Eine Wölfin nimmt der Spielerin vom FC Bayern den Ball ab.
SO . 27.  MAI . 2018
Frauen

Serie gerissen

Nach 13 Liga-Siegen in Folge müssen sich die Wölfinnen dem FC Bayern mit 1:2 geschlagen geben.

Eine Wölfin nimmt der Spielerin vom FC Bayern den Ball ab.

Die VfL-Frauen haben das letzte Auswärtsspiel der aktuellen Saison verloren. Dem FC Bayern München unterlagen die Grün-Weißen knapp mit 1:2 (0:2). Nachdem Dominika Skorvankova und Fridolina Rolfö die Münchnerinnen mit zwei Toren in Front brachten (18. Minute, 35.), machte ein Treffer von Zsanett Jakabfi kurz nach dem Seitenwechsel (48.) das Spiel noch einmal spannend. Durch die Niederlage rissen auch zwei ganz starke Serien: Nach 13 Liga-Siegen in Folge mussten sich die Wölfinnen nun wieder geschlagen geben. Zudem mussten sie in der Allianz Frauen-Bundesliga das erste Gegentor seit zehn Spielen hinnehmen. In der kommenden Woche endet mit dem Heimspiel gegen den 1. FC Köln (Sonntag, 3. Juni, 14 Uhr) dann die Saison. Wie genau die Double-Feierlichkeiten ablaufen, wird in den nächsten Tagen bekanntgegeben.

Stolze feiert Liga-Debüt

Nach dem kräftezehrenden Finale in der UEFA Women’s Champions League gegen Olympique Lyon am vergangenen Donnerstag baute VfL-Cheftrainer Stephan Lerch seine Startelf auf insgesamt neun Positionen um. Neben Babett Peter, die nach überstandener Achillessehnen-Teilruptur im rechten Fuß ihr Comeback feierte, und Anna-Lena Stolze, die zu ihrem Liga-Debüt kam, begannen Isabel Kerschowski, Joelle Wedemeyer, Claudia Neto, Katharina Baunach, Tessa Wullaert, Kristine Minde und Jakabfi für Anna Blässe, Lena Goeßling, Alexandra Popp, Pernille Harder, Lara Dickenmann (alle auf der Bank), Nilla Fischer, Sara Gunnarsdottir, Caroline Hansen und Ewa Pajor.

Skorvankova bringt Bayern in Führung

Die Bayern fanden vor eigener Kulisse besser in die Partie und hatten bereits nach wenigen Sekunden die ersten Möglichkeiten. Zunächst scheiterte Leonie Maier mit einem Distanzschuss an Almuth Schult. Die daraus resultierende Ecke setzte Carina Wenninger per Direktabnahme dann knapp neben das VfL-Tor (3.). Auch wenn die Bayern in der Folge weiterhin Feldvorteile hatten, kamen die Wölfinnen zu zwei Halbchancen durch Peter und Minde (14., 15.). Nachdem Schult eine abgerutschte Flanke von Verena Faißt anschließend noch mit den Fingerspitzen gegen die Latte lenken konnte (16.), gerieten die Grün-Weißen allerdings in Rückstand. Skorvankova zog aus spitzem Winkel ab und traf mit einem satten Schuss unter den Querbalken zum 1:0 für die Gastgeber (18.).

FCB erhöht

Während die Wölfinnen etwas zu passiv agierten, versuchte der FCB, die Führung noch vor dem Seitenwechsel auszubauen. Nach einem schnell ausgeführten Freistoß hatte Leonie Maier den zweiten Treffer auf dem Fuß, schoss jedoch flach nur gegen den Pfosten (21.). Abgeklärter machte es 14 Minuten später Rolfö. Mit Tempo ging sie in den Strafraum und traf mit einem trockenen Schuss zum 2:0 (35.). Die Münchnerinnen hatten vor dem Pausenpfiff noch weitere Gelegenheiten, brachten das Leder jedoch nicht im Kasten unter. Daher ging es mit dem Zwei-Tore-Rückstand in die Kabinen.

Jakabfi verkürzt

Zur zweiten Halbzeit nahm Wölfe-Chefcoach Lerch einen Doppelwechsel vor: Popp und Dickenmann spielten nun für Wullaert und Noelle Maritz – und das machte sich gleich bezahlt. Eine Popp-Hereingabe rutschte durch zu Jakabfi, die aus wenigen Metern das Leder über die Linie drückte (48.).  Die Wölfinnen waren nun am Drücker, schafften es aber nicht, sich klare Torchancen herauszuspielen. Mit der Zeit verflachte die Begegnung immer mehr, denn auch die Bayern traten in der Offensive kaum noch in Erscheinung und mussten wie die Wölfinnen dem hohen Tempo der ersten Halbzeit und den hohen Temperaturen Tribut zollen. In der Nachspielzeit hatte Kristine Minde dann noch den Ausgleich auf dem Fuß. Doch Torhüterin Manuela Zinsberger rettete mit einer starken Parade (90.+2), so dass es letztlich beim 1:2 blieb.

„Ergebnis geht in Ordnung“

VfL-Cheftrainer Stephan Lerch: Das Ergebnis geht absolut in Ordnung. In der ersten Halbzeit haben wir kein gutes Spiel gemacht. Häufig haben wir nur die Gegenspielerinnen begleitet und es ihnen in vielen Situationen sehr einfach gemacht. Bayern hat sich viele Chancen herausgespielt, wir haben nach vorne dagegen keine guten Lösungen gefunden. In der zweiten Halbzeit haben wir uns zurückgekämpft und eine bessere Ordnung gehabt. Wir haben kompakt verteidigt, sind in die Zweikämpfe hereingekommen und haben nicht aufgegeben. Das frühe Anschlusstor hat uns Kraft gegeben. Wir haben daran geglaubt, noch den Ausgleich erzielen zu können und hatten zum Schluss noch eine richtig gute Torchance – auch wenn Bayerns Konter immer gefährlich waren.

FC Bayern München: Zinsberger – Maier, Wenninger, Demann, Faißt – Behringer (64. Laudehr), Leupolz – Skorvankova, Däbritz, Rolfö (80. Lewandowski) – Rolser (90.+1 Beerensteyn

VfL Wolfsburg: Schult – Maritz (46. Dickenmann), Wedemeyer, Peter (76. Goeßling), Kerschowski – Neto, Baunach – Minde, Wullaert (46. Popp) – Jakabfi, Stolze

Tore: 1:0 Skorvankova (18.), 2:0 Rolfö (35.), 2:1 Jakabfi (48.)

Gelbe Karten: Fehlanzeige

Schiedsrichterin: Karoline Wacker (Marbach)

Zuschauer: 2.130 am Sonntagnachmittag im Stadion am FC Bayern Campus

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