Die VfL-Spielerinnen Wolter und Saevik jubeln und umarmen sich am Tor.
10.03.2021
Frauen

Souverän weiter

Im UWCL-Achtelfinal-Rückspiel setzen sich die VfL-Frauen mit 2:0 gegen LSK Kvinner durch.

Die VfL-Spielerinnen Wolter und Saevik jubeln und umarmen sich am Tor.

Die Frauen des VfL Wolfsburg stehen zum neunten Mal im Viertelfinale der UEFA Women’s Champions League: Nach dem mit 2:0 gewonnenen Hinspiel setzte sich der zweimalige Titelträger auch im Achtelfinal-Rückspiel gegen den norwegischen Vertreter LSK Kvinner mit 2:0 (2:0) durch. Im ungarischen Györ trafen Pia-Sophie Wolter und Ingrid Engen für die Wölfinnen. Am kommenden Freitag, 12 Uhr, findet in Nyon die Auslosung der Viertel- und Halbfinalpartien statt. Zwei Tage darauf sind die VfL-Frauen dann schon wieder in der FLYERALARM Frauen-Bundesliga gefordert: Am Sonntag, 14. März (Anstoß um 14 Uhr/live auf #DABEI), empfangen die Grün-Weißen Bayer 04 Leverkusen im AOK Stadion.

Drei Änderungen

VfL-Cheftrainer Stephan Lerch änderte seine Startformation im Vergleich zum 4:0-Auswärtssieg gegen den SV Meppen auf drei Positionen: Für Rebecka Blomqvist, Kathrin Hendrich und Fridolina Rolfö rückten Katrina Saevik, Sofie Svava und Joelle Wedemeyer in die erste Elf.

Engen trifft gegen den Ex-Klub

In einer ausgeglichenen Anfangsphase dauerte es eine knappe Viertelstunde bis zur ersten Torchance – und die ging auf das Konto der Wölfinnen: Engen prüfte LSK-Torfrau Ida Norström mit einem Schuss aus 14 Metern (14.). Dies sollte aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Norwegerinnen ebenso in der Offensive stattfanden, wenn auch nicht mit nennenswerten Möglichkeiten wie im Hinspiel. Überhaupt waren Chancen rar gesät. In der 29. Minute legte Wedemeyer an der Grundlinie für Svenja Huth zurück, deren Direktabnahme links vorbeiging. Danach erarbeitete sich Lilleström wieder etwas längere Ballbesitzphasen mit einigen Eckbällen. Fahrt nahm die Partie dann aber zum Ende der ersten Hälfte auf. Zunächst sorgte Wolter nach Flanke von Felicitas Rauch per Kopf für die Führung (43.), dann erhöhte Engen gegen ihren Ex-Klub mit einem Schuss aus 14 Metern ins linke Eck (45.). Was für ein Ende einer bis dahin an Höhepunkten armen ersten Hälfte.

Pajor ist überall

Der Doppelschlag kurz vor dem Seitenwechsel hatte die Hoffnungen der offiziell gastgebenden Norwegerinnen natürlich auf ein Minimum zusammengestutzt. Fünf Tore wären laut der bekannten Europapokal-Arithmetik nun nötig gewesen. VfL-Cheftrainer Stephan Lerch nutzte die vermeintliche Vorentscheidung, um die nach leichten muskulären Problemen wiedergenesene Zsanett Jakabfi den ersten Aufritt mit dem VfL in ihrer ungarischen Heimat zu ermöglichen. Auch Lotta Cordes durfte, wie schon gegen Subotica im Sechzehntelfinale, Champions-League-Luft schnuppern. Die Wölfinnen gaben sich allerdings keineswegs mit dem 2:0 zufrieden – der Wille, das Resultat noch in die Höhe zu schrauben, war unübersehbar. In der 64. Minute schraubte sich die ebenfalls eingewechselte Ewa Pajor nach einer Wedemeyer-Flanke zum Kopfball in die Luft. Drei Minuten später zog die Polin nach Vorarbeit von Jakabfi von der Strafraumkante ab. Norström konnte in beiden Fällen parieren. Pajor war an vielen Aktionen beteiligt, sogar in der Balleroberung in der eigenen Hälfte. Und in der 77. Minute als Vorbereiterin: Schade nur, dass Cordes aus guter Position an Norström scheiterte – es war die bis dahin beste Chance im zweiten Abschnitt. Und so blieb es schließlich bei der Wiederholung des Hinspiel-Resultats. Im Viertelfinale – das ist keine allzu kühne Prognose – dürfte es dann enger zugehen.

„Doppelschlag war sehr gut“

VfL-Cheftrainer Stephan Lerch: Lilleström hat heute einiges versucht. Sie waren ja auch dagegen, dass der Platz vor dem Spiel bewässert wird, was als Heimteam natürlich ihr gutes Recht war. Also schenken wollten sie uns nichts. In der Anfangsphase gab es eine gewisse Hektik, die sich auch auf unser Spiel ausgewirkt hat. Wir hatten nicht die nötige Kontrolle in der Anfangsphase, da gab es auch einige Eckbälle für LSK. Es ist zwar nichts passiert, aber sie wollten uns das Leben schwermachen. Allerdings hätten wir ja auch schon in der ersten Hälfte früher in Führung gehen können, wenn ich etwa an Svenjas Chance denke. Der Doppelschlag kurz vor der Pause war natürlich sehr gut – er hat uns Ruhe gegeben und wir konnten auch einige Kräfte schonen. Dass wir noch mehrere Treffer hätten erzielen können, ist heute zweitrangig. Wir haben zweimal 2:0 gespielt gegen eine physisch starke Mannschaft und sind in die nächste Runde eingezogen – das allein zählt und darüber sind wir sehr glücklich.

LSK Kvinner: Norström – Gausdal, Vanhaevermaet, Brenn – Dahlström (90. Luthcke), Lie, Bachor (72. Kyvag), Woldvik, Haavi – Haug, Linberg (82. Christensen)

VfL Wolfsburg: Kiedrzynek – Wedemeyer (81. Blässe), Doorsoun (69. Janssen), Goeßling, Rauch (46. Jakabfi) – Engen, Popp (46. Cordes) – Wolter, Huth (58. Pajor), Svava – Saevik

Tore: 0:1 Wolter (43.), 0:2 Engen (45.)

Schiedsrichterin: Sandra Bastos (Portugal)

Re-Live: 2:0-Sieg im UWCL-Rückspiel

Wölfe TV: Die Stimmen zum Spiel

Wölfe TV: Tore und Highlights

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