HSV auf Talfahrt
Die Frauen des Hamburger SV kehrten in dieser Saison nach dem Rückzug 2012 in die höchste deutsche Spielklasse zurück. Zum Comeback in der Liga gab es ein 3:3 gegen den VfL Wolfsburg – mit einem späten Treffer zum Endstand. Fünf Zähler sammelten die Rothosen in den ersten vier Partien, in den weiteren neun kamen allerdings nur noch zwei hinzu. Die Konsequenz der Talfahrt: In der Tabelle rangiert der HSV auf dem vorletzten Platz, zwei Punkte hinter der SGS Essen. Fünf Akteurinnen fallen derzeit längerfristig aus, darunter auch die Ex-Wolfsburgerinnen Tarah Burmann und Jaqueline Dönges. Auch Nina Räcke hat eine VfL-Vergangenheit.
Heimstark in 2025
Die VfL-Frauen blicken auf ein starkes Jahr 2025 in Heimspielen zurück: Von bislang 16 Heimspielen – elf im AOK Stadion und fünf in der Volkswagen Arena – endeten zwölf mit einem Sieg. Viermal mussten die Wölfinnen eine Niederlage hinnehmen. Auffällig: Kein einziges Spiel endete mit einem Unentschieden. Offensiv zeigten die Grün-Weißen ihre Durchschlagskraft und erzielten insgesamt 48 Tore – im Schnitt drei pro Heimspiel. Gleichzeitig ließen sie 24 Gegentore zu, was durchschnittlich 1,5 pro Heimspiel entspricht.
VfL-Cheftrainer Stephan Lerch sprach vor der Partie gegen den Hamburger SV über…
…das Personal: Caitlin Dijkstra fällt wie bereits kommuniziert aus. Darüber hinaus gibt es noch einige kleinere Fragezeichen, weil wir noch abwarten müssen, wie sich die Belastung oder kleinere Blessuren entwickeln. Kessya Bussy hat einen Schlag abbekommen, Guro Bergsvand kämpft mit leichten muskulären Problemen und Justine Kielland spürt eine leichte Reaktion im Knie.
…den HSV: Hamburg hat im Saisonverlauf kleine Veränderungen vorgenommen. Die Mannschaft hat sich angepasst, das System wurde – teils dem Personal geschuldet – umgestellt. Wir erwarten eine kompakte Defensive, mit der sie versuchen werden, durch konsequentes Arbeiten gegen den Ball möglichst wenig zuzulassen und ihre Chancen effizient zu nutzen. Es wird spannend zu sehen, welchen Plan sie speziell gegen uns entwickeln.
…den Saisonauftakt: Wir führten im Hinspiel mit 3:1, zeigten aber in manchen Situationen nicht die nötige Konsequenz. Diesmal will man die Lehren aus dem ersten Aufeinandertreffen nutzen. Für Sonntag rechnen wir mit anderen Umständen: Das Team ist eingespielter, die Spielidee klarer erkennbar, und der Glaube an die eigene Stärke ist spürbar gewachsen.
…der Unterschied zwischen Bundesliga und der UWCL: Natürlich gibt es Unterschiede, aber eines ist auch gleich: In jedem Wettbewerb müssen wir hundert Prozent geben. In der Bundesliga wird man aber nicht direkt so konsequent bestraft wie in der Champions League auf Top-Niveau. Gegen Chelsea wurde deutlich, wie wichtig jede Aktion ist. In jedem Spiel zählt deshalb konsequentes Handeln und maximale Konzentration.
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