Stephan Lerch gibt den VfL-Wolfsburg-Spielerinnen vom Spielfeldrand Anweisungen.
11.12.2020
Frauen

Saison-Halbzeit an der Weser

Zum Abschluss der Bundesliga-Hinrunde gastieren die VfL-Frauen beim SV Werder Bremen.

Stephan Lerch gibt den VfL-Wolfsburg-Spielerinnen vom Spielfeldrand Anweisungen.

Es ist noch nicht das letzte Punktspiel im Jahr 2020, wohl aber das letzte der Hinrunde: Am kommenden Sonntag, 13. Dezember (Anstoß um 14 Uhr), gastieren die Frauen des VfL Wolfsburg in der FLYERALARM Frauen-Bundesliga beim Aufsteiger SV Werder Bremen. Für die Gäste ist es die dritte Partie in acht Tagen und zugleich der Auftakt in eine weitere Englische Woche: Nach dem 5:0-Auftaktsieg bei ZFK Spartak Subotica im Sechzehntelfinal-Hinspiel der UEFA Women’s Champions League geht es bereits am kommenden Mittwoch, 16. Dezember (Anstoß um 18 Uhr/live auf Wölfe TV und als Konferenz auf SPORT1), mit dem Rückspiel gegen den serbischen Meister weiter. Am Sonntag, 20. Dezember (Anstoß um 14 Uhr), steht dann zum Jahresabschluss der Rückrunden-Auftakt bei der SGS Essen auf dem Programm.  

Erstes Spiel nach Quarantäne

Dreifach punkten am dritten Advent – die Zielsetzung für das Auswärtsspiel der Wölfinnen an der Weser ist eindeutig. Dabei ist es schon ein erster Erfolg, dass diese Partie überhaupt stattfinden kann: Nach einer zweiwöchigen Quarantäne haben die Werder-Frauen erst am vergangenen Sonntag den Trainingsbetrieb wiederaufgenommen. Auf der Fahrt zum Auswärtsspiel in Potsdam zwei Wochen zuvor ereilte das Team die Nachricht von zwei positiven Testergebnissen. Damit fiel nicht nur das Gastspiel in Brandenburg, sondern auch das DFB-Pokal-Achtelfinale gegen den SV Meppen aus. Nach einer Reihe negativer Tests steht dem Duell zwischen Grün-Weiß und Grün-Weiß nun nichts mehr im Wege. Für zwei Neuzugänge des SV Werder ist diese Farbkombination ohnehin vertraut: Jasmin Sehan und Agata Tarczynska wechselten vor der Saison an die Weser – beide spielten bereits für das Zweitliga-Team der Wölfinnen. Mit bislang fünf Treffern hat Tarczynska maßgeblich dazu beigetragen, dass der Aufsteiger aktuell ein Vier-Punkte-Polster auf die Abstiegsränge hat. Dabei hat Bremen genau das gemacht, was man im Tabellenkeller tun sollte: gegen die direkten Konkurrenten gewinnen.

„Alle Kräfte mobilisieren“

Die VfL-Frauen waren zuletzt in der Saison 2018/2019 auf Platz 11 nahe des Weserstadions zu Gast – damals gab es dank Treffer von Doppel-Torschützin Kristine Minde und Zsanett Jakabfi einen 3:0-Erfolg. Im Rückspiel „verdoppelte“ der Favorit dann auf 6:0. Die bislang einzigen Gegentreffer fingen sich die Wölfinnen im allerersten Vergleich mit den Werder-Frauen (3:2 im Oktober 2017). Auch diesmal sind drei Punkte für den VfL Pflicht, schließlich gilt es, dem FC Bayern München in der Tabelle auf den Fersen zu bleiben. Der Spitzenreiter aus dem Süden tat sich zuletzt beim 1:0-Erfolg gegen Bayer 04 Leverkusen im Nachholspiel zwar schwer, stolperte aber nicht. Was zum Hinrunden-Abschluss allerdings für die Wölfinnen sprechen könnte: Die Bayern-Frauen waren in der Champions League erst am gestrigen Donnerstag im Einsatz (3:1 bei Ajax Amsterdam) und haben am Sonntag mit Eintracht Frankfurt eine im Vergleich zu den VfL-Frauen höhere Auswärtshürde zu meistern. Zumindest wenn es nach der Papierform geht. Um die Aussichten im Titelrennen ging es auch in der wöchentlichen Medienrunde, bei der Stephan Lerch den Journalisten telefonisch Rede und Antwort stand. Der VfL-Cheftrainer sprach über…

…die Personalsituation: Lara Dickenmann musste in Subotica zur Pause ausgewechselt werden, da sie über muskuläre Probleme geklagt hatte. Sie kann auch heute noch nicht wieder mit der Mannschaft trainieren. Insofern ist es ein Fragezeichen, ob es bis Sonntag wieder geht. Shanice van de Sanden ist hingegen wieder einsatzfähig.

…den Fitnesszustand: Reisen sind immer eine Beanspruchung, die man auch häufig unterschätzt. Wir hatten das Glück, dass wir direkt nach dem Spiel in Subotica zurückreisen konnten, sodass wir früher mit den Regenerationsmaßnahmen beginnen konnten. Wir hatten in den letzten Wochen ja gar nicht so viele Englische Wochen, aber über das Jahr gesehen spielt natürlich die Gesamtbelastung eine Rolle. Wir wissen, dass wir nochmal alle Kräfte für die letzten Aufgaben mobilisieren müssen.

…die Zwangspause beim SV Werder: Die Ärzte in der Liga sind gut vernetzt und waren die ganze Zeit über im Austausch über die Corona-Fälle. Ich habe mich nicht allzu sehr mit der Lage dort beschäftigt. Wir haben es auch in der Mannschaft nicht thematisiert, da es ohnehin nichts an der Herangehensweise ändern würde. Sie konnten jetzt seit einer Woche trainieren. Sicher nicht optimal, aber deswegen werden sie uns die Punkte auch nicht freiwillig überlassen.

…die Ex-Wölfinnen beim Gegner: Wir wissen um die Qualität von Agata Tarczynska, die lange Zeit bei uns gespielt hat und auch zeitweise im Kader der ersten Mannschaft dabei war. Sie hat großes fußballerisches Potenzial, ist eine sehr clevere Spielerin, die nicht viele Chancen braucht. Agata hat einfach einen Torinstinkt. Jasmin Sehan kennen wir ebenso auch gut. Sie haben also durchaus Spielerinnen im Kader, die einem das Leben schwermachen können.

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