Ein Spieler des VfL Wolfsburg im Zweikampf um den Ball.
17.04.2021
Männer

Serie gerissen

Wölfe beziehen beim 2:3 gegen Rekordmeister Bayern München die erste Heimniederlage.

Ein Spieler des VfL Wolfsburg im Zweikampf um den Ball.

Der VfL Wolfsburg hat erstmals in der laufenden Spielzeit im eigenen Stadion den Kürzeren gezogen. Im Heimspiel des 29. Spieltags unterlag die Elf von Cheftrainer Oliver Glasner am Samstagnachmittag dem FC Bayern München mit 2:3 (1:3). Den Gegentreffern durch zweimal Jamal Musiala (15./37.) sowie Eric-Maxim Choupo-Moting (24.) setzte Grün-Weiß im ersten Durchgang nur ein Anschlusstor durch Wout Weghorst (35.) entgegen. Nach Wiederbeginn machte Maximilian Philipp die Partie wieder spannend (54.), für den Ausgleichstreffer reichte es in der Volkswagen Arena allerdings nicht mehr. In der Tabelle hielt der VfL trotz der fünften Saisonniederlage Rang drei. Die nächste Chance auf ein Erfolgserlebnis haben die Wölfe bereits am kommenden Mittwoch, 21. April (Anstoß um 20.30 Uhr), wenn sie auswärts beim VfB Stuttgart antreten.

Victor von Beginn an

Kapitän Josuha Guilavogui wurde nicht rechtzeitig fit und fiel wie weiterhin Renato Steffen somit aus, außerdem fehlte Maximilian Arnold gelbgesperrt. Gegenüber dem aufsehenerregenden Spiel bei Eintracht Frankfurt stellte Glasner dreifach um. Neu in der Anfangsformation standen nach verbüßter Rotsperre Paulo Otavio sowie Philipp und Joao Victor, der damit erstmals seit dem zweiten Spieltag wieder in der Bundesliga startete. Die Bayern hingegen, unter der Woche in der Königsklasse aktiv, nur mit einer Änderung: Musiala ersetzte Kingsley Coman.

Früh auf der Verliererstraße

Sechs Mal hintereinander hatte Grün-Weiß, erstmals mit neuem Schriftzug auf dem Trikot, zuletzt gegen die Bayern verloren, war aktuell aber zu Hause ungeschlagen und seit fünf Heimspielen ohne Gegentor. Mindestens eine Serie musste also reißen. Und das geschah fix: Auf der linken Seite setzte sich Alphonso Davies in Szene und bediente Musiala, der so lange durch den Strafraum dribbelte, bis er eine Lücke zum Abschluss fand und Koen Casteels aus kurzer Distanz überwand (15.). Das Tor passte nicht recht zum bis hierhin durchaus wachen und offensiv frechen Auftritt der Wölfe, die durch Ridle Baku eine frühe Großchance vergeben hatten (5.) und auch jetzt unbeirrt nach vorne spielten. Ehe daraus etwas Zählbares entstand, konnten die Gäste aber erhöhen. Es war Casteels, der die Münchener dazu einlud, indem er einen Flankenball beim Herunterpflücken fallen ließ. Choupo-Moting stand parat und schob den Ball ein (23.). Nun begann eine kritische Phase, da der Rekordmeister die zeitweise fahrigen Grün-Weißen weiter drangsalierte. Auf eine Doppelchance durch Leroy Sane (31./33.) fand der VfL aber eine passende Antwort: Einen von Xaver Schlager stark eroberten Ball bekam Weghorst ideal serviert, zog direkt ab und schlenzte die Kugel zu seinem 19. Saisontreffer ins Netz – 1:2 (35.)! Doch mitten in die Freude platzte schon der nächste Tiefschlag, denn mit einem Kopfball vom Elfmeterpunkt stellte erneut Musiala den alten Abstand gleich wieder her (37.).

VfL Wolfsburg Spieler Wout Weghorst beim Torschuss.

Zweite Halbzeit gewonnen

Hätte Maxence Lacroix kurz nach Wiederbeginn nicht auf der Linie gegen Musiala geklärt (51.), die Partie wäre wohl schnell entschieden gewesen. Stattdessen aber bissen sich die Wölfe zurück. Eine schöne Otavio-Flanke erreichte am kurzen Pfosten Philipp, der schon im Hinspiel getroffen hatte und nun das Leder aus vollem Lauf zum 2:3 einschoss (54.). Eine ganze Weile war das Spiel nun völlig offen. Während die Bayern zunehmend verwalteten und sich aufs Kontern verlegten, setzte der VfL mehrfach sichtbare Zeichen, weiter an sich zu glauben. Aus 14 Metern scheiterte Weghorst an Neuer (66.), kam außerdem sechs Minuten später nur haarscharf am langen Pfosten zu spät. Auf der anderen Seite entschärfte Casteels einen gewaltigen Davies-Distanzschuss (68.). Auch wenn die Torszenen nach hinten heraus weniger wurden, hielt der VfL wie im Hinrundenduell den Vergleich bis in die Schlussminuten plus sieben Minuten Nachspielzeit hochspannend. Nach 83 Minuten bekam der eingewechselte Jerome Roussillon das 3:3 noch auf den Fuß. Nachdem der Franzose aber verzogen hatte, wollte sich die entscheidende Lücke für ein Ausgleichstor einfach nicht mehr finden.

VfL Wolfsburg: Casteels – Mbabu, Lacroix, Brooks, Paulo Otavio – Schlager, Gerhardt, Baku (55. Brekalo), Philipp (78. Bialek), Joao Victor (60. Roussillon) – Weghorst

FC Bayern: Neuer – Pavard, Boateng, Hernandez (90.+6 Nianzou), Davies – Kimmich, Alaba, Sane (87. Martinez), Müller, Musiala (73. Coman) – Choupo-Moting

Tore: 0:1 Musiala (15.), 0:2 Choupo-Moting (24.), 1:2 Weghorst (35.), 1:3 Musiala (37.), 2:3 Philipp (54.)

Gelbe Karten: Otavio, Mbabu / Hernandez

Schiedsrichter: Felix Zwayer (Berlin)

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