Die Wölfinnen jubeln auf dem Spielfeld.
18.08.2020
Frauen

Showdown im Baskenland

Die Frauen des VfL Wolfsburg reisen zum UWCL-Finalturnier nach San Sebastian.

Die Wölfinnen jubeln auf dem Spielfeld.

Ende Oktober fand das Achtelfinale in der UEFA Women’s Champions League statt – seitdem ruht der Ball in der europäischen Königsklasse aufgrund der Corona-Pandemie. Allerdings nicht mehr lange: Analog zu den Männer-Wettbewerben wird der Champions-League-Sieger 2019/2020 nun in einem neuntägigen Finalturnier ermittelt, das in Bilbao und San Sebastian ausgetragen wird. Für die Frauen des VfL Wolfsburg geht es am morgigen Mittwoch ins spanische Baskenland, zwei Tage vor der Viertelfinal-Partie gegen Glasgow City FC (Freitag, 21. August, Anstoß um 18 Uhr/live auf SPORT1 und Wölfe TV).

Über Braunschweig nach Bilbao

Ursprünglich war die Anreise nach San Sebastian, wo die VfL-Frauen im Optimalfall drei Spiele absolvieren werden, für Donnerstag vorgesehen. Da dann aber bereits vor Ort eine Testung durch die UEFA vorgesehen ist, geht es jetzt bereits mittwochs ins spanische Baskenland, unweit der französischen Grenze. Per Charter wird der VfL-Tross am Nachmittag von Braunschweig nach Bilbao fliegen, anschließend geht es mit zwei Bussen – entsprechend der umfangreichen Hygienebestimmungen – weiter ins Teamhotel nach San Sebastian. Das Hygienekonzept der UEFA ähnelt jenem, das im Mai Grundlage des Re-Starts in den deutschen Profi-Ligen war. Die aktuelle Situation in Spanien, das vom Robert Koch-Institut (RKI) kürzlich zum Krisengebiet erklärt wurde, ändert also nichts an den Abläufen.

Estadio Anoeta.

Glasgow als unbeschriebenes Blatt

Am Donnerstag findet zunächst eine Besichtigung des Estadio Anoeta statt, wo der spanische Erstligist Real Sociedad San Sebastian seine Heimspiele austrägt. Die knapp 40.000 Zuschauer fassende Arena ist Schauplatz aller möglichen VfL-Spiele, vom zweiten Spielort Bilbao werden die Wölfinnen also ausschließlich den Flughafen kennenlernen. Als weiterer Vorteil neben einem „ersparten“ Hotelwechsel könnte sich die Tatsache erweisen, dass der potenzielle Endspiel-Gegner im Turnierverlauf einen Tag weniger Regenerationszeit hätte. Doch zunächst liegt der Fokus auf der Viertelfinal-Aufgabe gegen Glasgow City FC. „Natürlich ist es unser Anspruch, diese Hürde zu nehmen“, betont VfL-Cheftrainer Stephan Lerch. Der schottische Top-Klub gilt als klarer Außenseiter im Feld der Top 8 Europas, ist aber auch ein unbeschriebenes Blatt. Sämtliche Analysen aus der Spielvorbereitung für das eigentlich im März geplante Viertelfinale sind ein Muster ohne Wert, schließlich hat sich das Gesicht des Teams deutlich verändert. Im einzigen Testspiel vor dem Finalturnier unterlagen die Schottinnen Manchester United mit 0:4.

Auch Gräwe spielberechtigt

Im Gegensatz zu den Männer-Wettbewerben dürfen bis zu sechs Neuzugänge am UWCL-Finalturnier teilnehmen, wobei nur drei davon schon für einen anderen Klub im laufenden Wettbewerb aufgelaufen sein dürfen. Für die VfL-Frauen bedeutet das: Alle Spielerinnen des aktuellen Kaders – mit Ausnahme von Almuth Schult, die zu Hause individuell trainieren wird – sind in Spanien dabei. Auch eine Jungwölfin wird spielberechtigt sein: Die 18-jährige Lisanne Gräwe, die zusammen mit Lotta Cordes zuletzt beim Testspiel gegen Eintracht Frankfurt Spielpraxis sammeln konnte, komplettiert den 22-köpfigen Kader der Grün-Weißen.

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