VfL Wolfsburg Spielerin Pia Wolter schießt den Ball.
21.11.2019
Frauen

Schnelle Neuauflage

Nach dem Erfolg im DFB-Pokal treffen die VfL-Frauen in der Liga auf den FC Bayern München.

VfL Wolfsburg Spielerin Pia Wolter schießt den Ball.

Nur eine Woche nach dem 3:1-Auswärtssieg der VfL-Frauen im DFB-Pokal-Achtelfinale kommt es im AOK Stadion zu einem weiteren Aufeinandertreffen zwischen den Wölfinnen und dem FC Bayern München: Am kommenden Samstag, 23. November (Anstoß um 13 Uhr/live auf ARD ONE), geht es für die Top-Teams des deutschen Frauenfußballs um Punkte in der FLYERALARM Frauen-Bundesliga. Mit dem zehnten Sieg im zehnten Spiel könnten die Grün-Weißen ihren Startrekord aus der Vorsaison einstellen und den Vorsprung auf den drittplatzierten Konkurrenten aus dem Süden auf neun Punkte ausbauen.

Bayern unter Druck

Der Formulierung „Werbung für den Frauenfußball“ wurde am vergangenen Samstag häufiger verwendet – nicht zu Unrecht: Für die Fans beider Klubs, aber auch für die neutralen Zuschauer, bot das frühe Duell der Top-Favoriten im DFB-Pokal so ziemlich alles, was ein gutes Fußballspiel ausmacht. Die Ausgangsposition vor der schnellen Neuauflage ist freilich eine andere: Mit sechs Punkten Vorsprung gehen die Wölfinnen in das Top-Spiel der Liga, das strenggenommen diesmal kein „Spitzenspiel“ ist. Die TSG 1899 Hoffenheim, die mit Ausnahme der 0:3-Niederlage in Wolfsburg alle Partien gewinnen konnte, hat es sich als erste Wölfinnen-Verfolgerin bequem gemacht. Für die Münchnerinnen steht am Samstag also einiges auf dem Spiel: Bei einer Niederlage könnte selbst der Rückstand auf Platz zwei – je nachdem, wie Hoffenheim am Freitag beim 1. FFC Frankfurt spielt – auf sechs Zähler anwachsen. „Der Druck bei Bayern ist durch das Pokal-Aus sicher nicht kleiner geworden“, weiß auch VfL-Cheftrainer Stephan Lerch. „Und die Tabellensituation kann man nicht ganz ausblenden.“ In Sicherheit wiegen dürfe man sich deshalb nicht: „Bayern wird darauf aus sein, eine Reaktion zu zeigen.“

Rückenwind dank Sieg im Pokal

Die Stimmung bei seinen Schützlingen hat Lerch zuletzt als „gelöst“ empfunden. Aus gutem Grund: „Es war nicht selbstverständlich, dass wir das DFB-Pokal-Achtelfinale gewinnen.“ Zufrieden dürfe man also sein – Selbstzufriedenheit fürchtet der Coach hingegen nicht. Ganz im Gegenteil: „Alle haben im Training richtig Gas gegeben und jede einzelne Spielerin hat mir gezeigt, dass ich mich auf sie verlassen kann!“ In einigen Bereichen gebe es gegenüber der Vorwoche auch noch Verbesserungspotenzial: „Wir haben in der Defensive häufig zu passiv agiert und unser Pressing nicht entschlossen durchgezogen“, so Lerch. „Darüber hinaus war das, was wir im Ballbesitz gemacht haben, nur phasenweise gut.“ Vor allem nach der 1:0-Führung habe man die Bälle zu schnell wieder hergeschenkt und so die Kontrolle verloren. „Dadurch hatte Bayern mehr Spielanteile als wir eigentlich zulassen wollten.“ Auch die Mannschaft sei selbstkritisch mit der eigenen Leistung umgegangen – aber genau das macht dem Coach Mut für das nächste Duell: „Der Glaube, dass wir es am Samstag besser machen, ist groß. Und dass wir letzte Woche eine große Pokal-Hürde übersprungen haben, wird uns zusätzlichen Rückenwind verleihen“, glaubt Lerch.

Stephan Lerch gibt Anweisungen beim Spiel der Frauen vom VfL Wolfsburg.

Huth analysiert bei ARD ONE

Auf der zuletzt kleiner gewordenen Verletztenliste taucht ein neuer Name auf: Claudia Neto hat sich beim Aufwärmen in München eine muskuläre Verletzung zugezogen, die ein Mitwirken in den nächsten beiden Pflichtspielen unmöglich macht. Damit ist die Hinrunde für die Portugiesin beendet. Auch Svenja Huth ist nach ihrer Innenbandverletzung im Knie noch nicht wieder ins Teamtraining zurückgekehrt und steht daher nicht zur Verfügung. Die deutsche Nationalspielerin wird dafür in der Halbzeitpause bei Moderatorin Sabrina Braun zu Gast sein und auf ARD ONE die ersten 45 Minuten analysieren. Der frei empfangbare Sender (bis 2016 einsfestival) überträgt zum ersten Mal eine Partie der FLYERALRAM Frauen-Bundesliga.

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