Die VfL Spielerin Ingrid Engen im Zweikampf um den Ball.
03.06.2020
Frauen

Souverän ins Halbfinale

Im DFB-Pokal-Viertelfinale setzen sich die VfL-Frauen mit 3:0 beim FSV Gütersloh 2009 durch.

Die VfL Spielerin Ingrid Engen im Zweikampf um den Ball.

Die Frauen des VfL Wolfsburg haben die vorletzte Hürde auf dem Weg zur erneuten DFB-Pokal-Finalteilnahme souverän genommen: Fünf Tage nach dem 4:0-Erfolg gegen den 1. FC Köln in der FLYERALARM Frauen-Bundesliga wurde der Titelverteidiger seiner Favoritenrolle im DFB-Pokal-Viertelfinale mit einem 3:0 (1:0) bei Zweitligist FSV Gütersloh 2009 gerecht. Die Tore auf dem Kunstrasen der Tönnies-Arena in Rheda-Wiedenbrück erzielten Lara Dickenmann (2) und Alexandra Popp. Im Halbfinale am 10./11. Juni geht’s für die Wölfinnen nun erneut zu einem ostwestfälischen Zweitligisten: Überraschend konnte sich Arminia Bielefeld mit 3:2 gegen den klassenhöheren SC Sand durchsetzen. Zuvor steht für das Team von Cheftrainer Stephan Lerch ein weiteres Heimspiel auf dem Programm: Am kommenden Samstag, 6. Juni (Anstoß um 13 Uhr), gibt der 1. FFC Frankfurt seine Visitenkarte im AOK Stadion ab.

Sieben Änderungen

Lerch nahm im Vergleich zum erfolgreichen Liga-Re-Start sieben Änderungen in der grün-weißen Startformation vor: Einzig Friederike Abt, Lena Goeßling, Pernille Harder und Joelle Wedemeyer standen erneut in der ersten Elf.

Dickenmann trifft zur Führung

Kunstrasen ist im Frühling nicht gerade der bevorzugte Untergrund der VfL-Frauen – entsprechend brauchten die Gäste ein paar Minuten, um die Passschärfe zu justieren. In der 13. Minute war es Pia-Sophie Wolter, die per Kopf erstmals für Gefahr vor dem FSV-Tor sorgte. Zwei Minuten später zappelte der Ball dann in Netz: Dickenmann sorgte mit einem gut platzierten 20-Meter-Schuss für die Führung – 1:0. In der 26. Minute steckte Harder für Zsanett Jakabfi durch, einen Tick zu steil allerdings. Auch ein 18-Meter-Freistoß von Harder (28.) sowie ein Distanzschuss von Claudia Neto (29.) brachten nicht das 2:0 ein. Wenig später zielte Dickenmann nach einer Goeßling-Ecke per Kopf nur knapp daneben (30.). In der 37. Minute lenkte Güterslohs Torfrau Sarah Rolle einen Harder-Freistoß zur Ecke ab. Es war die letzte nennenswerte Szene einer ersten Hälfte, in der Grün-Weiß klar dominierte, dies aber zu wenig in Zählbares umsetzen konnte.

Die Spielerinnen des VfL Wolfsburg bejubeln einen Torerfolg.

Popp kommt und trifft

Der zweite Abschnitt begann mit einem satten Schuss von Ingrid Engen – Rolle entschärfte mit den Fingerspitzen (48.). In der 52. Minute war dann die in der Pause eingewechselte Popp zur Stelle und stocherte den Ball zum 2:0 über die Linie (52.). Keine Minute später verhinderte nur der Unterschenkel einer Gegenspielerin den schnellen Doppelpack der Kapitänin. So war es Dickenmann vorbehalten, einen Doppelpack zu schnüren. Und in Sachen „B-Note“ konnte sie ihren schon sehenswerten ersten Treffer noch toppen: Der Hammer der Schweizerin schlug exakt im rechten Winkel ein, keine Chance für Rolle – 3:0 (63.). In der 77. Minute war Abt dann zum ersten Mal richtig gefordert: Eine Bogenlampe von Lena Strothmann senkte sich unangenehm, doch die Keeperin ließ sich nicht überrumpeln. Wenig später zeigte sich die eingewechselte Pajor zu uneigennützig und legte aus guter Abschlussposition quer – ohne Erfolg (78.). Eine Viertelstunde später war der 28. Wölfinnen-Sieg in einem DFB-Pokalspiel in Folge perfekt. Die Serie geht weiter.

„Muss der Mannschaft ein Lob aussprechen“

VfL-Cheftrainer Stephan Lerch: Wir wollten nach dem Sieg gegen Köln den nächsten Schritt gehen und ich denke, dass uns dies gelungen ist. Die Mannschaft hat das Spiel von der ersten Minute an fokussiert und mit Spannung in den Aktionen angenommen. Von daher muss ich der Mannschaft ein Lob aussprechen, auch wenn wir uns trotz guter Möglichkeiten nicht immer belohnt hatten. Wir haben viele Chancen ausgelassen, das Ergebnis noch deutlicher zu gestalten. Auch bei dem einen oder anderen langen Ball des Gegners in der Defensive haben wir uns nicht gut verhalten – daran gilt es noch zu arbeiten. Unter dem Strich sind wir aber eine Runde weitergekommen und darüber freuen wir uns!

FSV Gütersloh 2009: Rolle – Aehling, Blümel, Schmücker, Zimmer – Baum (86. Büttner), Reimann, Schuster (90. Aggül), Günnewig, Berning – Rieke (70. Strothmann)

VfL Wolfsburg: Abt – Wedemeyer, Goeßling, Dickenmann (72. Blässe) – Maritz, Engen (72. Pajor), Neto, Harder (46. Popp), Minde (64. Rolfö) – Wolter (64. Huth), Jakabfi

Tore: 0:1 Dickenmann (15.), 0:2 Popp (52.), 0:3 Dickenmann (63.)

Schiedsrichterin: Sina Diekmann (Essen)


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