24.02.2019
Frauen

Souveräner Sechserpack

Die VfL-Frauen setzen sich mit 6:0 gegen den SV Werder Bremen durch.

Eine Woche nach der Niederlage beim FC Bayern München sind die Frauen des VfL Wolfsburg in die Erfolgsspur zurückgekehrt: Das Team von Cheftrainer Stephan Lerch gewann beim Heimspiel-Debüt im Jahr 2019 gegen den SV Werder Bremen mit 6:0 und behauptete damit die Tabellenführung in der Allianz Frauen-Bundesliga. Bei strahlendem Sonnenschein und frühlingshaften Temperaturen trafen Dreifach-Torschützin Pernille Harder sowie Ewa Pajor, Claudia Neto und Caroline Hansen für die gastgebenden Grün-Weißen. Den Gästen aus der Hansestadt blieb somit auch im sechsten Liga-Vergleich der erste Punktgewinn verwehrt. Um Punkte geht es nun erst wieder in drei Wochen: Am Sonntag, 17. März (Anstoß 14 Uhr), gastiert Grün-Weiß beim SC Freiburg. Vier Tage vorher, am 13. März (Anstoß 18 Uhr), treffen die VfL-Frauen im DFB-Pokal-Viertelfinale auf den 1. FFC Turbine Potsdam.

Ohne Popp und Minde

VfL-Cheftrainer Stephan Lerch musste kurzfristig auf Alexandra Popp (Oberschenkelzerrung) und Kristine Minde (Adduktorenprobleme) verzichten. Für Popp rückte im Vergleich zur Vorwoche Katharina Baunach in die Startformation. Darüber hinaus wurde Noelle Maritz von Anna Blässe ersetzt, Babett Peter rückte somit auf die linke Außenposition. Zum ersten Mal stand Mary Earps in einem Heimspiel zwischen den Pfosten des VfL-Tors: Die Engländerin vertrat erneut Almuth Schult, die nach ihrer Masern-Infektion bereits wieder individuell trainiert und auf ein Comeback nach der Länderspielpause hinarbeitet.

Weichen früh gestellt

Mit Abtasten hielten sich die Gastgeberinnen gar nicht erst auf, quasi mit Anpfiff legte der Liga-Primus den sechsten Gang ein. Und das sollte sich auch zügig im Ergebnis ablesen lassen. Noch nicht in der vierten Minute, als Peter nach einer Ecke von Lena Goeßling direkt abzog. Wohl aber 60 Sekunden später, als Werder-Torfrau Anneke Borbe einen Schuss von Pernille Harder nicht festhalten und Ewa Pajor zum 1:0 abstauben konnte – ihr 17. Saisontreffer. Die Weichen auf Heimsieg waren früh gestellt und die Wölfinnen blieben auch in der Folge am Drücker. In der 20. Minute hatten einige der 1.632 Zuschauer im AOK Stadion den Torschrei bereits auf den Lippen, doch der Kopfball von Harder nach einer weiteren gut getimten Goeßling-Ecke wurde auf der Linie entschärft. Nach der darauffolgenden, von Caroline Hansen ausgeführten Ecke, landete das Leder wieder bei Harder, die am zweiten Pfosten freistand und keine Mühe hatte, zum 2:0 einzuschieben (20.). Und die Torschützenkönigin der letzten Bundesliga-Saison arbeitete weiter an ihrer aktuellen Statistik: Eine Hansen-Flanke von der linken Seite köpfte die Dänin zum 3:0 ein (24.) – ihr zwölfter Treffer in der laufenden Spielzeit. Fünf Minuten später hätte Pajor im „Tages-Ranking“ gleichziehen können, sogar müssen: Völlig freistehend köpfte die Torjägerin nach einer Hereingabe von Baunach drüber.

Neto mit Premieren-Tor

In der ersten Hälfte dauerte es fünf Minuten bis zum ersten Treffer – und in der zweiten auch? Exakt genauso lange! Claudia Neto zog aus der zweiten Reihe ab und platzierte das Leder genau zwischen dem linken Pfosten und den Handschuhen von Borbe – 4:0 (50.). Der erste Pflichtspieltreffer der Portugiesin im grün-weißen Dress. In der Folge wurde es dann skandinavisch: Beim 5:0 legte Harder für Hansen auf (59.), beim sechsten Streich wurden die Rollen einfach getauscht (62.). Harders dritter Treffer des Tages – und ihre letzte Aktion: Pia-Sophie Wolter durfte in der letzten halben Stunde gegen ihren Ex-Verein ran. Kurz vor Schluss passierte dann Schmerzhaftes – und Kurioses: Werder-Keeperin Borbe musste nach einem Zusammenprall mit Wolter vom Feld, sie wurde für die Schlussminuten von der kurz zuvor eingewechselten Feldspielerin Verena Volkmer ersetzt. Immerhin aus Werder-Sicht: Weitere Gegentreffer blieben den Grün-Weißen von der Weser erspart.

„Bremen ständig unter Druck gesetzt“

VfL-Cheftrainer Stephan Lerch: „Wir haben heute von der ersten Minute an sehr dominant Fußball gespielt, waren in den Zweikämpfen präsent und sind früh in Führung gegangen, was uns zusätzliches Selbstvertrauen verliehen hat. Danach haben wir den Ball laufen lassen – auch über die Außenpositionen – und Bremen damit ständig unter Druck gesetzt. Positiv war ebenso, dass wir uns viele Standardsituationen erarbeitet und damit auch für Gefahr gesorgt haben. Nach der Pause galt es dann, das Tempo hochzuhalten und immer wieder mit Zug zum Tor zu gehen, was uns bis Mitte der zweiten Halbzeit auch gut gelungen ist. Im weiteren Verlauf sind wir nicht mehr zu vielen klaren Chancen gekommen, weil sich Bremen in der Defensive sehr kompakt präsentiert hat. Unter dem Strich war es ein gutes Spiel mit gelungenen Kombinationen, Entschlossenheit und Aggressivität. Eine Leistung, die Mut macht für die vor uns liegenden Aufgaben!“

VfL Wolfsburg: Earps – Blässe, Fischer (73. Doorsoun), Goeßling, Peter – Neto, Gunnarsdottir – Hansen, Harder (63. Wolter), Baunach – Pajor (69. Jakabfi)

SV Werder Bremen: Borbe – Schiechtl, Ulbrich, Wensing, Toth – Kofler (83. Kersten), Scholz, Goddard, Hoffmann (74. Horvat) – Nati, Wichmann (74. Volkmer)

Tore: 1:0 Pajor (5.), 2:0 Harder (20.), 3:0 Harder (24.) 4:0 Neto (50.), 5:0 Hansen (59.), 6:0 Harder (62.)

Gelbe Karte: Goddard

Zuschauer: 1.632 am Sonntagnachmittag im AOK Stadion

Schiedsrichterin: Melissa Joos (Echterdingen)

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