Bazoer im Zweikampf.
17.03.2018
Männer

Spätes Eigentor entscheidet

Engagierte Wölfe unterliegen dem FC Schalke 04 unglücklich mit 0:1.

 Bazoer im Zweikampf.

Was für ein bitterer Spielverlauf: Über weite Strecken der Partie boten die Grün-Weißen dem Tabellenzweiten aus Gelsenkirchen nicht nur Paroli, sondern erarbeiteten sich sogar ein Chancenplus. Doch in der Schlussphase verpasste die Labbadia-Elf das so wichtige Erfolgserlebnis: Zunächst vergab Paul Verhaegh einen Fouelfmeter (76.), dann sicherte sich Schalke die drei Punkte durch ein unglückliches Eigentor Robin Knoches (86.). Nun geht es erst einmal in die Länderspielpause, bevor es für die Grün-Weißen am Samstag, 31. März (Anpfiff 20.30 Uhr), zu der Hertha nach Berlin geht.

Vier neue Wölfe

VfL-Cheftrainer Bruno Labbadia setzte nach der enttäuschenden 0:3-Niederlage in Hoffenheim auf ein neues Quartett: Nach abgesessener Gelb-Rot-Sperre kehrte William für Elvis Rexhbecaj zurück auf die Linksverteidiger-Position. Zudem rückten Maximilian Arnold, Josip Brekalo und Nany Landry Dimata für Admir Mehmedi (Bänderriss im Mittelfuß), Yunus Malli und Divock Origi (beide Bank) in die Wölfe-Startelf. Gäste-Coach Domenico Tedesco wechselte gegenüber dem 1:0-Arbeitssieg der Königsblauen in Mainz sogar fünfmal: Benjamin Stambouli, Bastian Oczipka, Max Meyer, Leon Goretzka und Amine Harit liefen für Thilo Kehrer (Kopfverletzung), Weston McKennie (muskuläre Probleme), Alessandro Schöpf, Franco di Santo und Marko Pjaca (alle Bank) auf.

Bissige Wölfe erarbeiten sich Chancenplus

Im eisigen Rund der Volkswagen Arena begann der VfL, der im Sondertrikot zum DFL-Integrationsspieltag auflief, durchaus mutig gegen den Tabellenzweiten und versuchten, S04 durch eigenes Offensivspiel weg vom eigenen Strafraum zu halten. Erste Flankenläufe über den Flügel wurden aber von der Gästeabwehr, allen voran dem ehemaligen Wolf Naldo im Zentrum, unterbunden. Nach zehn Minuten setzte dann der heute als Zehner agierende Arnold aus der Distanz zum ersten gefährlichen Abschluss an, der das Gehäuse aber knapp rechts verfehlte. Der Favorit aus dem Revier tat sich schwer, die gut gestaffelte VfL-Defensive in Bedrängnis zu bringen. So waren es wieder die Grün-Weißen, die die nächste Chance verbuchen konnten: Im Anschluss an eine Rechtsecke Brekalos köpfte Daniel Didavi am langen Pfosten nur haarscharf links vorbei (24.).

Casteels Glanztat verhindert unverdienten Rückstand

Der bisherige Spielverlauf gab den Hausherren Mut, die sehr diszipliniert verteidigten und immer wieder ihre Gelegenheiten suchten. Erstmals richtig eingreifen musste Ralf Fährmann nach einem lang gezogenen Freistoß Arnolds, der sich gefährlich in Richtung linker Winkel gesenkt hatte – der S04-Keeper klärte zur Ecke (31.). Spätestens als Didavi wenig später von rechten Strafraumeck nur knapp am langen Eck vorbeizielte (40.), hätten bissige Wölfe eine Führung durchaus verdient gehabt. Die größte Chance des ersten Durchgangs sollten dann aber doch noch die Knappen verbuchen: Matija Nastasic kam nach Burgstaller-Anspiel plötzlich aus kurzer Distanz freistehend zum Abschluss und nur eine Riesenreaktion Koen Casteels verhinderte letztlich, dass der Spielverlauf auf den Kopf gestellt wurde (41.).

Wolfsburg mit Köpfchen, aber ohne Glück

Zunächst ohne personelle Wechsel auf beiden Seiten ging es weiter. Ein erster Warnschuss kam vom Schalker Amine Harit, der aber deutlich zu hoch abschloss (53.). Wolfsburg antwortete mit einer Kopfballchance Arnolds, der das von Didavi hereingebrachte Leder jedoch zu nah vor Fährmann platziert nicht mehr drücken konnte (56.). Auch Guilavoguis Versuch mit dem Kopf nach Arnold-Freistoß geriet zu ungenau (64.). Wenn Königsblau allerdings in den VfL-Sechzehner kam, wurde es brandgefährlich – so in der 65. Minute, als es erneut dem sich lang und länger machenden Casteels zu verdanken war, dass er den Schuss des inzwischen eingewechselten Breel Embolo parieren konnte. Und auch drei Minuten später war es Embolo, der zum Abschluss kam, aber verzog.

Verhaegh scheitert vom Punkt, Knoche angeschossen

Die Partie war nun offen, beide Kontrahenten suchten den Lucky Punch, ohne natürlich volles Risiko zu gehen, um den eigenen Knockout zu verhindern. Dann kam die 76 Minute: Im Anschluss an einen Eckball wurde Riechedly Bazoer von Nastasic im Strafraum elfmeterreif gefoult. Doch der vom Punkt oft so sichere Kapitän Verhaegh ließ sich die Riesenchance entgehen und scheiterte aus elf Metern an Fährmann – der bereits fünfte vergebene Strafstoß des VfL in dieser Saison. Wölfe-Coach Labbadia setzte noch einmal alles auf eine Karte und brachte mit Victor Osimhen für Bazoer einen weiteren Stürmer. Aber es sollte noch schlimmer kommen. Vier Minuten vor Ende der regulären Spielzeit setzte sich Embolo an der rechten Grundlinie durch und spielte die Kugel scharf in das Zentrum, wo Robin Knoche diese äußerst unglücklich in die eigenen Maschen beförderte – 0:1. Noch einmal warfen die Grün-Weißen alles nach vorne, aber es sollte nicht sein. Dimata vergab in der Nachspielzeit die riesige Ausgleichschance und setzte das Leder aus kurzer Distanz über den Querbalken.

VfL Wolfsburg: Casteels – Verhaegh (90.+1, Steffen), Bruma, Knoche, William – Bazoer (80. Osimhen), Guilavogui – Didavi, Arnold, Brekalo (88. Origi), - Dimata

FC Schalke 04: Fährmann – Stambouli (64. Insua), Naldo, Nastasic – Caligiuri, M. Meyer, Bentaleb, Oczipka - Goretzka, Harit (60. Embolo) – Burgstaller (80. di Santo)

Tore: 0:1 Knoche (Eigentor/ 86.)

Gelbe Karten: - / Insua

Besondere Vorkommnisse: Verhaegh vergibt Foulelfmeter (76.)

Zuschauer: 27.502 Zuschauer am Samstagabend in der Volkswagen Arena

Schiedsrichter: Benjamin Cortus (Röthenbach a. d. Pegnitz)

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