Die Wölfe kämpfen im Spiel gegen Dortmund. Lacroix versucht den Ball gegen Dortmund zu bekommen.
27.11.2021
Männer

Keine Heimpunkte

1:3 gegen Schwarz-Gelb – Wölfe beziehen die dritte Heimniederlage der Saison.

Die Wölfe kämpfen im Spiel gegen Dortmund. Lacroix versucht den Ball gegen Dortmund zu bekommen.

Der VfL Wolfsburg hat am 13. Bundesliga-Spieltag keine Punkte geholt. Im Heimspiel gegen Borussia Dortmund unterlag die Elf von Cheftrainer Florian Kohfeldt am Samstagnachmittag mit 1:3 (1:1). Vor 13.281 Zuschauenden in der ausverkauften Volkswagen Arena brachte Wout Weghorst die Grün-Weißen zwar zeitig in Führung (2.). Noch vor der Pause glich Emre Can aber vom Elfmeterpunkt aus (35.), ehe Donyell Malen (55.) und Erling Haaland (81.) ein insgesamt hochklassiges Duell zugunsten der Gäste entschieden. In der Tabelle rutschte der VfL für den Moment auf Rang sieben. Den nächsten Einsatz bestreitet Grün-Weiß am kommenden Samstag, 4. Dezember (Anstoß um 15.30 Uhr), mit einem Bundesliga-Auswärtsspiel beim 1. FSV Mainz 05.

Personal

Für Renato Steffen, auf dessen Einsatz Kohfeldt im Vorfeld noch gehofft hatte, kam die Begegnung zu früh. Über die Langzeitverletzten Bartosz Bialek, Xaver Schlager und William hinaus war außerdem Kapitän Koen Casteels weiterhin nicht einsatzbereit. Gegenüber der Begegnung in Sevilla stellte der Cheftrainer auf einer Position um: Dodi Lukebakio startete anstelle Yannick Gerhardts. Gleich vier frische Kräfte schickte Marco Rose ins Rennen, nämlich Mats Hummels, Mahmoud Dahoud, Emre Can und Marius Wolf. Sie standen für Marin Pongracic, Axel Witsel, Reinier und Jude Bellingham neu in der ersten Formation.

Wout bugsiert den Ball mit seiner Brust ins gegnerische Tor. Nun liegt er danach auf dem Boden und sieht dem Ball hinterher, wie er ins netz fliegt.

Spielverlauf

Beide Teams hatten unter der Woche Frust geschoben und wirkten direkt hochmotiviert, die Enttäuschungen aus den Klamotten zu kriegen. Gegen Marco Reus, der nach einer Ecke zum Schuss kam, war gleich eine starke Tat Pavao Pervans nötig (2.). Als Weghorst im Gegenzug stattdessen die Führung für die Wölfe erzielte, stellte er nicht nur sein persönliches Torkonto auf den historischen Wert von 58 Treffer, sondern beendete auch einen Torfluch: Erstmals nach neun Fehlversuchen traf der VfL wieder gegen Dortmund ins Netz. Nach dieser Ansage ließ Grün-Weiß die Gäste erst einmal spielen, kam trotz optischer Feldnachteile aber zu ordentlichen Chancen. Weghorst pflückte sich ein starkes Jay-Brooks-Zuspiel herunter und scheiterte an Gregor Kobel (18.), ehe kurz darauf ein Lukebakio-Flachschuss vorbeistrich. Für den BVB probierte es Dahoud (12./31.). Was ihnen aus dem Spiel heraus nicht gelang, schafften die Borussen dann durch einen Standard und stellten noch vor dem Seitenwechsel per Strafstoß auf Gleichstand (35.). Temporeich und sehr intensiv blieb das Duell auch nach Wiederbeginn. Nico Schulz traf gleich mal die Querstange (48.), auf der anderen Seite versuchte es Aster Vranckx (52.). Als die Gäste bald darauf in Führung gingen (55.), drückten die Wölfe spürbar aufs Gaspedal. Zentimeter fehlten, als Brooks nach einer Ecke aufs Tornetz köpfte (61.). Im Doppelpack scheiterten dann Lukebakio und der eingewechselte Luca Waldschmidt, dessen Schuss Manuel Akanji soeben noch blockte (67.). Dass die Rose-Elf die Entscheidung suchte und Grün-Weiß zugleich immer mutiger wurde, machte aus dem ohnehin unterhaltsamen Spiel ein richtig hochklassiges. Zweimal in kurzer Folge scheiterte Lukebakio (78./79.); der Ausgleich lag spürbar in der Luft. Als stattdessen dann aber Haaland zuschnappte (81.), hatte es sich mit den berechtigen Hoffnungen der Wölfe auf zumindest einen Zähler doch schon wieder erledigt.  

Tore

  • 1:0 Weghorst (2.):  Die Wölfe fackeln nicht lange: Im ersten eigenen Angriff treibt Lukebakio den Ball übers Feld und bedient Ridle Baku, der von der Grundlinie den heranrauschenden Weghorst entdeckt. Aus drei Metern drückt der Niederländer den Ball mit der Brust über die Linie. Was für ein Prachtstart! 

  • 1:1 Can (35.): Nun ist der Druck der Gäste doch zu groß geworden. Als Marco Reus in den Strafraum eindringt, kommt Maxence Lacroix zu spät und holt ihn von den Beinen. Den fälligen Strafstoß versenkt Can souverän.

  • 1:2 Malen (55.): Spiel gedreht: Reus findet eine Lücke für ein Zuspiel auf Malen, der aus 18 Metern freie Schussbahn hat und gegen Pervans Laufrichtung links unten einschießt.

  • 1:3 Haaland (81.): Der VfL drückt, aber Dortmund macht das Tor. Haaland springt in eine Flanke von Julian Brandt und zieht den Wölfen mitten in ihrer stärksten Phase den Zahn.
     

Trainerstimmen

Florian Kohfeldt: Nach der frühen Führung hatten wir noch ein paar Umschaltsituationen und auch gute Standards. Aber wir haben auch nicht das hohe Pressing hinbekommen, das wir uns vorgenommen hatten, was viel am Dortmunder Flügelspiel lag. Trotzdem haben wir nicht viel zugelassen. Der Elfmeter war berechtigt, aber auch unglücklich. Der BVB war trotzdem gefühlt das bessere Team vor der Pause. In den zweiten Durchgang sind wir dann nicht so gut reingekommen. Nach dem 1:2, das wir besser verteidigen müssen, hatten wir eine riesige Druckphase mit vier hundertprozentigen Möglichkeiten. Wir müssen sicherlich über unsere Chancenverwertung reden, denn insgesamt hatten wir ein Chancenplus. Die Leistung nach vorne war aber absolut in Ordnung. Ein bis zwei Dinge nach hinten hätten wir besser machen müssen, da hat uns manchmal die Geduld gefehlt. Aber insgesamt war es eine sehr unglückliche Niederlage für uns.

Marco Rose: Wir hatten einen schwierigen Start, weil wir gleich mit dem ersten Wolfsburger Angriff in Rückstand geraten sind. Die Reaktion der Mannschaft darauf war aber top, denn das Tor hat wenig mit unserem Selbstverständnis gemacht. Wir haben das Spiel kontrolliert, hatten gute Aktionen nach vorne und haben insgesamt wenig zugelassen, auch wenn wir immer wieder auf Konter und Standards aufpassen mussten. Nach dem Ausgleich haben wir lange ein sehr gutes Spiel gemacht. Mit dem 2:1 ist uns für ein paar Minuten die Spielkontrolle verloren gegangen, aber mit Erlings Tor war das Spiel dann entschieden.    

Aufstellungen und Statistiken

VfL Wolfsburg: Pervan – Lacroix, Guilavogui (90.+1 Philipp), Brooks – Baku (74. Mbabu), Vranckx, Arnold, Roussillon (62. Otavio), Lukebakio, L. Nmecha (62. Waldschmidt) – Weghorst

Ersatz: Klinger (Tor), Bornauw, van de Ven, Gerhardt, F. Nmecha

Borussia Dortmund: Kobel – Meunier, Akanji, Hummels, Schulz (85. Zagadou) – Can (85. Witsel), Brandt, Dahoud, Wolf (62. Knauff), Reus – Malen (73. Haaland)

Ersatz: Hitz (Tor), Passlack, Pongracic, Reinier, St. Tigges

Tore: 1:0 Weghorst (2.), 1:1 Can (35., FE), 1:2 Malen (55.), 1:3 Haaland (81.)

Gelbe Karten: Lukebakio, Lacroix, L. Nmecha, Arnold / Wolf

Schiedsrichter: Sven Jablonski (Bremen)

Zuschauende: 13.281 am Samstagnachmittag in der Volkswagen Arena (ausverkauft)

Matchcenter: Alle Infos zur Partie

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Wölfe TV: Die Stimmen zum Spiel


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