlin)

Zuschauende: 9.266 am Sonntagabend in der Volkswagen Arena

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