Die Spieler des VfL Wolfsburg umarmen sich und bejubeln den Treffer von Lukas Nmecha.
06.11.2021
Männer

Nmechas Treffer reicht

Der VfL schlägt den FC Augsburg mühevoll, aber verdient mit 1:0.

Die Spieler des VfL Wolfsburg umarmen sich und bejubeln den Treffer von Lukas Nmecha.

Die Wölfe haben ihre heimische Aufgabe gegen den FC Augsburg am Samstagnachmittag gelöst und sich mit einem 1:0 (1:0) – Arbeitssieg im oberen Tabellendrittel festgesetzt. Lukas Nmecha belohnte den VfL mit seinem goldenen Treffer für eine starke erste Halbzeit (14. Spielminute) und sorgte damit für Wolfsburgs dritten grün-weißen Pflichtspielsieg in Folge. Nach der nun folgenden Länderspielpause geht es für die Grün-Weißen in der Liga weiter am Samstag, 20. November (Anstoß um 15.30), wenn sie in der SchücoArena beim DSC Arminia Bielefeld gastieren.

Personal

Gegenüber dem wichtigen 2:1-Erfolg unter der Woche gegen Salzburg in der Königsklasse musste VfL-Cheftrainer Florian Kohfeldt seine Startformation auf zwei Positionen verändern. Die Rolle des rotgesperrten Maxence Lacroix in der Dreierkette übernahm Sebastiaan Bornauw, zudem wurde Aster Vranckx (muskuläre Probleme) von Renato Steffen ersetzt. FCA-Chefcoach Markus Weinzierl setzte auf die gleiche Anfangself wie beim jüngsten 4:1-Ligaerfolg gegen den VfB Stuttgart.

Spielverlauf

Die Wölfe bestimmten das Spielgeschehen von Beginn an. Nach acht Minuten wurde es im Anschluss an einen Arnold-Freistoß erstmals brenzlig vorm Gästetor, doch der bedrängte Nmecha verpasste die Kopfballvorlage Bornauws nur haarscharf. Weitere sechs Minuten später war der Neu-Nationalspieler dann aber per Kopf zur Stelle und sorgte für die 1:0-Führung. Auch in der Folge änderte sich nichts an der deutlichen grün-weißen Überlegenheit, die der alleine vor dem FCA-Kasten auftauchende Otavio fast zu einem weiteren Treffer genutzt hätte (22.). Auch eine VfL-Doppelchance durch einen von Gikiewicz entschärften Arnold-Freistoß und einen hauchdünn am rechten Pfosten vorbeistreichenden Kopfball Bornauws überstanden die Fuggerstädter schadlos (31.), ehe diese ihrerseits durch zwei Distanzversuche Daniel Caligiuris (34., 36.) erstmals ein wenig Gefahr ausstrahlen konnten. So hätte die verdiente VfL-Führung zur Pause eigentlich höher ausfallen müssen. Der FCA hatte sich offensichtlich viel für den zweiten Durchgang vorgenommen: Der bis dahin kaum beschäftigte Koen Casteels musste nach einem schnellen Konter eine Weltklasse-Parade auspacken, um den Hochkaräter durch Andi Zeqiri zu entschärfen (52.), kurz darauf verhinderte Bornauw mit langem Bein gerade noch den jetzt möglichen Ausgleich durch den eingewechselten Florian Niederlechner (56.) – bei dieser Rettungsaktion verletzte sich der Innenverteidiger, so dass Micky van de Ven zu seinem Pflichtspieldebüt kam. In dieser Phase schnürten die bayrischen Schwaben die zu passiv agierenden Gastgeber sogar ein, ehe sich die Kohfeldt-Elf nach einer guten Stunde wieder aus der Umklammerung lösen konnte – und letztlich keine weiteren Großchancen zum möglichen Ausgleich zuließ. Zwar verpassten die eingewechselten Felix Nmecha (82.) und Dodi Lukebakio (90. +4) den endgültigen Knockout für Augsburg (82.), die wichtigen drei Punkte bleiben aber trotzdem in Niedersachsen.

VfL-Wolfsburg-Spieler Micky van de Ven gibt Zeichen an seine Mitspieler.

Tor

1:0 L. Nmecha (14.): Ein klasse Kopfball des VfL-Angreifers sorgt für die Wölfe-Führung! Paulo Otavio flankt nach Doppelpass mit Yannick Gerhardt vom linken Flügel präzise auf den kurzen Pfosten, wo Nmecha vor FCA-Kapitän Jeffrey Gouweleeuw zur Stelle ist. Der präzise Kopfstoß findet über die Finger von Gikiewicz und das linke Aluminium den Weg in die Maschen – der dritte Treffer Nmechas in den letzten drei Pflichtpartien!

Trainerstimmen

Florian Kohfeldt: Die erste Halbzeit war die beste Halbzeit in dieser Woche von uns. In beide Richtungen fand ich das sehr gut. Wir hätten in der ersten Hälfte eigentlich höher führen müssen, aber in der zweiten Halbzeit waren wir schon einen Tick zu weit auseinander. Wir haben Augsburg, die dann mit sehr viel Energie gespielt haben, die eine oder andere Chance gegeben. Wir hätten uns da auch nicht über den Ausgleich beschweren können, haben es in Durchgang zwei aber gleichzeitig auch verpasst, den entscheidenden Nadelstich zu setzen. Die zweite Halbzeit war insofern okay, weil wir einen Weg gefunden haben, dieses Spiel zu gewinnen. Wir hatten vorher darüber gesprochen, diese drei Spiele in dieser Woche zu ziehen – weil es unser Anspruch ist. Ich fand die Mentalität in Ordnung, aber ich muss schon sagen, dass die zweite Halbzeit nach der sehr guten ersten fußballerisch nicht mehr so gut war. Deswegen sind wir zufrieden und glücklich, dieses Spiel über die Zeit gebracht zu haben.

Markus Weinzierl: Es war möglich, hier heute zu punkten – und vielleicht das Spiel sogar noch zu drehen. Aber dafür müssen wir die Chancen natürlich auch nutzen. Klar, die erste Hälfte war nicht so, wie wir es uns vorgestellt haben. Das Tor verteidigen wir schlecht – und deswegen mussten wir wieder hinterherlaufen. Aber so, wie wir in der zweiten Hälfte gespielt haben, müsste es über 90 Minuten gehen, dann würde es funktionieren. Wenn du immer einem Rückstand aufholen musst, wird es schwierig. So, wie es dann eben war, brauchst du auch Effektivität – und die war eben auch nicht da.

Aufstellungen und Statistiken

VfL Wolfsburg: Casteels – Bornauw (56. Van de Ven), Guilavogui, Brooks – Baku (81. Mbabu), Arnold, Gerhardt (81. F. Nmecha), Otavio (69. Roussillon) – L. Nmecha, Steffen (56. Lukebakio) – Weghorst

Ersatz: Pervan (Tor), Mehmedi, Philipp, Ginczek

FC Augsburg: Gikiewicz – Gumny, Gouweleeuw, Oxford, Pedersen – A. Maier, Strobl (39. Dorsch), Caligiuri (64. Hahn), Vargas (64. Cordova) – Finnbogason (46. Niederlechner, 74. Gregoritsch) – Zeqiri

Ersatz: Koubek (Tor), Framberger, Winther, Gruezo

Tore: 1:0 L. Nmecha (14.)

Gelbe Karten: Guilavogui, F. Nmecha / Strobl, Oxford, Pedersen

Schiedsrichter: Marco Fritz (Korb)

Zuschauende: 16.095 am Samstagnachmittag in der Volkswagen Arena

Matchcenter: Alle Infos zur Partie

Wölfe TV: Stimmen zum Spiel

Wölfe TV: PK in voller Länge


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