Die Spielerinnen des VfL Wolfsburg klatschen sich nach einem Treffer ab.
31.01.2020
Frauen

Sieg gegen Liga-Konkurrent

Die VfL-Frauen gewinnen ihr Testspiel gegen den 1. FFC Frankfurt mit 5:0.

Die Spielerinnen des VfL Wolfsburg klatschen sich nach einem Treffer ab.

Die Frauen des VfL Wolfsburg haben ihr letztes Testspiel vor dem Start in die zweite Saisonhälfte erfolgreich bestritten: Der Tabellenführer der FLYERALARM Frauen-Bundesliga  gewann im portugiesischen Vila Real de Santo Antonio mit 5:0 (2:0) gegen Liga-Konkurrent 1. FFC Frankfurt. Die Tore erzielten Svenja Huth, Alexandra Popp, Ewa Pajor, Dominique Janssen sowie Neuzugang Madelen Janogy. Nach einer letzten Krafteinheit und einem abschließenden Teamevent am morgigen Samstag beenden die Wölfinnen am Sonntag, 2. Februar, ihr Trainingslager an der Südküste Portugals und kehren nach Wolfsburg zurück. Bis zum Topspiel gegen die zweitplatzierte TSG 1899 Hoffenheim am Freitag, 14. Februar (Anstoß 19.15 Uhr/live bei Eurosport), bleiben den Grün-Weißen dann noch knapp zwei Wochen. 

Drei Änderungen

Im Vergleich zum 1:1 im Testspiel gegen den FC Twente stellte Cheftrainer Stephan Lerch auf drei Positionen um: Für Friederike Abt hütete Hedvig Lindahl das Tor, Felicitas Rauch und Fridolina Rolfö spielten für Lara Dickenmann und Pajor von Beginn an. Janssen war nach überstandenen Rückenproblemen wieder dabei. Verletzungsbedingt stand einzig Sara Gunnarsdottir Lerch nicht zur Verfügung: Die Isländerin reiste mit Knieproblemen vorzeitig aus dem Trainingslager ab, um die Behandlung in ihrem Heimatland fortzusetzen.

Huth erzielt die frühe Führung

Wie im Testspiel gegen den FC Twente brachten die Grün-Weißen auch gegen den 1. FFC Frankfurt früh ihre Dominanz auf den Platz. So war es folgerichtig, dass die Wölfinnen bereits in der siebten Minute in Führung gingen: Ein langer Ball von Joelle Wedemeyer landete bei Fridolina Rolfö, die sich auf der linken Seite durchsetzte und die zentral vorm Tor stehende Huth bediente. Diese ließ sich nicht zwei Mal bitten und stellte trocken auf 1:0.  Doch auch der FFC setzte immer wieder Nadelstiche und agierte mutig nach vorne, doch zum Tor drangen die Frankfurterinnen nicht vor. Es folgte eine recht ausgeglichene Phase, ehe der VfL wieder mehr drängte. Nach einem guten Kombinationsspiel von Huth und Pernille Harder brachte Popp den Ball von der linken Strafraumkante vor das FFC-Gehäuse, stellte Keeperin Cara Bösl damit aber vor keine großen Schwierigkeiten. Vier Minuten später dieselbe Position – nur spiegelverkehrt: Noelle Maritz‘ Flanke von der rechten Strafraumkante parierte Bösl erneut (30.). Dann war es Rolfö, die Felicitas Rauch in Szene setzen wollte, doch Laura Störzel konnte zur Ecke klären (32.). Nach Flanke von Harder hätte sich die Schwedin dann selbst belohnen können, setzte den Ball aber knapp über das Aluminium (35.). Popp war es, die dann nach einer Rauch-Ecke per Kopf auf 2:0 stellte (35.).

Alexandra Popp bei der Platzwahl mit dem Schiedsrichtergespann und einer Gegenspielerin.

Janogy mit Premierentreffer

Die zweite Halbzeit begann mit zahlreichen Wechseln bei den Grün-Weißen: Lediglich Ingrid Engen, Lena Goeßling, Lindahl und Popp ließ Chefcoach Lerch auf dem Feld, sieben Neue gingen dafür ins Rennen. Doch der Dominanz des Tabellenführers tat dieses keinen Abbruch: Wie auch in der ersten Halbzeit spielte sich das Geschehen hauptsächlich vor dem Frankfurter Gehäuse ab. Nach einer flach gespielten Goeßling-Ecke zog Dickenmann aus der zweiten Reihe ab, jedoch ohne die nötige Durchschlagskraft (60.). Anschließend legte die Schweizerin für Popp auf, doch ihr Schuss verfehlte sein Ziel (60.). Zwei Zeigerumdrehungen später jagte auch FFC-Stürmerin Laura Freigang einen Ball über das Gehäuse. Und dann war der Spielstand aus der letzten Liga-Begegnung erreicht: Pajor traf per Kopf, nachdem zuvor Popp für Dickenmann aufgelegt hatte (63.). Doch das sollte noch nicht alles gewesen sein. Dass Janssen Freistöße treten kann, zeigte sie bereits im Champions-League-Achtelfinale gegen den FC Twente: Auch dieses Mal hämmerte sie den Ball aus 25 Metern ins Netz – 4:0 (76.). Kurz vor Schluss hätte es in einer relativ einseitigen Partie dann noch einmal für die Wolfsburgerinnen gefährlich werden können, als Jungtalent Sjöke Nüsken vor Lindahls Gehäuse auftauchte. Doch bevor die Wölfinnen-Keeperin eingreifen musste, konnte Goeßling den Ball zur Ecke klären. Den Endstand markierte dann VfL-Winterneuzugang Janogy, als sie einen Goeßling-Freistoß per Kopf ins Tor verlängerte – 5:0 (90.).

„Das Tempo hochgehalten“

VfL-Cheftrainer Stephan Lerch: Ich freue mich sehr, dass wir das Trainingslager mit solch einem Erfolg beenden konnten – das war in dieser Deutlichkeit nicht zu erwarten. Gerade mit Blick auf die hinter uns liegenden intensiven Einheiten sowie unter Berücksichtigung der Tatsache, dass Frankfurt ein sehr guter Gegner war, hat mich das Ergebnis positiv überrascht. Wir haben über die gesamten 90 Minuten das Tempo hochgehalten und uns trotz schwerer Beine immer wieder Torchancen erarbeitet. Die Tore haben wir gut herausgespielt und letztlich verdient gewonnen. Aus diesem Spiel können wir wieder gute Erkenntnisse mitnehmen. 

VfL Wolfsburg: Lindahl – Doorsoun (46. Blässe), Goeßling, Wedemeyer (46. Janssen) – Maritz (46. Wolter), Engen (63. Neto), Harder (46. Minde), Popp (63. Janogy), Rauch (46. Dickenmann) – Huth (46. Jakabfi), Rolfö (46. Pajor)

1. FFC Frankfurt: Bösl – Santos (70. Hechler), Störzel, Kleinherne, Aschauer (82. Weilharter) – Feiersinger (46. Martinez), Mauron (46. Nüsken), Pawollek (70. Gidion), Dunst (90. Hirata) – Freigang (90. Hahn), Reuteler (82. Emmerling)

Tore: 1:0 Huth (7.), 2:0 Popp (35.), 3:0 Pajor (63.), 4:0 Janssen (76.), 5:0 Janogy (90.)

Schiedsrichter: Tiago Cordeiro (Faro)

Zuschauer: 200 am Freitagnachmittag in Vila Real de Santo Antonio

Wölfe TV: Alle Highlights und Tore


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