14.04.2019
Frauen

Souveräner Dreier bei Bayer

Die VfL-Frauen gewinnen ihr Bundesliga-Auswärtsspiel in Leverkusen mit 5:0.

Im Titelrennen der Allianz Frauen-Bundesliga haben die Frauen des VfL Wolfsburg ihre Spitzenposition behauptet: Der aktuelle Deutsche Meister setzte sich bei Aufsteiger Bayer 04 Leverkusen mit 5:0 (3:0) durch – es war bereits der 15. Saisonsieg. Vor 378 Zuschauern im Ulrich-Haberland-Stadion wurden die Grün-Weißen von Beginn an ihrer Favoritenrolle gerecht. Dreifach-Torschützin Ewa Pajor, Caroline Hansen und Pernille Harder erzielten die Treffer im vorletzten Liga-Auswärtsspiel. Weiter geht’s am Ostermontag (22. April, Anstoß 13 Uhr), wenn der MSV Duisburg im AOK Stadion gastiert (live auf Sport1, Magenta Sport und DFB-TV).

Mit Goeßling und Neto

Im Vergleich zum mit 4:0 gewonnenen DFB-Pokal-Halbfinale in München nahm VfL-Cheftrainer Stephan Lerch zwei Änderungen in der Startformation vor: Anstelle von Babett Peter und Sara Doorsoun standen Lena Goeßling und Claudia Neto beim Anpfiff auf dem Rasen.

Pajor knackt die Zwanzig

Den ersten Rückschlag mussten die Gastgeberinnen schon vor dem Anpfiff hinnehmen: Der überraschende 2:1-Erfolg des SV Werder Bremen gegen den 1. FFC Frankfurt ließ die Bayer-Elf auf einen Abstiegsplatz abrutschen. Und die Hoffnung, mit einem überraschenden Punktgewinn wieder über den Strich zu rutschen, erhielt bereits nach neun Minuten einen Dämpfer: Pajor brachte ihr Team mit dem 20. Saisontreffer auf die Siegerstraße. Zuvor hatten bereits Kristine Minde (3.) und Hansen (7.) die Führung auf dem Fuß. Der Matchplan der Leverkusenerinnen, die Räume mit einem 5-4-1-System eng zu machen, war erkennbar, funktionierte aber nur in der Theorie. Praktisch rissen die Grün-Weißen mit ihrem schnellen Kombinationsspiel immer wieder Lücken in die Bayer-Abwehr. Das 2:0 fiel nach einer Standardsituation: Pajor köpfte nach einer Hansen-Ecke ein (19.) – Saisontor Nummer 21. Fünf Minuten später tauchte dann Lena Uebach, die nominell einzige Leverkusener Stürmerin, frei vor Almuth Schult auf, stellte die VfL-Torhüterin mit ihrem Abschluss aber nicht vor Probleme. Auch danach änderte sich an den Kräfteverhältnissen nichts, Grün-Weiß blieb das dominierende Team. Logische Konsequenz: Kurz vor dem Pausenpfiff sorgte Hansen nach einem Angriff über die linke Seite für den standesgemäßen Halbzeitstand – 3:0.

Mit Kopf zum Erfolg

In der ersten Hälfte dauerte es neun Minuten bis zum ersten Treffer, in der zweiten – ebenfalls. Und nicht nur das, auch die Torschützin war identisch: Pajor war zum zweiten Mal mit dem Kopf zur Stelle, diesmal nach Vorlage von Minde – 4:0 (54.). Apropos Kopf: Dass nicht nur Alexandra Popp diese Disziplin beherrscht, bewies neben Pajor auch Harder: Nach einer kurz ausgeführten Ecke von Goeßling verwertete die Dänin eine Hansen-Flanke mit eben jenem Körperteil zum 5:0 (61.). In der 84. Minute klatschte ein Schuss von Hansen an den Pfosten. Klar, dass es für die Gastgeberinnen zu diesem Zeitpunkt nur noch um Schadensbegrenzung ging – und immerhin blieb die Niederlage letztlich unter Hinspiel-Niveau (0:7). Beachtlich in diesem Zusammenhang: Zwölf Treffer erzielten die Wölfinnen in dieser Saison gegen Bayer 04 Leverkusen – exakt die Hälfte steuerte Pajor bei.

„Egal, wer die Tore macht“

VfL-Cheftrainer Stephan Lerch: Mit der ersten Hälfte bin ich nicht ganz zufrieden, da hat uns in einigen Situationen die letzte Entschlossenheit gefehlt. Danach haben wir es geschafft, seriös nach vorne zu spielen, wobei wir das Resultat auch noch klarer hätten gestalten können. Wir wussten, dass Leverkusen tief stehen und uns wenig Räume geben wird, darauf haben wir uns eingestellt. Ich freue mich für Ewa Pajor, die heute gezeigt hat, dass sie es auch mit dem Kopf kann. Es ist schon Wahnsinn, welche Wege Ewa macht – umso schöner, dass sie sich immer wieder mit Treffern belohnt. Natürlich profitiert sie auch von den Zuspielen ihrer Teamkolleginnen. Letztlich ist mir aber egal, wer die Tore macht und wie sie reingehen – Hauptsache, wir holen die drei Punkte!

Bayer 04 Leverkusen: Klink – Wirtz, Friedrich, Barth, Ringsing, Oliveira Leite – Rudelic, Sahlmann, Rackow (52. Gier), Jessen (74. Reger) – Uebach (67. Mayr)

VfL Wolfsburg: Schult – Maritz, Fischer (80. Peter), Goeßling (65. Doorsoun), Minde – Neto (72. Jakabfi), Gunnarsdottir – Hansen, Harder, Popp – Pajor

Tore: 0:1 Pajor (9.), 0:2 Pajor (19.), 0:3 Hansen (45.), 0:4 Pajor (54.), 0:5 Harder (61.)

Zuschauer: 378 am Sonntagnachmittag im Ulrich-Haberland-Stadion

Schiedsrichterin: Karoline Wacker (Marbach)

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