Die Wölfinnen jubeln.
SO .  6. 05. 2018
Frauen I

Siebter Streich in Serie

Die VfL-Frauen fahren beim 1. FFC Frankfurt einen verdienten 2:0-Erfolg ein.

Die Wölfinnen jubeln.

Die Wolfsburgerinnen sind auf ihrem Weg zum vierten Deutschen Meistertitel derzeit einfach nicht zu stoppen: Am 19. Spieltag der Allianz Frauen-Bundesliga setzten sich die Wölfinnen auch beim alten Rivalen 1. FFC Frankfurt verdient mit 2:0 (1:0) durch. Vor 1.580 Zuschauern im Stadion am Brentanobad sorgten die Treffer von Lara Dickenmann (32. Minute) und Pernille Harder (56.) dafür, dass der VfL auch vier Spiele vor Schluss die Tabelle souverän anführt. Damit bauten die VfL-Frauen zudem ihre beeindruckenden Serien weiter aus, war es doch der siebte Pflichtspielsieg in Folge und in der Liga sogar der elfte Dreier in Serie. Viel Zeit, den Erfolg zu genießen, haben die Wölfinnen dennoch nicht, denn bereits in drei Tagen, am Mittwoch, 9. Mai, steht im AOK Stadion das Nachholspiel des 18. Spieltags gegen den SC Freiburg an. Anstoß der Partie ist um 17 Uhr.

Neues Quintett in der Startelf

Nachdem Stephan Lerch beim 5:0-Erfolg bei Werder Bremen am vergangenen Mittwoch aufgrund der englischen Woche ordentlich rotiert hatte, nahm der VfL-Cheftrainer in Frankfurt erneut fünf Änderungen in der Startelf vor. Nilla Fischer, Anna Blässe, Dickenmann, Caroline Hansen und Ewa Pajor durften wieder von Beginn an ran, Ella Masar, Noelle Maritz, Isabel Kerschowski, Tessa Wullaert und Zsanett Jakabfi nahmen zunächst auf der Bank Platz.

Harder und Hansen scheitern aus der Ferne

Auf dem trockenen Rasen im Stadion am Brentanobad entwickelte sich von Beginn an eine muntere Partie, in der die VfL-Frauen schnell die Oberhand gewannen. Die Frankfurterinnen hielten bissig dagegen und versuchten, die Räume in der Defensive möglichst eng zu machen. Das gelang jedoch nicht immer, so dass die Wolfsburgerinnern durch Harder auch zur ersten Chance der Partie kamen, doch der Distanzschuss der Dänin ging deutlich drüber (5.). Die gefällig aufspielenden Wölfinnen ließen in der Folge trotz ordentlich Zug zum FFC-Tor die letzte Konsequenz beim Torabschluss vermissen und versuchten vornehmlich durch Weitschüsse zum Erfolg zu kommen. Doch sowohl erneut Harder (25.) als auch zweimal Hansen (18., 29.) scheiterten mit ihren Versuchen.

Dickenmann trifft mit FFC-Unterstützung

Dann jedoch zahlte sich der anhaltende Druck der Gäste aus Niedersachsen endlich und verdientermaßen aus – wenn auch mit tatkräftiger Unterstützung der Gastgeberinnen: Dickenmann zog aus 14 Metern zentral ab, doch der Ball wurde für FFC-Torfrau Bryane Heaberlin noch unhaltbar von einer Frankfurterin abgefälscht und landete zum 1:0 des VfL im Netz (32.). Auch nach der Führung behielten die in blau aufspielenden Grün-Weißen die Oberhand in der weiter umkämpften Partie, doch weil auch Sara Björk Gunnarsdottir mit ihrem Schuss scheiterte, ging es mit der knappen Führung in die Kabinen (36.).

Harder nimmt Maß

Auch nach der Halbzeit blieb es dabei: Der VfL dominierte das Spiel über weite Strecken, Frankfurt hielt dagegen, fand aber gegen die gut stehende Wolfsburger Defensive nie die entscheidende Lücke. So blieb es vorerst weiterhin das FFC-Tor, das im Fokus und unter Dauerbelagerung stand. Zunächst scheiterte Hansen noch mit einem tollen Schuss aus 20 Metern, den Heaberlin zur Ecke abwehren konnte (55.). Dann jedoch war nach der zweiten Ecke in Folge wieder Jubel im VfL-Lager angesagt. Lena Goeßling brachte den Ball schön in den Sechzehner, wo Harder Maß nahm und aus 13 Metern mit einem wuchtigen Schuss zum 2:0 vollendete (56.). Am Ende drehten die Frankfurterinnen zwar noch einmal auf, doch sowohl die eingewechselte Alexandra Emmerling (79.) als auch Kumi Yokoyama (82.) und Jackie Groenen (83.) verfehlten das Tor vom Almuth Schult, so dass die VfL-Frauen nach 90 fordernden Minuten den nächsten Sieg bejubeln konnten, der sogar noch etwas höher hätte ausfallen können, doch Masar verpasste mit einem Schuss aus spitzem Winkel den dritten Treffer (86.).

„Sehr zufrieden mit dem Ergebnis“

VfL-Cheftrainer Stephan Lerch: Mit dem Ergebnis sind wir natürlich sehr zufrieden. Am Ende einer englischen Woche ist es nicht selbstverständlich so aufzutreten, wie es die Mannschaft wieder gemacht hat. Wir haben ein paar Minuten gebraucht, um ins Spiel zu kommen. Frankfurt hat uns da auch gut unter Druck gesetzt. Die einfachen Lösungen haben wir anfangs etwas vermissen lassen. Anschließend sind wir aber besser ins Spiel gekommen und haben uns gute Tormöglichkeiten erspielt. Wir sind immer wieder hinter die Kette gekommen und haben uns über Außen gut durchkombiniert. Nur die letzte Konsequenz hat etwas gefehlt und wir haben es vor der Pause verpasst, das eine oder andere Tor mehr zu erzielen. In der zweiten Halbzeit hatten wir das Spiel unter Kontrolle, auch wenn Frankfurt im Umschaltspiel immer gefährlich war. Deswegen war ich dann auch froh, als das zweite Tor gefallen ist, da es uns etwas mehr Sicherheit gegeben hat.

1. FFC Frankfurt: Heaberlin – Hechler (75. Emmerling), Kleinherne, Prießen, Sandvej – Schmidt (28. Munk), Pawollek – Hendrich, Groenen, Gidion (59. Matuschewski) - Yokoyama

VfL Wolfsburg: Schult – Blässe, Fischer, Goeßling, Wedemeyer – Gunnarsdottir (46. Maritz) – Hansen, Harder, Neto (78. Masar), Dickenmann – Pajor (65. Jakabfi)

Tore: 0:1 Dickenmann (32.), 0:2 Harder (56.)

Gelbe Karten: Fehlanzeige

Schiedsrichterin: Marina Wozniak (Herne)

Zuschauer: 1.580 am Sonntagvormittag im Frankfurter Stadion am Brentanobad

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