Frauen

Sieg im zweiten Test

Die Wölfinnen gewinnen nach 105 Minuten mit 2:0 gegen den PSV Eindhoven.

Vier Tage nach dem Testspielauftakt gegen den Zweitligisten SV Meppen trafen die Frauen des VfL Wolfsburg auf den niederländischen Meister PSV Eindhoven. Die Mannschaft von Cheftrainer Stephan Lerch setzte sich nach insgesamt 105 Spielminuten – aufgeteilt in eine Halbzeit über 45 sowie zwei weitere Abschnitte über jeweils 30 Minuten – mit 2:0 (1:0, 1:0) durch. Neuzugang Cecilie Floe Nielsen brachte die Grün-Weißen nach 26 Minuten in Führung, ehe Anny Kerim-Lindland den Vorsprung in der 62. Minute ausbaute. Rund um die Partie wurde den Zuschauerinnen und Zuschauern ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm mit verschiedenen Mitmachaktionen für Kinder und Familien, darunter eine Torwand, geboten. Im Anschluss an das erfolgreiche Testspiel nahmen sich die Wölfinnen außerdem Zeit für Fotos und Autogramme und ließen den Nachmittag gemeinsam mit den Fans ausklingen.

Nielsen bringt VfL-Frauen in Führung

Die Wölfinnen übernahmen von Beginn an die Kontrolle und ließen den Ball sicher durch die eigenen Reihen laufen. Bereits in der vierten Spielminute bot sich Cora Zicai die erste gute Gelegenheit: Nach einem Ball, der ihr durchrutschte, kam sie zum Abschluss, ihr Versuch wurde jedoch noch auf der Torlinie geklärt. Auf der Gegenseite musste Stina Johannes in der 16. Minute erstmals eingreifen, war nach einem Kopfball infolge einer Ecke jedoch sicher zur Stelle. Nur zwei Minuten später sorgte erneut Zicai für Gefahr. Die Offensivspielerin setzte sich auf der linken Seite im Strafraum durch, scheiterte mit ihrem Abschluss allerdings an der Torhüterin. Den anschließenden Kopfball von Nielsen konnte die Keeperin ebenfalls entschärfen, dem Versuch fehlte jedoch der nötige Druck (18.). In der 26. Minute belohnten sich die Wölfinnen schließlich für den hohen Aufwand. Nach einer Flanke von Sarai Linder von der rechten Seite stieg Nielsen im Strafraum am höchsten und köpfte zur 1:0-Führung ein. Wenig später nahm Ella Peddemors einen Ball direkt an, setzte ihren Abschluss jedoch knapp links am Tor vorbei (32.). Nur eine Minute später brachte die dänische Stürmerin Nielsen den Ball flach von der rechten Seite in den Strafraum, wo Zicai den Ball nur um Haaresbreite verpasste (33.). Drei Minuten danach versuchte es erneut Nielsen mit einem Lupfer, der allerdings knapp am rechten Pfosten vorbeiging.

Wölfinnen erhöhen den Druck

Auch im zweiten Spielabschnitt blieben die Wölfinnen die spielbestimmende Mannschaft. In der 57. Minute zog Zicai von der linken Seite sehenswert ab, doch die Torhüterin des PSV Eindhoven lenkte den Ball mit einer starken Parade zur Ecke. Auch der anschließende Standard sorgte für Gefahr, die Niederländerinnen konnten die Situation jedoch im letzten Moment bereinigen. Die VfL-Frauen hielten den Druck weiter hoch und setzte den Gegner tief in dessen Hälfte fest. Nach einer zunächst geklärten Ecke eroberten die Wölfinnen den Ball umgehend zurück und blieben in der Offensive. In der 62. Minute folgte schließlich die Belohnung: Nachdem die ersten Abschlüsse noch geblockt oder pariert worden waren, traf Kerim-Lindland aus rund elf Metern zum verdienten 2:0.

Wechsel prägen die Schlussphase

In den abschließenden 30 Minuten sorgten die zahlreichen Wechsel auf beiden Seiten dafür, dass der Spielfluss etwas abnahm. Die Wölfinnen ließen den Ball dennoch sicher durch die eigenen Reihen laufen, während der PSV Eindhoven nun häufiger den Weg nach vorne suchte. Zwingende Torchancen blieben für die Niederländerinnen zunächst jedoch aus. Die beste Gelegenheit der Schlussphase hatte der PSV Eindhoven in der 86. Minute, als eine Angreiferin frei vor Torhüterin Christina Schönwetter auftauchte. Die VfL-Keeperin reagierte jedoch stark und verhinderte mit einer glänzenden Parade den Anschlusstreffer. In den verbleibenden Minuten fielen keine weiteren Tore, sodass die Wölfinnen nach insgesamt 105 Spielminuten einen verdienten 2:0-Erfolg einfuhren.

„EIN SCHRITT IN DIE RICHTIGE RICHTUNG“

Cheftrainer Stephan Lerch: „Wir sind gut ins Spiel gekommen, waren von Beginn an sehr griffig und haben die Intensität auf den Platz gebracht, die wir uns vorgenommen hatten. Über weite Strecken haben wir uns viele Torchancen erarbeitet und den Gegner weitestgehend von unserem Tor ferngehalten. Natürlich haben wir am Ende noch ein paar Möglichkeiten zugelassen, aber insgesamt bin ich mit der Leistung sehr zufrieden. Das Auftreten der Mannschaft war erneut ein Schritt in die richtige Richtung und der Sieg gibt uns ein positives Gefühl. Gleichzeitig haben wir weitere wichtige Erkenntnisse gewonnen, an denen wir im Trainingslager weiterarbeiten werden.“

Aufstellungen und Statistiken

VfL Wolfsburg: Johannes (46. Schönwetter) – Linder (46. Bjelde), Kleinherne (62. Carleer), Küver (62. Landenberger), Pujols (62. Bogaert) – Wagner (46. Minge), Peddemors (62. Arasniewicz), Vallotto (62. Hansen) – Huth (62. Saelen), Nielsen (46. Kerim-Lindland), Zicai (62. Linder, 86. Pujols)

Ersatz: Eisenbeiß (Tor), Harting

Tore: 1:0 Nielsen (26.), 2:0 Kerim-Lindland (62.)

Zuschauende: 850 Zuschauende im GWG-Stadion Flutmulde.

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