19.08.2017
Akademie

Späte Pleite

Die U23 des VfL Wolfsburg unterliegt dem VfB Lübeck mit 0:1.

Die U23 des VfL Wolfsburg hat in der Regionalliga Nord die erste Niederlage kassiert. In einem abwechslungsreichen Spitzenspiel des vierten Spieltags unterlagen die als Spitzenreiter in die Partie gegangenen Grün-Weißen vor 306 Zuschauern im heimischen AOK Stadion dem Tabellenzweiten VfB Lübeck durch einen Treffer von Leon Dippert (90. Minute) 0:1 (0:0). Die Wolfsburger ließen dabei zahlreiche gute Chancen ungenutzt, was sich in der Schlussphase durch einen späten Gästetreffer rächte.

Wölfe nutzen Chancenplus nicht

Nach einer Phase des gegenseitigen vorsichtigen Abtastens übernahmen die Wölfe mehr und mehr die Kontrolle über das Spiel. Während Lübeck defensiv kompakt stand und in der Offensive auf eine entscheidende Konterchance lauerte, agierte die U23 gefällig im Aufbauspiel und näherte sich immer mehr dem VfB-Tor an. Doch der Lucky Punch wollte noch nicht gelingen, da die letzte Konsequenz im Abschluss fehlte. So verpasste Blaz Kramer eine schöne Hereingabe von Malcolm Badu knapp (10.), Robin Ziegele (20.) und Julian Justvan (24.) scheiterten mit ihren Schüssen an Lübecks Schlussmann Benjamin Gommert und erneut Kramer vertändelte den Ball im Sechzehner, nachdem er von Justin Möbius schön freigespielt worden war (37.). Und da auch Möbius bei seinem Schuss aus 15 Metern in Rücklage geriet und völlig verzog, ging es torlos in die Pause (44.).

Dippert schockt Grün-Weiß

Auch die erste Chance im zweiten Durchgang gehörte den Wolfsburgern, doch die feine flache Hereingabe von Murat Saglam von links konnte Justvan am langen Pfosten freistehend aus Nahdistanz nur ans Außennetz befördern (54.). Es folgte eine Drangphase der Gäste, die offensiv mehr wagten und prompt zu zwei guten Chancen durch Gökay Isitan kamen. Doch dessen erster Schuss aus acht Metern konnte noch zur Ecke abgeblockt werden (58.) und beim zweiten Versuch war VfL-Keeper Phillip Menzel mit einer Großtat zur Stelle (60.). Im Anschluss gelang es den Wölfen wieder, mehr Kontrolle über das Spiel zu gewinnen. Es war dennoch bis zum Ende ein offener Schlagabtausch, da aber sowohl Elvis Rexhbecaj mit seinem wuchtigen Schuss aus 15 Meter am stark reagierenden Gommert scheiterte und im Gegenzug Isitan seinen Meister in VfL-Keeper Menzel fand (86.), blieb es vermeintlich beim torlosen Remis. Doch dann schlug der eingewechselte Dippert mit dem letzten Gästeangriff der Partie doch noch zu (90.).

„Sehr, sehr bitter“

VfL-Trainer Rüdiger Ziehl: Aufgrund des Spielverlaufs sind wir natürlich enttäuscht. Wir haben in der ersten Hälfte sehr dominant gespielt und den Ball gut laufen gelassen. Im zweiten Durchgang haben wir dann zwar etwas komplizierter gespielt, zu lange den Ball gehalten und auch schwächer im Spiel gegen ihn gearbeitet. Trotzdem hatten wir in beiden Hälften einige gute Chancen, die wir leider nicht genutzt haben. So etwas rächt sich dann eben manchmal. Dass wir ein gutes Spiel in der 90. Minute verlieren ist natürlich sehr, sehr bitter.

Gefordert in Eutin

Für die U23 geht es am kommenden Samstag, 26. August, zu Aufsteiger Eutin 08 (Anstoß 15 Uhr). Das nächste Heimspiel in der Regionalliga Nord steht für die Wölfe dann erst am 9. September an, wenn am 7. Spieltag der FC St. Pauli II zu Gast im AOK Stadion ist (Anstoß 12 Uhr).

VfL Wolfsburg U23: Menzel – Badu, Jaeckel, Ziegele, Gian-Luca Itter – Seguin – Justvan (87. Kara), Möbius, Rexhbecaj, Saglam (72. Vojic) – Kramer

VfB Lübeck: Gommert – Thelen, Halke, Wehrendt, Gomig (88. Sirmais) – Deichmann, Nogovic – Gebissa, Noel (79. Dippert), Isitan – Richter (46. Queckenstedt)

Tor: 0:1 Dippert (90.)

Gelbe Karten: Ziegele, Justvan, Kara / Noel, Deichmann, Wehrendt, Nogovic

Schiedsrichter: Henrik Bramlage (Vechta)

Zuschauer: 306 am Samstagmittag im AOK Stadion

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